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MPL-ATPL

 
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Hhannes007
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Anmeldungsdatum: 01.09.2017
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: Mi Jan 24, 2018 3:54 pm    Titel: MPL-ATPL Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

die EFA hat jetzt ja ihre Ausbildung nochmal getrennt. Unter ATPL für EWG und MPL für LH, AUA, LHC.
Was ist jetzt der eigentliche Unterschied zwischen der ATPL und der MPL? Was wollen die Airlines damit bezwecken und vorallem was sind das für Vor- und Nachteile auf die einzelne Person bezogen?

mfg
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Das einzig gefährliche am Fliegen ist der Boden!
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flapfail
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Anmeldungsdatum: 23.03.2008
Beiträge: 5918
Wohnort: OGLE-2005-BLG-390Lb

BeitragVerfasst am: Mi Jan 24, 2018 5:45 pm    Titel: Antworten mit Zitat

SuFu


Dort wurde das oft genug erklärt und behandelt Rolling Eyes
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***Catch me, if you can***



http://flapfail.hat-gar-keine-homepage.de/
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B1900D
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Anmeldungsdatum: 15.02.2011
Beiträge: 2065

BeitragVerfasst am: Mi Jan 24, 2018 6:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat

MPL ist bis zum Ende des Linetraiings Konzerngebunden- also quasi eine reine interene Ausbildung. CPL/IR mit ATP Theorie ist konzernunabhängig. Die Privilegien sind leicht unterschiedlich.

Mit dem CPL/IR kannst Du als verantwortlicher Luftfahrzeugführer auf Flugzeugen mit einem Piloten oder als Copilot auf Flugzeugen mit mehr als einem Piloten beruflich aktiv werden. Die Musterberechtigung wird nach der Ausbildung durchgeführt.

Bei MPL kannst Du als Copilot auf dem Flugzeugmuster, auf dem Du schon während der Ausbildung Deine Musterberechtigung erhalten hast, beruflich innerhalb des ausbildenden Konzerns tätig werden. Erst nach dem Linecheck kannst Du die Firma oder den Konzern wechseln.

Um volle ATPL Privilegien zu erhalten (egal ob MPL oder CPL/IR) und als beruflich verantwortlicher Flugzeugführer auf Flugzeugen mit mehr als einem Piloten zu werden, brauchst Du mindestens 1500 Stunden, davon 500 auf solchen Flugzeugen und 250 Stunden PIC oder PIC under Supervision und 100 Stunden Nachtflug - plus einen ATP Checkflug im Simulator.

Die MPL ist Lehrplanmässig eine reine Airlinepiloten Lizenz, während CPL/IR nach der Ausbildung andere individuelle Möglichkeiten bietet u.a. dass man als Individuum damit beweisen kann, dass man Entscheidungsfähig ist, indem man schon nachweislich ein paar Jahre PIC Stunden auf kleineren Flugzeugen sammeln konnte - auch wenn es nur beim Stundensammeln war. Bei der MPL ist man sehr schnell auf dem Airliner, aber wahre Kompetenzen zum PIC hat man damit noch nicht bewiesen - dass ist ein zugegebenes Dilemma des MPLs und die Erfahrungswerte damit, stehen großteils noch aus, weil es kaum ex-MPL Kapitäne gibt. Der MPL wurde entwickelt, um die Ausbildung auf das wesentliche zu reduzieren, um Kosten zu sparen.

Bei demjenigen, der sich nur für die Airlinefliegerei interessiert, ist es aber letztendlich fast gehupft wie gesprungen...
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Alexh
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Anmeldungsdatum: 06.03.2007
Beiträge: 728
Wohnort: Lkr. Waldshut

BeitragVerfasst am: Mi Jan 24, 2018 6:26 pm    Titel: Antworten mit Zitat

B1900D hat folgendes geschrieben:

Um volle ATPL Privilegien zu erhalten (egal ob MPL oder CPL/IR) und als beruflich verantwortlicher Flugzeugführer auf Flugzeugen mit mehr als einem Piloten zu werden, brauchst Du mindestens 1500 Stunden, davon 500 auf solchen Flugzeugen und 250 Stunden PIC oder PIC under Supervision und 100 Stunden Nachtflug - plus einen ATP Checkflug im Simulator.


Das ist nicht ganz korrekt. Mit den oben genannten Kriterien erhälst du beim MPL einen ATPL mit Multi-Crew Restriction. Um eine vollwertige ATPL zu erhalten musst du alle Bedinungen nachfliegen die der MPL Syllabus nicht erhält und dann den CPL/IR Checkflug machen.

Gruß Alex
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gnarlberg
Captain
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Anmeldungsdatum: 05.04.2013
Beiträge: 372

BeitragVerfasst am: Mi Jan 24, 2018 7:09 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hhannes007 hat folgendes geschrieben:

Was ist jetzt der eigentliche Unterschied zwischen der ATPL und der MPL? Was wollen die Airlines damit bezwecken und vorallem was sind das für Vor- und Nachteile auf die einzelne Person bezogen?


Mit der ATPL oder strenger gesagt CPL IR mit ATPL credits kannst du beruflich, freelancemässig alleine in einer Cessna 152 Passagiere von A nach B fliegen.
Kollegen mit einer MPL dürfen nur in Flugzeugen beruflich fliegen, die als 2 Mann cockpit ausgelegt sind, demnach meistens nur große airliner oder große Biz Jets.
Wenn du stunden sammeln willst und in Botswana mit der C210 Touris durch den Busch fliegen willst, solltest du auf einen frozen atpl bzw cpl ir mit atpl credits zielen.
Auch dürfen MPLer nicht mit ihrem PPL IFR fliegen oder mit irgendeiner kleinen Kiste spaßeshalber IFR fliegen alleine.



B1900D hat folgendes geschrieben:
MPL ist bis zum Ende des Linetraiings Konzerngebunden- also quasi eine reine interene Ausbildung.


Nein

B1900D hat folgendes geschrieben:

Bei MPL kannst Du als Copilot auf dem Flugzeugmuster, auf dem Du schon während der Ausbildung Deine Musterberechtigung erhalten hast, beruflich innerhalb des ausbildenden Konzerns tätig werden. Erst nach dem Linecheck kannst Du die Firma oder den Konzern wechseln.


Nein



B1900D hat folgendes geschrieben:

Bei demjenigen, der sich nur für die Airlinefliegerei interessiert, ist es aber letztendlich fast gehupft wie gesprungen...


was ja bei 85% so ist, auch wenn andere es erst später zugeben. Fluglehrer schwärmen davon SEP zu fliegen und mit der Kingair zu fliegen. Einige davon sind jetzt auf die 737 oder 320 gerutscht und sind jetzt stolz wie Bolle.
Das man ein leben lang King Air fliegen will und kein Bock auf 737 320 hat ist in den meisten fällen eine Ausrede um das persönliche versagen zu rechtfertigen.
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Schienenschreck
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Anmeldungsdatum: 01.09.2008
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BeitragVerfasst am: Do Jan 25, 2018 1:03 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Das man ein leben lang King Air fliegen will und kein Bock auf 737 320 hat ist in den meisten fällen eine Ausrede um das persönliche versagen zu rechtfertigen.

Soso, das Versagen, je nach Company wesentlich freier Entscheidungen treffen zu können und auch mal was anderes als die Großflughafen-ILS-Rutschen zu sehen?
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gnarlberg
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Anmeldungsdatum: 05.04.2013
Beiträge: 372

BeitragVerfasst am: Do Jan 25, 2018 3:06 am    Titel: Antworten mit Zitat

nein es gibt eben diese Gruppe die unbedingt in der Fliegerei abseits der Airliners bestens aufgehoben sind, dies wollen und glücklich sind. Und da hat es nichts mit irgendeinem fallen zu tun sondern weil das ziemlich coole dudes sind die die Eier haben in einer c210 übern Atlantik zu Brettern.
Ich kann das nicht.

Die allerwenigsten machen aber die Pilotenausbildung mit dem Traum Fallschirmer abzusetzen, Rundflüge auf Sylt anzubieten oder im Busch Touris in den Djungel von Botswana zu fliegen.

Ich habe es selber erlebt in meiner Flugschule. Tagtäglich erzählten Sie wie geil es ist nicht airliner fliegen zu müssen und jeden Tag einfach mit der Cessna /Piper Cirrus fliegen gehen zu können. Heute sitzen diese Herren in 70 Tonnen Jets...
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B1900D
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Anmeldungsdatum: 15.02.2011
Beiträge: 2065

BeitragVerfasst am: Do Jan 25, 2018 11:50 am    Titel: Antworten mit Zitat

Gnarlberg - es ist klar, dass Du die beste Ausbildung aller Zeiten durchlaufen bist und hier negativ über mich und andere herziehst, wenn Du das nötig hast ok, aber das juckt uns mit Gewissheit nicht. Es gibt halt verschiedene Ansätze und Schwerpunkte in der Fliegerei und für mich ist es die Flexibilität, die ich bieten kann und nicht in welcher Kiste ich gerade drinsitze.

Deine Argumentation pro MPL ist halt ganz klar durch Deine persönlichen Umstände entsprechend vorbelastet.

Ich bin nicht gegen MPL an sich, sondern eher altmodisch und finde das System besser, wo man als Pilot seine Position verdient hat und das haben viele hierzulande, im Gegensatz zur USA und der Rest der Welt, egal ob MPL oder CPL/IR frozen - in meinen Augen eben nicht.

Wenn Du den Rest Deines Lebens damit glücklich wirst, während 1% Deiner Gesamtflugzeit ab und zu an einem Joystick rumzuwackeln, dann sei es Dir gegönnt - mich interessiert's aber wirklich nicht.
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