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ChuckN
Captain
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Anmeldungsdatum: 29.05.2013
Beiträge: 220

BeitragVerfasst am: So Jan 07, 2018 7:22 am    Titel: Antworten mit Zitat

Wie viel % der ATPL-Flugschüler sind denn bereit, nach Abschluss der Ausbildung, nach Afrika zu gehen und dort Buschpilot zu werden? Selbst wenn es 5% sind, dann emfände ich das schon als sehr viel. Das Leben dort ist auch nicht kostenlos und wenn man hier seine eigene Familie hat, dann ist das so gut wie ausgeschlossen.
Klar, in der Ausbildung werden große Töne gespuckt. Danach verpufft das Ganze aber im Nu. 99% sehen sich während der Ausbildung im Airbus oder der Boeing. Da braucht mir hier niemand etwas vormachen. Außerdem möchten auch alle Geld verdienen und nicht am Existenzminium kraxeln.

Als Anmerkung: Auch in Afrika gibt es zahlreiche Betrüger, die einen abzocken und betrügen wollen. Auch in diesem Forum gab ein schon Naivlinge, die 20.000 Dollar für ein angebliches Type Rating im Voraus ins Ausland überwiesen haben. Das Geheule danach war groß. Aber im Normalfall machen sowas eh nur Leute, die absolut keine Geldprobleme haben.

Die Zahl der gut dotierten Stellen hält sich in D-A-CH jedenfalls arg in Grenzen. Wenn man nun bedenkt, dass vielerlei Stellen überhaupt nicht offiziell ausgeschrieben werden und nach Vitamin B vergeben werden, sich tausende Personen mit frozen ATPL auf dem Arbeitsmarkt tummeln (alle mit unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten - ja, die können hier eindeutig ausschlaggebend sein!) - so sollte die Entscheidungsfindung pro oder kontra Ausbildung (bei rund 80.000 - 100.000 Euro Kosten inklusive Type Rating) schnell zu fällen sein.

Das Los kann man kaufen (Kosten s.o.) - Die Gewinnchancen sind ungefähr kalkulierbar (exklusive des Glücks, welches man auch braucht).
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B1900D
Captain
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Anmeldungsdatum: 15.02.2011
Beiträge: 1975

BeitragVerfasst am: So Jan 07, 2018 10:57 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ja Chuck, alles was Du geschrieben hast, stimmt so. Mir ist auch klar, dass kaum einer nach Afrika geht, geschweige denn nach Afghanistan, um dort humanitäre Hilfseinsätze zu fliegen - bei der gegenwärtigen Sicherheitslage, würde dass heutzutage für mich wohl auch nicht mehr in Frage kommen.

Ich schaue mir in letzter Zeit diese Bitcoin Sache an - diejenigen, die damals 2010 außerhalb der Box gedacht haben, können sich freuen (die können sich jetzt für weniger als 10 Bitcoin zu Piloten ausbilden lassen), für andere wird es sich zeigen, aber die Sache wäre mir jetzt auch zu volatil. Machen oder nicht machen, dass ist die Frage ? Wenn alle Piloten, die nach Ausbildung leer ausgegangen sind ihre Investition in Bitcoin gesteckt hätten, dann bräuchten sie gar nicht mehr zu arbeiten...

Also kann man wohl behaupten, es ist immer besser, nicht das zu tun, was die Masse macht.

Aber jetzt komme ich schon wieder vom Hundertsten in Tausendste...
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Daedalus737
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Anmeldungsdatum: 04.01.2012
Beiträge: 261

BeitragVerfasst am: So Jan 07, 2018 1:26 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ihr vergesst die Lizenzerhaltungskosten bei Arbeitslosigkeit zu erwähnen. Also bei mir, da ich einen Checker persönlich gut kenne und den Sim direkt anmieten kann beläuft sich ein Check auf ca. 900€ inkl. Anfahrt. Dazu nochmal 200-250€ für das Medical. Wer diese Möglichkeiten nicht hat, wird bei einem CHeck so um die 1600-1800€ zahlen.
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Baumwurzelschule 06/95 - Check
Doofmann's Gehilfe, Anwärter 06/95 - Check
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B1900D
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Anmeldungsdatum: 15.02.2011
Beiträge: 1975

BeitragVerfasst am: So Jan 07, 2018 2:25 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Daedalus737 hat folgendes geschrieben:
Ihr vergesst die Lizenzerhaltungskosten bei Arbeitslosigkeit zu erwähnen. Also bei mir, da ich einen Checker persönlich gut kenne und den Sim direkt anmieten kann beläuft sich ein Check auf ca. 900€ inkl. Anfahrt. Dazu nochmal 200-250€ für das Medical. Wer diese Möglichkeiten nicht hat, wird bei einem CHeck so um die 1600-1800€ zahlen.


Wobei das noch sehr günstig ist. Mein Rating zu erhalten kostet pro Jahr offiziell ca. 28000 U$ ohne Anreise und Hotel, weil da das volle Pflichtprogramm i.e 2 Tage Goundschool und 15 Stunden Sim inklusive Check drin sind - die Tage, wo man nur zum Check erscheinen kann sind bei uns vorbei. Manche BizJet Ratings sind halt sehr, sehr teuer. Ganz oben ist derzeit die Gulfstream 650 - da kostet ein initial Type Rating 100000 U$. Deswegen kostet aber auch der Tagessatz eines erfahrenen Freiberuflers auf diesem Muster 2500 U$ pro Tag Bereitschaft - d.h. unabhängig davon ob geflogen wird oder nicht.

Für solche Härtefälle, muss man halt zur Vorsorge Rücklagen bilden.
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flapfail
Goldmember
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Anmeldungsdatum: 23.03.2008
Beiträge: 5649
Wohnort: OGLE-2005-BLG-390Lb

BeitragVerfasst am: So Jan 07, 2018 5:15 pm    Titel: Antworten mit Zitat

B1900D hat folgendes geschrieben:
Deswegen kostet aber auch der Tagessatz eines erfahrenen Freiberuflers auf diesem Muster 2500 U$ pro Tag Bereitschaft - d.h. unabhängig davon ob geflogen wird oder nicht.

.


Kannst Du mir mal ne Adresse geben, wo das der Fall ist? Ich würde mich gerne bewerben.
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http://flapfail.hat-gar-keine-homepage.de/
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B1900D
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Anmeldungsdatum: 15.02.2011
Beiträge: 1975

BeitragVerfasst am: So Jan 07, 2018 7:14 pm    Titel: Antworten mit Zitat

flapfail hat folgendes geschrieben:
B1900D hat folgendes geschrieben:
Deswegen kostet aber auch der Tagessatz eines erfahrenen Freiberuflers auf diesem Muster 2500 U$ pro Tag Bereitschaft - d.h. unabhängig davon ob geflogen wird oder nicht.

.


Kannst Du mir mal ne Adresse geben, wo das der Fall ist? Ich würde mich gerne bewerben.


Ja ich habe Adressen. Das ist freelance Standardrate - bist Du G650 gerated und hast mindestens 1000 Stunden on Type ? falls nicht, nützten Dir Adressen und Dein Airbus Rating herzlich wenig und ich erspare allen Beteiligten die Zeit.

Du kannst Dir gerne das hier durchlesen:

https://www.pprune.org/biz-jets-ag-flying-ga-etc/512427-g650-day-rate-2.html

Es hat nämlich einen guten Grund warum der Satz so hoch ist:

Man hat keine Garantie, dass man zum Einsatz kommt - erst wenn man seine Homebase verlässt, wird bezahlt.

Das TR kostet mehr als 100000U$.
Man hat danach Type Recurrent Investitionen von ca. 50000 U$ im Jahr d.h. man arbeitet schonmal 40 Tage, nur um seine Trainingskosten reinzuholen, später kann man es jedoch zumindest beim Finanzamt anrechnen lassen und sein Jahresbrutto senken.
Man muß das restliche Einkommen versteuern und seine Sozialbeiträge selber entrichten, Krankenkasse etc.

Bei all dem, würde ich einen festen Arbeitsplatz, wo die Firma die Trainingskosten übernimmt allemal bevorzugen!
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Elmar
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Anmeldungsdatum: 18.05.2007
Beiträge: 680
Wohnort: Lkr Calw

BeitragVerfasst am: Sa Jan 13, 2018 8:23 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Mir geht es ähnlich wie dir @NiTh, der Traum ist da einmal beruflich zu fliegen, die Möglichkeiten dies umzusetzen sind begrenzt, entweder bezüglich der Sicherheit 70.-80.000 Euro auf den Tisch zu legen oder durch FQ- und Swiss-Fail mich bei der dort zu bewerben.

Was für Möglichkeiten gibt es dennoch, welche Alternativen stehen offen? Ganz ehrlich, ich fing mit Segelflug an, was unglaublich viel Spaß macht, entsprechend plane ich in den kommenden 3-4-5 Jahren den PPL-A machen (im Verein für grobe 5kEur), wobei ich dann auch 33 sein werde. Nach und nach will ich dann mit IFR usw. soweit aufbauen, wie es mir erstens möglich ist und zweitens, kann man dann so zum einen flexibel auf den Arbeitsmarkt reagieren und zum andern hast du immernoch die Sicherheit deines übrigen Jobs. Ich kann mir auch gut vorstellen, ab und an Fallschirmspringer abzusetzen, es muss nicht mehr das Airliner-Cockpit sein oder die Vollzeitstelle.

Fliegen soll in erster Linie Spaß machen und ob es dann doch einmal dazu reicht, soll die Zeit zeigen. So oder so hab ich dann meinen Spaß und wenig Sorgen.

Alles Gute!
Elmar
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Wenn Krieg die Antwort ist, stellen wir die falschen Fragen.
---
Wissen macht uns verantwortlich.
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NiTh
Bruchpilot
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Anmeldungsdatum: 03.01.2018
Beiträge: 10
Wohnort: Düsseldorf

BeitragVerfasst am: Mo Jan 15, 2018 1:18 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Vor paar Tagen, hatte ich meinen Gespräch bei RWL. Es hat sich alles interessant angehört. Laut Aussage der Mitarbeiterin, ist jetzt die "goldene Zeit" um Pilot zu sein. Jetzt werden händeringend Pilot gesucht. Naaajaaa ihrer Meinung bin ich nicht wirklich. Was jedoch klar geworden ist, man muss sein Wohnort verlassen und sich im Ausland umschauen. Die Beraterin wahr ehrlich und meinte, dort habe man die besten Chancen einen gut bezahlten Job zu finden (Asien, Emirate...). Ihre Empfehlung war auch eine max. Altersgrenze von 35 Jahren (Beginn der Ausbildung).
Ausbildungskosten belaufen sich auf ca. 73.000 € und die Ausbildungszeit liegt bei 18-24 Monaten.
Diese Option fällt definitiv weg. Viele Nachteile, wenig Möglichkeiten und schließt weitere Kosten nicht aus. Für mich und meine Situation keine Option.

Demnächst werde ich einen Beratungsgespräch bei der Bundeswehr haben und meine eindrücke ebenfalls schildern.

Nach langer Bedenkzeit gibt es für mich nur 2 Möglichkeiten.

1. Bundeswehr (Jobgarantie, bezahlte Ausbildung, 16 Jahre Sollzeit nicht zwingend notwendig, gleiche Ausbildung wie bei LH)
2. Finanzierte Ausbildung von einer Airline (Swiss. Aua, Wizz, Aerologic ...)

Bevor ich eine Entscheidung treffe, werde ich alle Möglichkeiten in Erwägung ziehen und alles gründlich überdenken.
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PeterKnoll
Bruchpilot
Bruchpilot


Anmeldungsdatum: 07.11.2017
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: Fr Jan 19, 2018 2:23 pm    Titel: Antworten mit Zitat

NiTh hat folgendes geschrieben:
Vielen dank für deine ausführliche Antwort.

Leider scheidet die Bundeswehr aus. Das maximale alter beträgt hier 29 Jahre. Mit knapp 31 bin ich 2 Jahre zu spät.

p.s. habe dir eine private Nachricht geschrieben


Nö, hab ich auch schon im Bundeswehr Forum geschrieben. Das mit der Altersgrenze und BW ist nich so ernst zu nehmen.
Außerdem hast du bereits einen akademischen Abschluss, damit kannst du den Weg der Seiteneinsteiger wählen. Hier gibt es keine Altersgrenze.

Und Vorischt vor dem Karriereberater. Die geben einem nicht immer richtige und aktuelle Antworten.

Einfach bewerben. Tut nicht weh und egal wie weit du kommst solang du nicht am Tag deiner Einplanung in der Kaserne bist kannst du noch abspringen. Wenn du vorher nie gedient hast bist du Eignungsübender und kannst sogar 6 Monate nach Dienstantritt wieder gehen und dein alter Arbeitgeber muss dich wieder einstellen.
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