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Erfahrungsbericht Phase 3 Bückeburg 2017

 
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kaemmon
Bruchpilot
Bruchpilot


Anmeldungsdatum: 12.06.2017
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: Fr Sep 01, 2017 7:29 pm    Titel: Erfahrungsbericht Phase 3 Bückeburg 2017 Antworten mit Zitat

Vorweg
Ich habe im Januar Phase I, im Mai Phase II und im Juli Phase III bestanden.
In Phase III waren wir 3 Bewerber (2 Zivile und 1 Soldat) wovon ich einen schon aus Phase II kannte. Von uns dreien habe ich und der schon aktive Soldat bestanden(Er hatte auch schon Phase III Jet bestanden, allerdings kam er nur auf die Warteliste, weshalb er die Phase III Hubschrauber ebenfalls gemacht hat).

Vorbereitung

Die aktive Vorbereitung begann mit dem Erhalt der Vorbereitungsmappe, welche ca 3 Wochen vor dem Termin bei mir ankam. Diese Mappe umfasst ca 60 Seiten von denen ungefähr 30 weniger relevant sind als die anderen 30.
Auf den ersten (weniger relevanten) Seiten steht viel zum Thema „Was wird von einem Bundeswehr Piloten gefordert.“(Eigenschaften eines Bundeswehr Piloten) und „Was sind die Anforderungsbereiche.“(Was muss geleistet werden).
Selbstverständlich ist dies auch durchaus für den Beruf relevant, allerdings für den Test an sich nicht. (Wir wurden zu diesem Teil der Mappe nicht getestet.)
Die restlichen Seiten sind die absoluten Basics für die Testwoche die ihr im Schlaf auswendig wissen müsst. Alles andere basiert auf diesen Seiten und baut darauf auf.
Es geht bei diesen Seiten um das Cockpit, die Instrumente, die Multifunktionsdisplays, die allgemeinen Flugregeln, gesonderte Flugregeln und die ersten beiden Missionen die ihr fliegen müsst.

Beim Cockpit soll man sich unbedingt merken, wo die Lüfter sind, wo die Lampe ist, wo die Instrumente sind, wo die Kopfhörer hängen, wo der Schalter für die Kopfhörer ist, wo man den Sitz verstellen kann, wie die Schalter aussehen, für Lauter leiser.... Es ist alles relevant, selbst ganz banale Dinge wie „Wie sieht der Schalter für die Lampe aus?“ wird gefragt (Es ist einer zum Drehen, um die Lampe auch zu dimmen) Ihr sollt wirklich das Cockpit kennen!

Das gleiche gilt für die Instrumente. In welcher Reihenfolge sind diese angeordnet, wie heißen die auf Deutsch und Englisch, in welcher Einheit wird gemessen, von wo bis wo geht die Anzeige (0-100kn oder 20-160kn?), welche Markierungen sind auf den Instrumenten.... Ihr werdet sehen, dass bei dem speed indicator kleine rote Striche sind, merkt euch bei welchen Zahlen die sind. Das gleiche gilt für alle anderen Instrumente. Merkt euch jedes kleinste Detail!

Die Multifunktionsdisplays (MFDs) sind fast schon das wichtigste. Ihr werdet im Flug viel mit denen Arbeiten und habt oft nicht viel Zeit die richtige Seite zu finden. Malt euch das MFD auf und drückt die Knöpfe auf dem Papier, lasst euch sagen was ihr drücken sollt und erzählt, was auf der Seite zu sehen ist. Es hilft ungemein nicht nachdenken zu müssen, wenn man die Stoppuhr aufrufen soll und nicht nachdenken muss, welcher Knopf das ist. (Ich hab meine Freundin damit so lange genervt, bis selbst sie wusste, welcher Knopf wofür ist)

Zu den allgemeinen und gesonderten Flugregeln gibt es nicht wirklich viel zu sagen. Lernt was ihr dürft und was ihr nicht dürft. Jeder Regelverstoß gibt Minuspunkte und oft lassen sich die Fehler vermeiden.

Selbstverständlich sollt ihr auch wissen, wann ihr welche Mission fliegt und wie diese heißen und was ihr dürft. (max Flughöhe, max. Geschwindigkeit, max Bank Angle...)
Wie schon vorher, alles gründlichst lernen!

In der Vorbereitungsmappe geht es noch nicht um Technik, Aerodynamik o.ä. Das kommt erst später.

Die passive Vorbereitung hat natürlich schon viel früher begonnen. Alles was man schon vorher über Helikopter bzw. die Fliegerei weiß hilft einem in dieser Woche wirklich sehr. Ich kann euch diese Internetseite wirklich empfehlen (http://www.heliport.de/lexika/hubschrauber-physiklexikon/) Es hilft in der Woche wirklich sehr diese Basics zu kennen! Und einige der Texte und Zeichnungen werdet ihr bestimmt wiederfinden Wink


Zuletzt bearbeitet von kaemmon am Fr Sep 01, 2017 7:45 pm, insgesamt 2-mal bearbeitet
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kaemmon
Bruchpilot
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Anmeldungsdatum: 12.06.2017
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: Fr Sep 01, 2017 7:29 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Anreise

Die Anreise ist wieder wie gewohnt. Bis X Uhr bei der Kaserne sein, Stube beziehen, Mitbewerber kennen lernen und Schlafen gehen.
Es gibt nur zwei Besonderheiten in Bückeburg:
- ihr müsst mit dem Taxi vom Bahnhof zur Kaserne fahren (kostet ca 12€, jedoch kriegt ihr das Geld später wieder)
- ihr habt eine Einzelstube (sehr entspannt!)

Der Tagesablauf

Planmäßiges wecken um 5:30, tatsächliches aufwachen um 4:50 (an Schlaf war nicht mehr zu denken). Dann warten auf die anderen, um 6:30 Essen gehen um dann um 7:55 beim Prüfungsgebäude zu sein.
Die Woche begann dann mit einem Prüfgespräch zu den Basics (Cockpit, Instrumente etc.) Jedes Briefing, jedes Prüfgespräch, alles was man da macht wird Beobachtet. Die Psychologen die hinter einem Sitzen notieren sich alles und beobachten die Bewerber ganz genau. Ich weiß nicht mehr wie lange es ging, aber es war sehr umfangreich und alle Details wurden abgefragt. Nach dem Prüfgespräch bekamen wir unsere Lernmappe für die Woche. Stolze 120 Seiten! Abzüglich der 20 Seiten, welche man schon aus der Vorbereitungsmappe kennt waren es 100 Seiten die man in der Woche lernen muss.
In dieser neuen Mappe geht es dann um:
die SAR-Mission, welche man zweimal fliegt
die Notverfahren
zwei Texte und zwei Biographien
Technik & Aerodynamik (welche ihr hoffentlich schon von der Internetseite kennt)
Hubschrauberarten
Hubschraubergeschichte
verschieden Hubschrauber und deren Besonderheiten

Es folgt dann ein Briefing für die erste Mission mit einem kleinem Video, in dem die Mission kurz gezeigt wird. Auch dieses Briefing ist selbstverständlich ein Test und es wird geguckt, wer sich vorbereitet hat und wer nicht.
Nach dem Briefing geht der erste Bewerber in den Simulator und fliegt die erste Mission, während die anderen sich mit der Mappe befassen und Selbststudium betreiben. Ist der erste fertig mit dem Fliegen folgt ein Debriefing (für jeden Bewerber in einem persönlichem Gespräch) und dann ist der nächste dran mit dem Fliegen.
Um 11-12 Uhr ist dann Mittagessen und danach gibt es noch ein kurzes Gespräch mit dem Fluglehrer was am nächsten Tag dran kommt, sodass man immer gegen 13-14 Uhr fertig war.
Das soll jetzt nicht heißen, dass man sich danach an die Landebahn setzen kann und den Rest des Tages Hubschraubern beim Fliegen zugucken kann. Leider.

Wir sind danach auf Stube gegangen und haben von 13 bis 16 Uhr gelernt, sind dann um 16 Uhr Abendessen gegangen und haben dann von 17 bis 21-22 Uhr weiter gelernt.
Dieser Tagesrhythmus zieht sich durch die ganze Woche. Oftmals bin ich schon um 4-5 Uhr wach geworden und habe angefangen zu lernen um die Zeit sinnvoll zu nutzen. Selbstverständlich nimmt man sich auch mal 20-30 Minuten Zeit um den Kopf durch zu lüften, aber man kann schon sagen, dass man in der Woche jeden Tag 6 Stunden im Prüfungsgebäude sitzt und danach noch 6-7 Stunden aktiv lernt.

Ich werde jetzt nicht jeden einzelnen Tag durchgehen, denn jeder Tag ist gleich aufgebaut, 8 Uhr beginn, Briefing/Prüfung, Fliegen, Debriefing, Mittag essen lernen, schlafen.
Es kommen noch 3 Test und 2 Präsentationen in der Woche dran, welche aber immer vorher angekündigt werden.
Eine Präsentation geht über die Platzrunde (nicht die aus der Mission!) und die andere Präsentationen behandelt das Thema „Wie fliegt ein Hubschrauber?“ Ihr habt zur Vorbereitung eure Lernmappe und zur Durchführung ein Whiteboard. Am Tag vor der Präsentation über „Wie fliegt ein Hubschrauber?“ werdet ihr noch ins Hubschraubermuseum gefahren und kriegt eine Führung. Es ist wirklich sehenswert und am Ende darf man sich dann noch in einen besonderen Tiger-Kampfhubschrauber setzen.
Am Donnerstag gibt es dann noch ein Psychologen Gespräch.Die Psychologen befragen euch zu den Ergebnissen der Phase II , zu euren schulischen Leistungen, familiäre Situation, Motivation zur Flieger... und so weiter. Das Gespräch dauert ca 40 Minuten und ist sehr intensiv.

Nun zum Highlight der Woche: Die Flüge

Jeder Flug baut auf dem vorherigen auf. Es fängt an mit dem Fliegen von Kurven und dem schneller und langsamer werden. Dann folgt das Starten, Landen, Steigen und Sinken und am Ende des ersten Fluges muss man einem anderen Hubschrauber hinterher fliegen. Bei diesem letzten Flug gibt es extra Punkte, wenn man dem Hubschrauber innerhalb von einer bestimmten Distanz folgt. Natürlich wollte ich die Extrapunkte haben und in der Verfolgungsjagd begeht man dann natürlich auch Fehler. Ich bin zu starke Kurven geflogen, habe zu viel Leistung gezogen und bin zu schnell geflogen, also alles was man falsch machen kann, habe ich falsch gemacht.
Das Problem bei mir war, dass ich zum beschleunigen den Hubschrauber stark nach vorne geneigt habe und dann maximal Leistung gezogen habe, um schnell hinterher zu kommen. Theoretisch ist an dem nichts falsch, bloß wenn man zu viel Leistung zieht gibt es einen Fehler (bei mehr als 3,5kn/cm²). Ein weiteres Problem daran war, dass wenn man so schnell beschleunigt muss man auch schnell wieder abbremsen, wenn der Hubschrauber vor einem bremst. Dabei habe ich dann den Hubschrauber stark nach oben gezogen und den Pitch fast auf Null gesenkt, um Geschwindigkeit abzubauen und Höhe nicht zu gewinnen. Allerdings geht das natürlich nicht direkt und ich bin dann oft an dem Pfadfinder vorbei geschossen, sodass ich ihn nicht mehr sehen konnte und ein guter Flug sieht auch anders aus. Aber ich war immer nah an dem Pfadfinder dran und hab ihn zumindest nicht berührt.

Bei den Starts muss man im Verhältnis zu dem normalen Fliegen sehr viel mit den Pedalen arbeiten, um den Hubschrauber in dem erlaubten Maß von +/- 15° gegen den Wind zu halten. Eure Augen sollten beim Start unbedingt aus dem Fenster gucken, denn wer nur die Augen im Cockpit hat, wird schnell vom erlaubtem Maß abkommen.(Die Fluglehrer empfehlen 2/3 Augen außerhalb und 1/3 Augen innerhalb des Cockpits) Die Lage des Hubschrauber erkennt man mit der Sicht nach außen am schnellsten! Sucht euch beim Start unbedingt einen Fixpunkt in der Ferne und haltet euer Fadenkreuz auf diesem Punkt. Das macht das Starten sehr viel einfacher! Gemerkt habe ich das leider erst in den letzten beiden Missionen, wodurch meine Starts vorher sehr bedürftig aussahen. Nachdem ich mich an den Fixpunkt gehalten habe klappte das Starten wirklich um einiges besser.

Bei der Mission am nächsten Tag muss man Außenlandungen durchführen und sich im Gelände anhand einer Karte orientieren. Im Prinzip ist die Aufgabe recht simple aber hier habe ich mein gesamtes Potenzial genutzt um den schlechtesten Flug hinzuhauen. Man muss das Ziel entweder überfliegen und dann nach einer Kurve landen oder man muss vor dem Ziel ein kurven und landen. Ersteres war noch ganz ok, aber bei dem Versuch vor dem Ziel einzukurven und dann zu landen bin ich komplett gescheitert. Ich habe vor dem Ziel nicht abgebremst wodurch ich schlechte Kurven geflogen bin, ich habe die Pedale bei 80kn benutzt, um das Heck herum zu ziehen und bin dann nach einer schlechten Landung noch schlechter gestartet. Zum Glück kann man in Bückeburg nicht während der Woche rausfliegen, sonst hätte ich an der Stelle bestimmt nach Hause fahren können. Im Debriefing hat der Fluglehrer mich dann gefragt ob ich mir darüber Bewusst bin, dass das kein Computerspiel ist und war sichtlich enttäuscht/geschockt von der Leistung die ich gebracht habe.

Aber kein Grund den Mut zu verlieren und aufzugeben! Man lernt am besten aus den Fehlern und ich hab mich wirklich im Nachhinein intensiv mit dem Flug beschäftigt. Ich habe dann eine Liste geschrieben mit Dingen, auf die ich unbedingt achten muss und mir diese Liste die ganze Zeit vor Augen gehalten. Im Nachhinein war es gut, diese Fehler an der Stelle zu machen, denn die beiden wichtigsten Flüge standen bevor und das hat mir nochmal sehr deutlich gezeigt, wie es nicht geht.

Die SAR-Flüge waren mit Abstand die Interessantesten! Man startet auf einem Flugplatz, fliegt zum Krankenhaus und kriegt dann einen Einsatz von der Leitstelle auf der Leinwand angezeigt. Man plant seine Route, schätzt ab, ob man genug Zeit und Treibstoff hat und fliegt dann zum Einsatzort. Angekommen landet man wieder und kriegt dann einen neuen Einsatz. Während man die Einsätze fliegt können sich die Einsätze ändern oder es können Luftnotlagen eintreten.
Sobald der Master Alarm aufleuchtet navigiert ihr auf dem MFD zum Caution Panel, macht das Problem ausfindig und arbeitet dann das Problem anhand der zuvor gelernten Checkliste ab.
Achtet darauf, wo ihr längs fliegt! Es ist unschön bei einer Autorotation im Wasser oder in Gebäude zu stürzen und ja man stürzt, mehr oder weniger, kontrolliert ab! Also plant eure Route sorgfältig und haltet euch vor allem von dem Sperrgebiet fern! Lieber einen Umweg von 20-30 Sekunden fliegen als einmal das Sperrgebiet zu kreuzen.
Die zweite SAR-Mission ist genau das gleiche, mit anderen Einsätzen.
Auch wenn es anfangs komisch ist, aber mir hat es geholfen jede Handlung zu verbalisieren. Ich habe alle meine Planungen, Eindrücke und Gedanken laut vor mir her gebrabbelt, um den Überblick zu behalten und um den Fluglehrern zu zeigen, was in meinem Kopf vorgeht. Uns wurde das nicht vorgeschrieben oder als Tipp gegeben, aber ich fand es sinnvoll, auch wenn es wirklich komisch ist, denn das Headset gibt alle Geräusche wieder, die im Cockpit auftauchen. Also auch die eigenen Worte. Jedoch hat man sich nach 5 Minuten daran gewöhnt.
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kaemmon
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Anmeldungsdatum: 12.06.2017
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: Fr Sep 01, 2017 7:30 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Debriefings

Die Debriefings waren anders als ich sie mir vorgestellt habe. Man sieht seinen Flug nicht nochmal auf einem Bildschirm, man kriegt nicht gesagt, was man gut gemacht hat und man kriegt nicht gesagt, wie man etwas besser machen kann. Es ist ein Test und kein Unterricht! Man kriegt nur Kritik zuhören. Jeder kleine Fehler wird genommen Thematisiert und einem vorgehalten. Ein Debriefing bestand nur aus Kritik, was wirklich frustrierend sein kann, aber man sollte sich niemals davon runter ziehen lassen. Ich hab mir jedes mal die Kritik wirklich zu Herzen genommen und versucht beim nächsten Flug alles richtig zu machen, um den Fluglehrern zu beweisen, dass ich es ernst nehme und nicht als „Computerspiel“ sehe!

Es hat wirklich geholfen, die Fehler zu analysieren, sich aufzuschreiben und dann sich vor jedem Flug zu verinnerlichen, man macht die Fehler weniger und auch die Fluglehrer sehen, das man an sich arbeitet und bereit ist, Kritik anzunehmen.

Der Abschlusstag

Am Donnerstag war dann der letzte SAR-Flug geschafft und am Freitag folgt dann der große 52 Fragen umfassende Abschlusstest. Jeder Test den man in der Woche schreibt ist ein Multiple-Choice Test bei dem keine, eine, mehrere oder alle antworten richtig sein kann.
Nach dem Test gibt es das Abschlussgespräch bei dem jeder Bewerber vor den Fluglehrern und Psychologen sitzt und dann das Ergebnis der Woche präsentiert kriegt. Hier entscheidet sich dann, ob bestanden oder nicht bestanden.
Nachdem ich mein Ergebnis um 10Uhr erhalten habe, ging es mit einem BW Fahrzeug zum Bahnhof und von da aus dann nach Hause.

Abschluss

Es ist wirklich eine anstrengende Woche und man sitzt viel allein auf Stube und lernt, aber wenn man das große Ziel sieht und die Hubschrauber über sich fliegen sieht, ist man wirklich motiviert auch diese Woche durchzuhalten.
Was ich am Ende ganz beeindruckend fand sind die reinen Zahlen der Bewerber. Jedes Jahr werden 200 Bewerber nach erfolgreichem bestehen der Phase II nach Bückeburg geschickt und von diesen 200 Bewerbern durchstehen 50 erfolgreich die letzte Phase der Eignungsfeststellung.
Von den insgesamt 2000 Bewerbern jedes Jahr bestehen 2,5% das Auswahlverfahren und daran sieht man, das es nicht jeder werden kann und es auch nichts schlimmes ist, nicht zu bestehen. Lieber sagen man hat es versucht als später zu sagen: „Hätte ich es mal lieber versucht.“
Ich wünsche jedem Bewerber viel Glück und viel Erfolg bei dem Auswahlverfahren und hoffe, dass man bald mal nebeneinander im Cockpit sitzt!

Noch kurz zu mir: Ich bin jetzt eingeplant als Pilot bei der Marine mit dem Studium Aeronautical Engineering und soll am 01.07.2018 anfangen. Bis dahin soll ich noch ein FWD beim Marinefliegergeschwader 5 in Nordholz machen, allerdings fehlt meine G-Akte in Köln, weshalb sich das noch hinzieht.
Also wer auch am 01.07.2018 bei der Marine anfängt oder wer noch Fragen zur Phase III hat kann sich gerne bei mir melden.
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Captain
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Anmeldungsdatum: 01.05.2009
Beiträge: 444

BeitragVerfasst am: Sa Sep 09, 2017 12:55 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Herzlichen Glückwunsch... und viel Erfolg und Spaß in Bückeburg, wenns soweit ist :-)
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