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Pilotenmangel! Kommt er jetzt doch?
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CptSolo
Captain
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Anmeldungsdatum: 23.07.2015
Beiträge: 312

BeitragVerfasst am: Mo März 20, 2017 2:25 pm    Titel: Antworten mit Zitat

ChuckN hat folgendes geschrieben:
Solange Europas größter Low-Coster Ryanair immer noch 350 Euro fürs Assessment (vom Bewerber zu bezahlen) verlangen kann, im Anschluss das Type Rating ebenfalls vom Frischling bezahlen lässt (29500 Euro), das Paket am Ende dann noch mit einem illegalen & prekären Arbeitsvertrag garniert (Staatsanwaltschaft Koblenz lässt grüßen) und dennoch tausende Bewerber vorfindet, die das unbedingt machen wollen, so kann NIEMALS von einem Mangel an Piloten gesprochen werden.


Das trifft es. Es fehlen höchstens verzweifelte Lizenzinhaber, die sich ausbeuten lassen. Ich denke so langsam findet auch ein Umdenken statt. Die "um jeden Preis" Mentalität haben sich langsam auch die 18j abgewöhnt.
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B1900D
Captain
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Anmeldungsdatum: 15.02.2011
Beiträge: 1927

BeitragVerfasst am: Mo März 20, 2017 6:16 pm    Titel: Antworten mit Zitat

gnarlberg hat folgendes geschrieben:
B1900D hat folgendes geschrieben:

Von der flugpraktischen Seite: Wieviel Gelegenheit hat ein MPL Inhaber gehabt zu erfahren, wie es wäre auf sich selber angewiesen zu sein und derjenige zu sein, der die Entscheidungen zu treffen hat ? Im normalen Alltag ist das nicht sehr schwierig - bis es vielleicht irgendwann dazu kommt, mal unangenehme eigene Entscheidungen treffen zu müssen.



wie 1970 ist das bitte?

Ich bin sprachlos. Bist du schonmal einen Jet über 40 Tonnen geflogen in real life?
Du erziehst dir mit MPL eine ganz andere Generation von CRM Fähigkeiten her.
Leute die nicht umsonst fliegen und die Klappe halten. Sondern in Situationen den Mund aufmachen. Aber klar, wenn es nach dir geht sitze ich nur da wo normalerweise bei FSX dein Hut liegt...


Ist klar, dass Du als MPLer darauf anspringst - weiß jedoch nicht was das mit CRM zu tun hat. Du hast auch keine Scheu auf mich bezogen hier Schamsprache zu verwenden.... nur weil hier jemand auf die Schwächen von MPL eingegangen ist.

Mensch, da habe ich ja nochmal Glück, dass mein Jet, auf dem ich mehrerere tausend Flugstunden habe, vollgetankt knappe 45 Tonnen auf die Waage bringt und somit dem Kriterium gerecht werde,. Stell Dir vor, in meiner derzeitigen Operation gibt es gar keine F.O.s sondern nur Kapitäne und unser CRM ist dadurch nicht notwendigerweise schlechter als anderswo - aber wie gesagt war das ja hier gar nicht der Punkt.

https://www.eurocockpit.be/stories/20140110/7-years-of-mpl-7-things-learnt
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gnarlberg
Captain
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Anmeldungsdatum: 05.04.2013
Beiträge: 313

BeitragVerfasst am: Di März 21, 2017 8:07 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Glückwunsch. Kategorie BAE 146 +-

Das von dir verlinkte Dokument behandelt die MPL Ja, hier wird aber vom Worst Case Szenario und absolutem minimum req. geredet. Dann kann man genausogut sagen das chinesische und asiatische CPL/IR Besitzer auf 737/320 und Icao Level 6 Besitzer genauso unfähig sind.

Das eurocockpit Dokument betrachtet aber nicht die Trainingssyllabi Deutscher Airlines... Denn genau die angesprochenen Punkte werden trotzdem abgearbeitet und es wird über das minimum hinaus geflogen.


ob einem die 30 CPL stunden und 20 IFRh in der Flugschule im Endeffekt zu einem besseren Captain machen? wenn man 2900h Jetstunden rechts hat ?

aber gut vielleicht hast du recht und MPLer sind den vierten streifen nicht wert.



vielleicht ist es sogar besser, einen frozen atpl zu machen, unter Scheinselbständigkeit sich hocharbeiten, und aus druck seitens der Firma zu fliegen.
_________________
happy
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B1900D
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Anmeldungsdatum: 15.02.2011
Beiträge: 1927

BeitragVerfasst am: Di März 21, 2017 10:05 pm    Titel: Antworten mit Zitat

gnarlberg hat folgendes geschrieben:
Glückwunsch. Kategorie BAE 146 +-

Das von dir verlinkte Dokument behandelt die MPL Ja, hier wird aber vom Worst Case Szenario und absolutem minimum req. geredet. Dann kann man genausogut sagen das chinesische und asiatische CPL/IR Besitzer auf 737/320 und Icao Level 6 Besitzer genauso unfähig sind.

Das eurocockpit Dokument betrachtet aber nicht die Trainingssyllabi Deutscher Airlines... Denn genau die angesprochenen Punkte werden trotzdem abgearbeitet und es wird über das minimum hinaus geflogen.


ob einem die 30 CPL stunden und 20 IFRh in der Flugschule im Endeffekt zu einem besseren Captain machen? wenn man 2900h Jetstunden rechts hat ?

aber gut vielleicht hast du recht und MPLer sind den vierten streifen nicht wert.



vielleicht ist es sogar besser, einen frozen atpl zu machen, unter Scheinselbständigkeit sich hocharbeiten, und aus druck seitens der Firma zu fliegen.


Du sagst hier Dinge, die überhaupt nicht gesagt habe. Ich habe nie behauptet, dass MPLer grundsätzlich den vierten Streifen nicht wert sind - ich habe bloß auf mögliche Schwächen hingewiesen, die bei so einem Werdegang später in Erscheinung treten könnten, weil sie, solange man Co ist, nicht so aufallen. Es geht auch nicht wirklich um die Zeit in der Flugschule, sondern auch um jenes, was im Anschluss damit gemacht wird.

Es ist vieles, aber auch nicht alles trainierbar bzw. auf gutes Training zurückzuführen - manchmal ist es halt auch einfaches “common sense“.

Es gibt auch Studien, die die Vorteile von MPL belegen - nämlich dass diejenigen, es bei der Typerating Schulung, als einfacher und natürlicher empfinden, als die “nicht MPLer“ - dass hat selbstverständlich anfängliche Vorteile, weil der Weg erstmal direkter ist. Die Herausforderungen, kommen dafür halt später, weil der Erfahrungshorizont relativ schmal ist.

Es ging hier halt darum, was in der Industrie bald für Mängel herrschen könnten und da sehe ich ein Potential für Leute, mit einem gewissen bestimmten Erfahrungshorizont, der z.B. über die einfache Bedienung eines Airbus (oder was auch immer) weiter hinausgeht.
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Alexh
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Anmeldungsdatum: 06.03.2007
Beiträge: 709
Wohnort: Lkr. Waldshut

BeitragVerfasst am: Mi März 22, 2017 10:10 am    Titel: Antworten mit Zitat

Sind wir mal ehrlich. Einige große Mitteleuropäische Airlines die MPL ausbilden haben schon immer viele Piloten aus eigener Schmiede angestellt die nie was anderes geflogen haben als die Flieger in der Ausbildung und anschließend Jets. Der Erfahrungshorizont war somit auch früher nicht viel höher und es stand dem Kapitänswerdegang nichts im Weg. Man muss nur aufpassen, dass die Selektion der Piloten sorgfältig geschieht und man nicht am Minimum schult, was die mir bekannten Airlines auch nicht machen. Zusätzlich haben doch eine nicht allzu geringe Anzahl der Flugschüler schon Flugerfahrung, z.B. Segelflug oder PPL und einige führen das auch weiter wenn sie beruflich fliegen.
Ich sehe die Gefahren beim MPL, denen kann man aber leicht begegnen.

Gruß Alex
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gnarlberg
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Anmeldungsdatum: 05.04.2013
Beiträge: 313

BeitragVerfasst am: Mi März 22, 2017 12:18 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Danke,

und der Grund wieso MPLer bisher keine CPT stellen haben liegt schlicht und ergreifend dadran, dass Airlines mit dem nötigen Kleingeld über 1000 Piloten haben und ein stabiles senioritätsprogramm wo man nicht nach 3 Jahren Cpt wird sondern 6-10 jahre wartet.
Ein MPL syllabi genehmigen zu lassen kostet Kraft und Geld, die Airline muss für ein Flugzeug mit zwei Mann cockpit Zulassung , (welches in D nur als Zweimanncockpit zugelassen sein darf) das TR zahlen, bzw in Vorleistung treten.
Also fallen die meisten kleinen Airlines raus wo man ein schnelles upgrade hat, weil diese sich ein MPL Programm nicht leisten können.

zudem hast du beim MPL Programm standards bei Fluglehrern die beim ATPL nicht greifen. Opa Klaus mit IFR CPL kann also nicht mal eben MPL schulen , sondern du brauchst personal mit gewissen Vorraussetzungen, Jetstunden, Multi stunden etc...
Je weiter in der Ausbildung du steckst, desto erfahrener müssen die Lehrer sein. Meiner Erfahrung nach angenehm, wenn du mit Profis fliegst und nicht mit selbsternannten die nur Fluglehrer sind weil sie keinen Job bei einer Airline bekommen und die Frust an den Schülern rauslassen.
_________________
happy
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