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Low-Cost-Airlines - Wie kalkulieren diese...?

 
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Anmeldungsdatum: 21.09.2003
Beiträge: 25
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 23, 2004 9:47 am    Titel: Low-Cost-Airlines - Wie kalkulieren diese...? Antworten mit Zitat

Guten Morgen,

wenn man sich mal fuer eine Beispielkalkulation interessiert, wie Low-Cost-Airlines ihre Flugzeuge einkaufen/leasen/etc. - wo kann man solche einsehen?

Auch wuerde mich mal interessieren, wie die Kalkulation eines Fluges bei denen aussieht.

Generelle Infos, wie bei denen der Preis gedrueckt wird, sind ja bekannt... http://www.airliners.de/special/13_2002/speciald.html Mich wuerden aber mal Zahlen interessieren...

Hintergrund: Die Ankuendigung von AirBerlin-Chef Joachim Hunold ueber die Verhandlung mit Airbus ueber einen Grossauftrag fuer bis zu 70 neue Flugzeuge. Zitat: "Allerdings habe Airbus noch keine wettbewerbsfähigen Konditionen angeboten. Siehe: http://www.airliners.de/news/index.php?article=2323 Hunold spielt damit auf die extrem günstigen Airbus-Angebote für die Billigflieger-Konkurrenten easyJet und Ryanair an.

Schoene gruesse aus Ireland.
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:)
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Anmeldungsdatum: 07.01.2004
Beiträge: 46

BeitragVerfasst am: Mo Feb 23, 2004 3:49 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab mal ein Referat zu dem Thema gehalten. Finde momentan leider nur die Rohfassung aber denke das sollte reichen...


Das Motto der Low-cost-airlines lautet: "no-frills", was soviel bedeutet, wie kein Schnickschnack.

Dieses Motto wird schon bei der Buchung eines Flugtickets deutlich. So erfolgt der Vertrieb der Tickets meist im Internet. Hierdurch ersparen sich die Fluggesellschaften die Provisionen, die beim Verkauf eines Tickets durch ein Reisebüro anfallen sowie die Kosten für Mitarbeiter bei einem Direktverkauf der Tickets durch die Fluggesellschaft.
Bei einigen Airlines ist auch eine telefonische Buchung möglich. Dieser Anruf landet dann meist in einem Call-center und ist kostenpflichtig.
Um Materialkosten zu sparen erhalten die Passagiere nach der Buchung keine Flugtickets sondern nur eine schriftliche Buchungsbestätigung.

Insgesamt lassen sich allein durch diese Maßnahmen schon vor Beginn des Fluges bis zu 23€ pro Passagier sparen.


Während bei den Flugtickets Materialkosten erspart werden, indem man gänzlich darauf verzichtet sind die Boardkarten aus Plastik. Nach dem Boarding müssen diese wieder zurückgegeben werden und können somit auf weiteren Flügen wieder verwendet werden.






Das Motto "no-frills" setzt sich beim Service an Bord fort. Es werden keine kostenlosen Tageszeitungen oder Zeitschriften verteilt und es wird auch sonst auf ein Unterhaltungsprogramm (z.B. Videos oder Musik) verzichtet.
Hungrige Passagiere werden bei einem Flug mit einer Billigairline entweder um einige Euro ärmer oder weiterhin hungrig am Zielflughafen ankommen. Eine kostenlose Verpflegung gehört nämlich nicht zu den Leistungen eines Low-cost-carriers. Getränke und Snacks werden meist zu überteuerten Preisen angeboten.

Des weiteren bieten Billigarilines ihren Kunden auch keine Bonusprogramme, wie andere renommierte Airlines. Es ist den Passagieren nicht möglich durch Flüge Bonusmeilen zu sammeln um irgendwann einen Gratisflug geschenkt zu bekommen. Auch auf den Komfort einer Airport-lounge muss der Kunde einer Billigariline verzichten.

Auch durch organisatorische Aspekte lassen sich die Kosten eines Flugtickets senken. So wird darauf geachtet, dass die Standzeiten der Flugzeuge an den Flughäfen möglichst kurz gehalten werden. Die durchschnittliche Standzeit eines Flugzeuges einer Billigairline beträgt 25 Minuten während andere Linienflugzeuge ungefähr doppelt so lange am Boden verweilen.
Diese kurzen Standzeiten werden u.a. durch ein schnelleres Boarding der Passagiere erreicht. So wird den Passagieren ein Einstig über beide Treppen ermöglicht und durch den Verzicht auf feste Sitzplätze eine weitere Beschleunigung erzielt.
Da keine Verpflegung und keine Zeitungen an Bord verteilt werden kann auch die Reinigung der Maschine knapper ausfallen. Oftmals wird diese oberflächliche Reinigung von den Flugbegleitern und Flugbegleiterinnen durchgeführt, was dazu führt, dass die Airlines auch hier an Personalkosten sparen können.
Insgesamt schaffen es die Billigairlines durch die kurz gehaltenen Standzeiten ein Mal mehr hin und zurück zu fliegen.

Es gibt auch andere Möglichkeiten auf dem Flughafen zu sparen. Statt an einen Finger heranzufahren stehen die Billigairlines meist auf etwas abseits gelegenen und somit günstigeren Außenpositionen.
Auch die Flughafenauswahl spielt eine entscheidende Rolle. So wird, um Kosten zu sparen z.B. der 100 km von Frankfurt a.M. gelegene Flughafen Hahn angeflogen. In Großbritannien wird der Flughafen London-Standsted vor dem Flughafen Heathrow bevorzugt. Die richtige Flughafenauswahl ermöglichte eine Ersparniss an Start- und Landegebühren, Standgebühren sowie Sicherheitsgebühren.

Weitere Einsparungen ergeben sich durch technische Aspekte. So fliegen die meisten Billigairlines mit Flugzeugen des Herstellers Boeing statt mit den Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen von Airbus. Dies liegt einerseits an dem günstigeren Anschaffungspreis, andererseits aber auch an der Tatsache, dass durch die größere menge an Boeing-Flugzeugen weltweit auch die Beschaffung von Ersatzteilen leichter und günstiger ist.
Meist setzten die Billig-Flug-Gesellschaften auch nur auf ein Flugzeugmuster. So bestehen die meisten Flotten aus dem Typ Boeing 737. Durch die Beschränkung auf einen Typ können bis zu 20% Kosten bei der Wartung der Flugzeuge und dem Training der Crew gespart werden. Dies führt auch dazu, dass meist alle Piloten auf allen Strecken einsetzbar sind und somit weniger Piloten eingestellt werden müssen.
Zudem werden die Verkehrsflugzeugführer dazu angehalten möglichst sparsam zu fliegen. D.h. mit einer möglichst geringen Steigrate zu steigen, langsamer und in größeren Höhen zu fliegen.
Des weiteren ist ein Flugzeug einer Billigairline durchschnittlich 12 Stunden in der Luft (Zum Vergleich: Bei einer herkömmlichen Fluggesellschaft sind es 9 Stunden).
Auch im Innenausbau eines Flugzeuges lässt sich Gewinn machen. Billigairlines setzen auf eine möglichst enge Bestuhlung. So passen in einen Billigflieger durchshnittlich 15% mehr sitze als in ein Flugzeug gleichen Musters einer normalen Airline. Auch hier zeigt sich wieder das Prinzip "no-frills". Um kosten zu sparen wird auch gerne mal am Komfort der Passagiere gespart.
Auch bei der Crew kann gespart werden. So liegen die Gehälter der Piloten und Flugbegleiter unter denen der herkömmlichen Airlines. Auch die Spesen bei einem Aufenthalt in einer fremden Stadt sind niedriger. Zudem kann auch durch eine veränderte Hotelauswahl gespart werden.



Auf einem Flug innerhalb Europas schaffen es die Low-cost-carrier durch all diese Maßnahmen bis zu 67€ pro Passagier einzusparen.

Natürlich gibt es auch Grenzen im Preiswettbewerb, d.h. Faktoren, die ein beliebiges Senken der Flugpreise unter Beibehaltung der Wirtschaftlichkeit eines Fluges unmöglich machen. Billig-Fluggesellschaften, die einem großen Konzern haben größere Möglichkeiten die Preise, auch ohne Kostendeckung immer weiter zu senken. Dies ist auch Ryanair möglich, die ihre Verlust bringenden Strecken durch die Gewinne aus ihrem Stammgeschäft in Großbritannien und Irland subventionieren können.





Der größte Nachteil an einem Flug mit Billigairlines ergibt sich direkt aus deren Konzept "no-frills".
Der Passagier hat somit auf seiner Reise keinen Komfort zu erwarten.
Durch die Lage der Flughäfen weit außerhalb der Städte ist oftmals eine lange Anreise erforderlich. Diese ist nicht nur zeitaufwendig sondern verursacht weitere Kosten, die von den Passagieren beim Kauf der Flugtickets oft noch nicht berücksichtigt wurden.
Für Spontanreisende sind die Billig-Flug-Gesellschaften ganz und gar nicht geeignet. Ein Ticket ist meist nur dann günstig, wenn es schon Monate im Voraus gebucht wurde. Je näher das Abflugdatum rückt, desto höher sind auch die Preise Für ein Flugticket. Meist sind die Preise kurz vor Abflug auch um ein Vielfaches teurer als ein Ticket bei einer renommierten Fluggesellschaft.
Zu beachten ist auch, dass nicht alle Tickets für einen Flug günstig sind. Bei HLX werden durchschnittlich nur neun von 144 Sitzen, d.h. 6,3% des Gesamtvolumens pro Flug, zu einem günstigen Preis angeboten. Der Rest der Sitzplätze wird dann zu einem Preis angeboten, der annähernd dem bei einer normalen Fluggesellschaft entspricht.
Zudem sollte man beachten, dass in den Werbeangeboten meist noch nicht die Sicherheits- und Landegebühren beinhaltet sind. So kann auch einem Angebot von 9€ schon mal ein Preis von 40€ werden.

In den USA hat sich gezeigt, dass die meisten Passagiere bereit sind für etwas mehr Komfort auch etwas mehr zu bezahlen. Bleibt also abzuwarten wie die Entwicklung in Europa abläuft.

[....]

Wie oben bereits erwähnt soll es nun eine Kosten- Einnahmengegenüberstellung geben.

Der Inhaber der Germania der Herr Hinrich Bischof hat diese Zahlen für eine Boeing 737-800
Einmal zur Verfügung gestellt.

Kosten pro innerdeutsche Flugstunde in Euro:

Landegebühren: -3100

Flugsicherung: -800

Kerosin: -600

Sicherheitsgebühren: -500

Allg. Technikkosten: -400

Kosten für Personal +
Abschreibung: -1300

= -6700

Bei einer Auslastung von zwei dritteln, also ca. 110 Verkauften Sitzplätzen hat man bei einem Ticketpreis von 100, Einnahmen von 11000.

+11000

Buchungsgebühren: -2800

= +1500

Es bleiben also unterm Strich 1500 Euro Gewinn übrig.
Dies zeigt eindeutig, dass ein Preis ab ca. 70 Euro realistisch sein kann. Alles was darunter liegt deckt nur die Kosten, wenn andere Sitzplätze entsprechend teurer verkauft werden.

[...]
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NYC
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Anmeldungsdatum: 21.09.2003
Beiträge: 25
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BeitragVerfasst am: Di Feb 24, 2004 8:02 am    Titel: Antworten mit Zitat

@ Smile

Die Zahlen sind mal ein Anhaltspunkt, mit welchen Kosten diese Carrier zu kaempfen haben! Danke!!


Werd mal versuchen, bei verschiedenen FLugzeugherstellern Zahlen zu bekommen. Keine Ahnung wie offen die mit diesen umgehen. Denn Eines kaufen/leasen will ich ja nicht!

Gruss,
NYC
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PMorgel
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Anmeldungsdatum: 04.10.2003
Beiträge: 280

BeitragVerfasst am: Mi März 03, 2004 10:03 am    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

Ich habe ein vergleich der kosten zwischen Boeing und Airbus im mittelstreckeneinsatz.
anschaffung/leasing/sprit/handlingkosten/wartung u.s.w.

das gabnze ist im 'visio' format, ich kanns mangels der software und vor allem ohne windows nicht öffnen.

wennde haben willst, kann ichs dir mailen.
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PMorgel
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Anmeldungsdatum: 04.10.2003
Beiträge: 280

BeitragVerfasst am: Fr März 05, 2004 11:36 am    Titel: Antworten mit Zitat

habe das file nun doch aufbekommen:


die preise für A318,319,320,321 in klammer, sind die dumping preise.
sprich, airbus verkauft das flugzeug unter dem preis, der verlust wird duch EU zuschüssen gedeckt.

A300-600R 119.6 Mil.
A300-600ST (Beluga) 70 Mil.
A310-200 145 Mil.
A310-300 106 Mil.
A318 (25.5 Mil) 36 Mil.
A319 (38 Mil.) 55.9 Mil.
A319CJ 36Mil.
A320-200 (48 Mil) 59.6 Mil
A321-200 (54 Mil) 72.5 Mil.
A330-200 142.6 Mil.
A330-300 159 Mil.
A340-300 172.3 Mil
A380-800 274.5 Mil.
A380-800F 230 Mil.

B707-320B 51 Mil.
B717-200 33 Mil.
B737-800 56 Mil.
B747-400ER 183 Mil.
B747-400XQLR 183 Mil.
B747-400XQLRF 183 Mil.
B757-200 73 Mil.
B767-300ER 96 Mil.
B767-400ER 132.5 Mil.
B777-200142 Mil.
B777-200ER 161 Mil.
B777-300 151 Mil.
B777-200LR 186 Mil.
B777-300ER 202 Mil.

alle preise in US$
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Lucas_aus_Köln
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Anmeldungsdatum: 31.01.2004
Beiträge: 183

BeitragVerfasst am: Fr März 05, 2004 11:56 am    Titel: Antworten mit Zitat

hab heute geburtstag, daher habe ich mich kurzfristig dazu entschlossen meine privatflotte rundum zu erneuern. ich nehme einen A330-300, einen A380-800 und zu guter letzt noch eine B777-300ER! Very Happy

gesamtbetrag bitte hier abbuchen ArrowThe Central Bank of The Bahamas Very Happy Cool


achja, einfach vor der haustür abstellen, schicke dann jemanden raus, der die dinger abholt, aber bitte vollgetankt Very Happy Cool
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