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aleker Bruchpilot

Anmeldungsdatum: 20.03.2026 Beiträge: 2
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Verfasst am: Mi Jul 01, 2026 8:13 pm Titel: Erfahrungsbericht LHGAC 06/2026 |
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Liebes Forum,
heute moechte ich meine Erfahrungen beim LHGAC in Hamburg mit euch teilen. Mein Termin fand im Juni statt.
Vorbereitet habe ich mich direkt nach der Terminbuchung. Insgesamt hatte ich etwa vier Wochen Zeit. Besonders intensiv habe ich mich mit dem Interview, dem Multitaskingtest und dem Psychomotoriktest beschaeftigt. Dafuer habe ich Easy Flight Training genutzt und ausserdem die Fragen aus dem EFT Community Handbuch mehrfach durchgearbeitet. Auf das Gruppenspiel habe ich mich nicht gezielt vorbereitet, da ich nicht wirklich wusste, wie man das sinnvoll ueben kann.
Am Auswahltag selbst war ich im Motel One untergebracht, sodass der Weg zu Interpersonal sehr kurz war. Ich trug einen blauen Anzug mit Krawatte. In der Lobby bei Interpersonal traf nach und nach unsere Gruppe ein. Wir waren an diesem Tag nur vier Teilnehmer fuer das LHGAC und haben uns von Anfang an sehr gut verstanden. Die Stimmung war angenehm und der Zusammenhalt in der Gruppe war direkt spuerbar. Nach kurzer Wartezeit wurden wir abgeholt und in den Wartebereich im ersten Stock gebracht. Dort gab es Getraenke und belegte Broetchen. Kurz nach 9 Uhr wurden wir gemeinsam in den Interviewraum gerufen. Das Auswahlteam bestand aus einem Auswahlkapitaen und einem Psychologen. Beide stellten sich vor und erklaerten den Tagesablauf.
Die Interviews fanden alphabetisch statt, weshalb ich als Dritter an der Reihe war. Waehrend die anderen im Interview waren, konnte ich bereits den Psychomotoriktest und den Multitaskingtest absolvieren. Feste Pausenzeiten gab es nicht, aber nach jeder Testphase blieb genug Zeit, um kurz durchzuatmen, etwas zu essen oder zu trinken.
Mein erster Test war der MOZARD-Test. Fuer mich war er gut machbar und insgesamt sogar recht angenehm. Wer Erfahrung mit MSFS hat, duerfte hier keine groesseren Probleme haben. Da ich bereits die BQ fuer Condor gemacht hatte, kam mir der Test ausserdem in aehnlicher Form bekannt vor. Zur Vorbereitung kann ich Easy Flight Training wirklich empfehlen. Danach folgte der Multitaskingtest. Auch hier hat mir die Vorbereitung mit Easy Flight Training sehr geholfen. Mit entsprechender Uebung ist dieser Test gut machbar und kann sogar Spass machen.
Anschliessend war ich mit dem Interview an der Reihe. Es dauerte etwa 45 Minuten, fuehlte sich fuer mich aber deutlich kuerzer an. Ich war ueberraschend nervoes, deutlich nervoeser, als ich es erwartet hatte. Rueckblickend war mein groesstes Problem, dass ich mich zu stark auf moegliche Fragen vorbereitet hatte. Dadurch hatte ich zwar viele Antworten im Kopf, wurde aber unsicher, sobald sehr individuelle Fragen gestellt wurden, auf die ich keine vorbereitete Antwort hatte. Der erste Teil mit den Fragen des Auswahlkapitaens war fuer mich noch angenehm und gut zu bewaeltigen. Als der Psychologe spaeter tiefergehende Fragen stellte, merkte ich jedoch, dass ich zu schnell und teilweise unueberlegt antwortete. An einigen Stellen verhaspelte ich mich und nahm mir nicht genug Zeit, meine Gedanken sauber zu ordnen. Als das Gespraech vorbei war, ging ich mit einem gemischten Gefuehl heraus.
Danach folgte das Gruppenspiel. Die Einweisung war recht umfangreich und ich war zu Beginn mit den vielen Regeln etwas ueberfordert. Das Ziel des Spiels habe ich nicht sofort verstanden. Damit war ich allerdings nicht allein, denn den anderen ging es aehnlich. Unsere Gruppe war insgesamt sehr ausgewogen. Niemand hat dominiert und niemand war komplett zurueckhaltend. Trotzdem war ich gerade am Anfang etwas verunsichert, weil ich keine unueberlegten Beitraege leisten wollte, bevor ich die Aufgabe richtig verstanden hatte. Dadurch habe ich mich zu Beginn nicht ausreichend eingebracht.
Wir haben das Ziel innerhalb der vorgegebenen Zeit nicht erreicht. Das ist aber auch nicht unbedingt der entscheidende Punkt. Es geht vor allem darum, wie man im Team arbeitet, wie man mit komplexen Aufgaben umgeht und wie man sich in die Gruppe einbringt. Auch aus diesem Teil ging ich mit gemischten Gefuehlen heraus.
Zum Abschluss gab es das Feedbackgespraech. Am Anfang des Tages bekommt man einen Reflexionsbogen, den man waehrend des Tages ausfuellen und spaeter mit ins Gespraech nehmen kann. Ich habe zunaechst meine positiven Punkte genannt. Dazu gehoerten aus meiner Sicht mein technisches Wissen und meine Motivation. Danach habe ich aber auch offen angesprochen, was nicht gut lief. Vor allem meine Unsicherheit im Interview und im Gruppenspiel sowie die Tatsache, dass ich die Gruppenaufgabe anfangs nicht vollstaendig verstanden hatte. Interessanterweise wurden mir genau diese Punkte im Feedback bestaetigt. Der Auswahlkapitaen und der Psychologe sagten, dass mein technisches Wissen gut war und ich meine Motivation ueberzeugend erklaeren konnte. Gleichzeitig wurde aber auch deutlich angesprochen, dass ich sichtbare Schwierigkeiten hatte, eine komplexe Gruppenaufgabe strukturiert abzuarbeiten und mich dabei ausreichend einzubringen.
Damit war der Tag beendet. Die Atmosphaere war ueber den ganzen Tag sehr angenehm und besonders der Kapitaen war sehr sympathisch. Trotzdem konnte ich nach dem Tag ueberhaupt nicht einschaetzen, wie es gelaufen war. Den anderen ging es aehnlich. Wir warteten aufeinander und gingen anschliessend gemeinsam. Je laenger ich ueber den Tag nachdachte, desto schlechter wurde mein Gefuehl, weil mir immer mehr Situationen einfielen, in denen ich nicht so aufgetreten war, wie ich es mir vorgenommen hatte.
Nach langen fuenf Werktagen kam das Ergebnis. Leider habe ich nicht bestanden. Aus unserer Gruppe hat es eine Person von vier geschafft. Am Tag der Ergebnisverkuendung war ich ehrlich gesagt fix und fertig. Es hat ein paar Tage gedauert, bis ich die Nachricht verarbeitet hatte und wieder Motivation fand, mich mit alternativen Ausbildungswegen zu beschaeftigen.
Mein Fazit ist deshalb sehr klar: Bereitet euch vor, aber uebertreibt es nicht, vor allem nicht beim Interview. Zu viele vorbereitete Antworten koennen dazu fuehren, dass man unsicher wird, sobald eine Frage anders gestellt wird als erwartet. Beschaeftigt euch lieber ehrlich mit eurer Motivation, euren Staerken und Schwaechen und damit, warum ihr zur EFA wollt. Alles Weitere sollte im Gespraech moeglichst natuerlich und spontan kommen.
Nehmt euch im Interview Zeit fuer eure Antworten. Auch wenn eine kurze Stille unangenehm ist, ist es besser, ruhig nachzudenken und dann ueberlegt zu antworten, statt einfach loszureden.
Fuer das Gruppenspiel kann man sich nur begrenzt vorbereiten. Wichtig ist, bei der Einweisung sehr aufmerksam zu sein, Vorschlaege einzubringen und seine Gedanken klar zu erklaeren. Die Beitraege muessen nicht perfekt sein. Entscheidend ist, dass man sich aktiv beteiligt, ohne die Gruppe zu dominieren. Achtet darauf, dass alle zu Wort kommen und dass ihr gemeinsam an einer Loesung arbeitet. Ich habe zu lange ueber die komplexe Aufgabenstellung nachgedacht und mich zu wenig aktiv an der Loesungsfindung beteiligt. Zusammen mit meinen Schwaechen im Interview hat mich das am Ende vermutlich den Tag gekostet.
Ich beschaeftige mich nun mit anderen Ab-initio-Programmen und versuche, an mir selbst zu arbeiten. Auch wenn ein sehr interessanter Weg ins Cockpit fuer mich jetzt erst einmal gesperrt ist, gebe ich mein Ziel und meinen Kindheitstraum nicht auf. |
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flapfail Goldmember

Anmeldungsdatum: 23.03.2008 Beiträge: 6959 Wohnort: OGLE-2005-BLG-390Lb  |
Verfasst am: Do Jul 02, 2026 7:47 am Titel: |
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Eines ist klar: Nur die am Besten vorbereiteten werden genommen. Man muss auch das Interview "ueben". Nur dann hat man eine (wenn auch geringe) Chance, genommen zu werden. Ich spreche aus eigener Erfahrung _________________ **Happy landings** |
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