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Ausbildungsanfang im Sommer 2021

 
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crocboum
Bruchpilot
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Anmeldungsdatum: 02.03.2020
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Mi Jun 03, 2020 5:28 pm    Titel: Ausbildungsanfang im Sommer 2021 Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

Mein Traum ist es Pilot zu werden, und da ich nun frisch 17 geworden bin mache ich mir langsam ordentlich Gedanken, wie ich das nun anstellen will. Corona macht jetzt natürlich die Situation nicht einfacher was Pilotenbedarf in den nächsten Jahren angeht.

Ich versuche im Moment, mich viel mit der Industrie und den Aussichten für die nächsten Jahre zu beschäftigen, aber es ist natürlich schwierig konkrete Aussagen zu finden - kann ja im Moment niemand wirklich machen.

Ich mache nächsten Sommer mein Abi und der Plan war ursprünglich, danach eine Ausbildung anzufangen. Zum einen stellt sich jetzt die Frage, ob das realistisch ist, ob es überhaupt Chancen gibt, einen Platz bei einer guten Flugschule zu bekommen (sehr cool wäre natürlich EFA oder TFC mit Condor), und wer weiß, ob in 3 Jahren neue Piloten gesucht werden. Ich sehe es so, dass es grundsätzlich trotzdem möglich ist, nächsten Sommer eine Ausbildung anzufangen, aber bei den Airlines sicher nicht leicht wird und auf dem privaten Weg deutlich mehr Risiko mit sich bringt.

Ich will natürlich sobald wie möglich anfangen zu fliegen, statt einem Studium o.ä., aber ich sehe jetzt auch ein, dass ein Studium gerade jetzt sehr hilfreich sein könnte. Ich schätze, die ganze Situation hängt davon ab, wie schnell sich die Welt und vor Allem die Luftfahrtbranche von der Pandämie erholt.

Würde mich über Kommentare/Meinungen/Tipps o.ä. freuen Very Happy
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AsPilot
Captain
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Anmeldungsdatum: 14.08.2018
Beiträge: 228

BeitragVerfasst am: Mi Jun 03, 2020 6:26 pm    Titel: Re: Ausbildungsanfang im Sommer 2021 Antworten mit Zitat

crocboum hat folgendes geschrieben:
Ich sehe es so, dass es grundsätzlich trotzdem möglich ist, nächsten Sommer eine Ausbildung anzufangen, aber bei den Airlines sicher nicht leicht wird und auf dem privaten Weg deutlich mehr Risiko mit sich bringt.

Ich will natürlich sobald wie möglich anfangen zu fliegen, statt einem Studium o.ä., aber ich sehe jetzt auch ein, dass ein Studium gerade jetzt sehr hilfreich sein könnte. Ich schätze, die ganze Situation hängt davon ab, wie schnell sich die Welt und vor Allem die Luftfahrtbranche von der Pandämie erholt.


Klingt gut, sehe ich auch so!
Auf neue EFA Kurse kann man, meiner Meinung nach, in den nächsten Jahren nicht hoffen - gerade auch angesichts der angekündigten Sparmaßnahmen und massiven Flottenreduktionen in allen Airlines. Condor wird auch erstmal Zugriff auf beliebig viele Ready Entries haben.

Trotzdem bin ich mir sicher, dass sich der Luftfahrtmarkt früher oder später erholen wird. Es kann auch sein, dass man, wenn man 2021 anfängt und 2023 fertig wird, wieder gerade richtig kommt - das weiß vorher halt niemand, das ist ja das Risiko bei privaten Ausbildungen.
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Chillaxter
Captain
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Anmeldungsdatum: 10.08.2013
Beiträge: 83

BeitragVerfasst am: Do Jun 04, 2020 10:48 am    Titel: Re: Ausbildungsanfang im Sommer 2021 Antworten mit Zitat

crocboum hat folgendes geschrieben:
Hallo zusammen,

Mein Traum ist es Pilot zu werden, und da ich nun frisch 17 geworden bin mache ich mir langsam ordentlich Gedanken, wie ich das nun anstellen will. Corona macht jetzt natürlich die Situation nicht einfacher was Pilotenbedarf in den nächsten Jahren angeht.

Ich versuche im Moment, mich viel mit der Industrie und den Aussichten für die nächsten Jahre zu beschäftigen, aber es ist natürlich schwierig konkrete Aussagen zu finden - kann ja im Moment niemand wirklich machen.

Ich mache nächsten Sommer mein Abi und der Plan war ursprünglich, danach eine Ausbildung anzufangen. Zum einen stellt sich jetzt die Frage, ob das realistisch ist, ob es überhaupt Chancen gibt, einen Platz bei einer guten Flugschule zu bekommen (sehr cool wäre natürlich EFA oder TFC mit Condor), und wer weiß, ob in 3 Jahren neue Piloten gesucht werden. Ich sehe es so, dass es grundsätzlich trotzdem möglich ist, nächsten Sommer eine Ausbildung anzufangen, aber bei den Airlines sicher nicht leicht wird und auf dem privaten Weg deutlich mehr Risiko mit sich bringt.

Ich will natürlich sobald wie möglich anfangen zu fliegen, statt einem Studium o.ä., aber ich sehe jetzt auch ein, dass ein Studium gerade jetzt sehr hilfreich sein könnte. Ich schätze, die ganze Situation hängt davon ab, wie schnell sich die Welt und vor Allem die Luftfahrtbranche von der Pandämie erholt.

Würde mich über Kommentare/Meinungen/Tipps o.ä. freuen Very Happy



Hey, das hängt wirklich sehr stark von deiner persönlichen Situation auch in Bezug auf deine finanziellen Möglichkeiten ab.

Ich stand nach dem Abi vor der gleichen Situation. Die Luftfahrt war im Keller, Flugschulen haben geraten man sollte genau jetzt in der schlechten Phase anfangen, dann ist man genau dann fertig wenns wieder nach oben geht. Ob das geklappt hätte kann ich dir leider nicht sagen. Ich kann aber auch jeden verstehen, der nach dem Abi unbedingt und so schnell wie möglich ins Cockpit möchte. Es gibt sicher auch Erfolgsstorys von Leuten die mit 20 oder 21 das erste mal den A320 gelandet haben. Beachte aber, dass dieser Weg mit einem hohen Risiko verbunden ist. Selbst wenn du die Ausbildung bei EFA oder sonstwo machst. In den vergangenen Jahren hat die Lufthansa ihre Flugschüler oft mit enormen Wartezeiten vertröstet.

Ich hab mich letztendlich dagegen entschieden, weil mir das Risiko nach der Ausbildung keinen Job zu finden, aber einen Haufen Schulden zu haben nicht geheuer war. Also habe ich zunächst eine Ausbildung gemacht und es dann nochmal versucht. Es hat dann sogar zur (Vor)-finanzierten Ausbildung bei einer Airline geklappt und ich bin jetzt in Zeiten von Corona wirklich froh, dass ich vor der Pilotenausbildung noch eine andere Ausbildung gemacht hab.

Stell dir einfach vor du stehst mit 21 oder 22 nach der Pilotenausbildung dar, findest keinen Job, hast Schulden bei der Bank oder deiner Familie und während deine Freunde alle so langsam mit dem Studium fertig werden, fängst du gerade erst damit an oder musst dich mit anderen Jobs über Wasser halten, bis du einen Job in der Luftfahrt findest.

Mach dir Gedanken über die Option nach der Schule eine Ausbildung/ ein Studium zu machen und danach die Pilotenausbildung zu starten. Lufthansa geht davon aus, dass 2023 immer noch 100 Flugzeuge weniger in der Luft sind, als vor Corona. Es wird sicher irgendwann wieder anziehen, aber es wird dauern und wenn du nächstes Jahr Abi machst, hast du noch Zeit.

Eine Ausbildung/Studium hätte zusätzlich den Vorteil, dass du eine Absicherung hast, falls medizinisch etwas während deiner Karriere vorfallen sollte und du nicht mehr fliegen kannst. Gleichzeitig sind deine Karriere und Verdienstchancen höher. Denn langfristig werden die Pilotengehälter eher sinken, als wieder die goldenen LTU-Zeiten erreichen.

Beste Grüße

PS: Solltest du dich für den Weg mit Studium/ Ausbildung entscheiden, würde ich dir trotzdem Raten auf eigene Faust mal einen Medical zu machen um einfach sicher zu sein, dass da nicht doch irgendwas im Verborgenen liegt
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flapfail
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Anmeldungsdatum: 23.03.2008
Beiträge: 6542
Wohnort: OGLE-2005-BLG-390Lb

BeitragVerfasst am: Do Jun 04, 2020 11:23 am    Titel: Re: Ausbildungsanfang im Sommer 2021 Antworten mit Zitat

Chillaxter hat folgendes geschrieben:
Lufthansa geht davon aus, dass 2023 immer noch 100 Flugzeuge weniger in der Luft sind, als vor Corona. Es wird sicher irgendwann wieder anziehen, aber es wird dauern


Nicht zu vergessen, dass mindestens 1000 Flugschüler bei der EFA in allen möglichen Ausbildungsphasen stecken, und auch auf einen Job warten.

Bis 2023 wird aber kaum einer von denen einen Job in der LH Group bekommen, da selbst bei Lufthansa durch die Stillegung von 200-300 Flugzeugen in den nächsten 2 Jahren einen Überhang von mindestens 2.000 Piloten hat, welche - hoffentlich - nicht einem Sozialplan zum Opfer fallen müssen, damit LH überhaupt überlebt. Embarassed
Solange auch nur ein Pilot einem Sozialplan zum Opfer fällt, wird kein neuer eingestellt werden, solange nicht wieder alle "alten" ein Job haben.

Selbst wenn 500 Piloten bei LH in den Ruhestand gehen (können) , bleiben noch immer zuviele Piloten rechnerisch über, die man in dieser Zeit nicht benötigt.
Man hört dass die Gespräche mit den Gewerkschaften zu diesem Thema zunehmend schwieriger werden Rolling Eyes

Die Zeiten werden nicht einfacher, wenn man sich auch noch die Meldungen, welche die Branche betreffen, durchliest.

zb

https://www.aero.de/news-35677/Tage-der-Lufthansa-im-Dax-sind-wohl-gezaehlt.html
_________________
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Pawly
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Anmeldungsdatum: 29.10.2019
Beiträge: 49
Wohnort: Riga

BeitragVerfasst am: Fr Jun 05, 2020 2:57 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist aktuell eine unglaublich schwierige Zeit und ich habe mich relativ ausführlich mit dem Thema beschäftigt, da ich wirklich relativ kurz davor stehe, entweder eine Ausbildung anzufangen, oder eben nicht. Deshalb kam Corona für mich sehr unpassend (wie für viele andere auch) und man muss selbst abwägen, was man nun tun möchte.

Die EFA und auch das TFC-Condor Programm werden vermutlich erstmal beide nix. Während die EFA, oder zumindest der MPL Weg, bis Ende 2020 pausiert ist, wo es dann keine Auswahlverfahren gibt, werden nach der Pause natürlich erstmal die Leute getestet, die vorher schon einen Termin hatten, der abgesagt wurde. Diese Termine wurden im Februar bereits für August 2020 vergeben, also ein halbes Jahr im Voraus. Bedeutet also, dass wenn es so im November 2020 wieder losgeht, erstmal bis Mai alle Leute durchgeschleust werden müssen, die sich vorher schon beworben haben. Heisst du bekommst frühestens im Mai 2021 einen Termin für die BQ und das ist schon wirklich sehr optimistisch gedacht, da der Ansturm nach so einer Pause nicht zu unterschätzen ist. Realistisch wäre eine BQ daher eher so Ende 2021 - und da weisst du nichtmal, ob du den Job bzw. die Ausbildung überhaupt bekommst, denn du musst ja noch die FQ und das Interview bestehen.
Nachdem du das alles + Ausbildung geschafft hast, stehst du dann vor einer stark abgespeckten LH mit wahnsinnig vielen ausgebildeten Piloten, die alle ins Cockpit wollen - und ob das dann bei dir was wird, tja, die Wahrscheinlichkeit ist wohl eher gering. Positiv an der Ausbildung wäre dann, dass sie qualitativ sehr hochwertig ist und du keine Zinsen zahlen musst. Nur hast du eben nicht dieses Erfolgserlebnis wie vor Corona, dass du mit einer relativ guten Chance ins beliebte Traumcockpit der LH kommst, sondern dich selbst um einen Job kümmern musst.

Bei Condor ist es noch schlimmer, dazu gibt es gerade gar keine Infos. Condor hatte ja vorher schon massive Probleme, die Ausbildungsseite hat immrnoch Termine mit 2019 dort stehen und eine Antwort auf seine Bewerbung bekommt man auch nicht. Dazu die gescheiterte Übernahme von LOT. Ich sehe die Chancen da deshalb auch eher schlecht, wobei auch hier die Ausbildung an einer schönen Flugschule stattfinden würde, was du aber auch privat machen könntest, ist dann natürlich aber auch riskanter.

Meine Meinung dazu ist relativ klar: Wenn es dein Traum ist, mach es, aber vor allem nicht einfach blind. Informiere dich dazu, guck was du machen willst, bau viele Pläne auf auf die du dann zurückgreifen kannst und versuche einige Dinge schonmal im Voraus zu planen. So ist es in meinem Fall zum Beispiel so, dass ich bereits 5 Jahre als Aushilfe im Einzelhandel habe und zumindest quer irgendwo einsteigen könnte, damit mich mein Kredit nicht einfach auffrisst nach der Ausbildung.
Ausserdem solltest du drüber nachdenken deinen Medical, wie andere schon sagen, selbst zu finanzieren. Die Chancen stehen hoch, dass du das sowieso musst, da Ab Initios bei Airlines aktuell kaum möglich sind. Deshalb einfach vorher mal machen und gucken, ob du überhaupt tauglich bist. Denn solltest du das nicht sein, hat sich das Thema ohnehin schon erübrigt.

Last but not least: Fang nicht wild irgendwas an, wozu du keine Lust hast. Ein Studium fängt man auch nicht mal eben so an, da muss man schon mit Überzeugung und Begeisterung ran, das ist immer wichtig. Man kann sich vorher ein Standbein aufbauen aber wenn du jetzt 3 Jahre studierst und dann 3 Jahre nicht in dem Beruf arbeitest weil du ne Pilotenausbildung machst, tja, dann wird es auch schwierig in dem studierten Beruf Arbeit zu finden, da du bis dahin sicher die Hälfte wieder vergessen hast. Man muss nach seinem Studium relativ zügig Praxiserfahrung sammeln.
Eine Möglichkeit wäre daher, zu studieren und direkt danach anzufangen zu arbeiten. Nebenbei könntest du modular deinen PPL, dann CPL und irgendwann ATPL machen - so würdest du keine Zinsen auf deinen Kredit zahlen, würdest Geld verdienen und könntest individuell, ohne Zeitdruck, deinen Weg planen - allerdings kostet modular am Ende auch immer mehr Geld, vermutlich deutlich mehr, als das, was du bei ner Ab Initio an Zinsen zahlen würdest.

Was in 3 Jahren passiert, weiss niemand. Ich denke aber, Jobs wird es immer geben und sollte es auf ner Postmaschine irgendwo im australischen Outback sein.. als Pilot geht man heutzutage ein grosses Risiko ein, bei dem man sehr flexibel und offen sein muss. Das muss einem bewusst sein. Wenn man nur in nen glamourösen Jet steigen möchte und mit seiner Uniform durch den Flughafen laufen will, tja, dann ist das eventuell der falsche Weg. Wenn man aber bereit ist viel zu investieren, überall zu fliegen und sich generell für jegliche Art von Luftfahrt begeistern kann, dann bin ich zuversichtlich, dass man in dem, was man macht, erfolgreich sein wird. Und diesen Weg werde ich persönlich (sollten meine aktuellen letzten Pläne nicht klappen) gehen - und das hoffentlich erfolgreich.

Ich kann dir dazu sonst nochmal raten, dich bei pprune einzulesen:
https://www.pprune.org/professional-pilot-training-includes-ground-studies/631062-becoming-pilot-after-covid-19-a.html
Hier wird das Ganze gut und interessant diskutiert, auch wenn die Fakten oftmals schmerzhaft sind.

Ich wünsche dir viel Erfolg in deinem Berufswunsch bzw. Traum und wünsche jedem, der es trotz der Situation angehen möchte, nur das beste.
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crocboum
Bruchpilot
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Anmeldungsdatum: 02.03.2020
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Sa Jun 06, 2020 7:45 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Danke euch allen für die hilfreichen Antworten!

Da ich sowieso noch Zeit habe, bin ich jetzt natürlich nicht im Entscheidungsstress, aber dass mit den BU/GQ Terminen ist natürlich blöd :/.

Ich bin jetzt auf den Gedanken gekommen, dass ein duales Studium auch eine gute Lösung sein könnte, man hätte durch die längere Zeit bis zum Abschluss und der Lizenz mehr Zeit, in der sich die Luftfahrt erholen kann und kommt dann eventuell zu einer deutlichen besseren Zeit auf den Markt, wenn sich die Luftfahrt wieder voll aufgefangen hat und die Chancen vielleicht auch schon wieder etwas besser aussehen.

Dazu hätte man gleichzeitig ein zweites Standbein mit dem Bachelor of Engineering, damit kann man beim Verlust des Medicals oder so ja trotzdem ordentlich Karriere machen. Vorteil dabei ist außerdem, dass man nicht 3-4 Jahre vor der Pilotenausbildung "warten" muss, bis das Studium um ist, sondern dass sie gleich als Bestandteil absolviert wird.

Ich muss mich dazu jetzt erstmal mehr informieren, bisher habe ich jetzt die EFA mit ILST gesehen und die RWL hat auch 3 Studiengänge mit ATPL ab initio im Angebot. Könnte jetzt natürlich blöd sein mit der EFA wenn man das Auswahlverfahren nicht for der Anmeldefrist fürs Studium absolvieren kann. Soweit ich weiß soll die RWL aber auch eine ganz korrekte Schule sein, und da hat man ja außerdem mehrere Optionen. Einziger wirklicher downgrade wäre dabei die Jobsicherheit nach der Ausbildung, wobei dass bei der EFA ja auch nicht 100% garantiert ist, oder irre ich mich da?
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AsPilot
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Anmeldungsdatum: 14.08.2018
Beiträge: 228

BeitragVerfasst am: Sa Jun 06, 2020 8:59 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, das große Downgrade ist vor allem, dass du die Ausbildung selbst vorab bezahlen musst. Bei der EFA kannst du ja das Stundungsmodell in Anspruch nehmen und die Ausbildung nach Einstellung über dein Gehalt bezahlen. Das Risiko ist ein völlig anderes.

Die Jobsicherheit ist bei der EFA auch nicht "garantiert", aber doch um einiges höher als auf einer privaten Schule (wenn du kein Angebot der LH Group bekommst, musst du wahrscheinlich die Ausbildung auch nicht vollständig oder gar nicht bezahlen). Leider würdest du dieses Jahr bei der EFA aber definitiv weder im ATPL noch im MPL Zweig dual anfangen können.
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Pawly
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Anmeldungsdatum: 29.10.2019
Beiträge: 49
Wohnort: Riga

BeitragVerfasst am: Sa Jun 06, 2020 10:25 pm    Titel: Antworten mit Zitat

crocboum hat folgendes geschrieben:
Danke euch allen für die hilfreichen Antworten!

Da ich sowieso noch Zeit habe, bin ich jetzt natürlich nicht im Entscheidungsstress, aber dass mit den BU/GQ Terminen ist natürlich blöd :/.

Ich bin jetzt auf den Gedanken gekommen, dass ein duales Studium auch eine gute Lösung sein könnte, man hätte durch die längere Zeit bis zum Abschluss und der Lizenz mehr Zeit, in der sich die Luftfahrt erholen kann und kommt dann eventuell zu einer deutlichen besseren Zeit auf den Markt, wenn sich die Luftfahrt wieder voll aufgefangen hat und die Chancen vielleicht auch schon wieder etwas besser aussehen.

Dazu hätte man gleichzeitig ein zweites Standbein mit dem Bachelor of Engineering, damit kann man beim Verlust des Medicals oder so ja trotzdem ordentlich Karriere machen. Vorteil dabei ist außerdem, dass man nicht 3-4 Jahre vor der Pilotenausbildung "warten" muss, bis das Studium um ist, sondern dass sie gleich als Bestandteil absolviert wird.

Ich muss mich dazu jetzt erstmal mehr informieren, bisher habe ich jetzt die EFA mit ILST gesehen und die RWL hat auch 3 Studiengänge mit ATPL ab initio im Angebot. Könnte jetzt natürlich blöd sein mit der EFA wenn man das Auswahlverfahren nicht for der Anmeldefrist fürs Studium absolvieren kann. Soweit ich weiß soll die RWL aber auch eine ganz korrekte Schule sein, und da hat man ja außerdem mehrere Optionen. Einziger wirklicher downgrade wäre dabei die Jobsicherheit nach der Ausbildung, wobei dass bei der EFA ja auch nicht 100% garantiert ist, oder irre ich mich da?


Die RWL ist super, definitiv eine der Schulen mit einem besseren Ruf in Deutschland.

Das mit der EFA stimmt, du hast keine Jobgarantie, aber die Wahrscheinlichkeit ist durchaus hoch, oder zumindest war sie das. Wie hoch sie jetzt noch ist, das ist eben die grosse Frage, die man sich stellen muss. So oder so denke ich aber, dass wenn man die Chance hat bei der EFA eine Ausbildung anzufangen, man diese Möglichkeit schon auch nutzen sollte - auch wenn's danach mit einem Job nicht sofort klappt. Chancen sollten ergriffen werden, gerade im Pilotenberuf halte ich das für sehr wichtig.

Das mit dem Studium könnte eine gute Idee sein, du hättest halt echt etwas stabiles am Laufen, könntest danach in dem Bereich einsteigen und deine Ausbildung modular machen (oder natürlich Integrated wenn du das Risiko eingehen willst und einen Kredit aufnimmst).

Alternativ kannst du auch deinen ATPL jetzt Integrated anfangen, ca. 2-3 Jahre machen und dann beispielsweise Airline Management studieren. Beim Bachelor werden 3 Semester durch deinen ATPL anerkannt, sodass du nur noch 3 weitere Semester (also 1,5 Jahre) studieren musst, um deinen Bachelor zu erhalten. Das mit dem Studium kannst du dann übrigens auch dann entscheiden, wenn du deinen ATPL in der Hand hast - nicht irgendwie vorher oder so. Also wenn du einen Cockpit Job hast, alles cool. Wenn nicht, studierst du halt noch 1,5 Jahre zusätzlich und kannst dann im Management einsteigen.
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pyrat
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Anmeldungsdatum: 28.01.2019
Beiträge: 79
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: So Jun 07, 2020 5:57 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Mensch, gerade erst 17 geworden... schätz Dich glücklich, dass Du nicht älter bist und Dir diese Frage stellen musst. Mach doch erstmal Dein Abi und warte die Situation ab. Bis dahin kann sich noch viel ändern. Beobachte die Situation einfach weiter. Ich z.B. werde bald 27 und warte auf unseren Kursstart an der EFA. Du hast noch genügend Zeit und ich wünsche Dir alles Gute für die Zukunft.
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crocboum
Bruchpilot
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Anmeldungsdatum: 02.03.2020
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Mi Jun 10, 2020 4:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Pawly hat folgendes geschrieben:
Alternativ kannst du auch deinen ATPL jetzt Integrated anfangen, ca. 2-3 Jahre machen und dann beispielsweise Airline Management studieren. Beim Bachelor werden 3 Semester durch deinen ATPL anerkannt, sodass du nur noch 3 weitere Semester (also 1,5 Jahre) studieren musst, um deinen Bachelor zu erhalten. Das mit dem Studium kannst du dann übrigens auch dann entscheiden, wenn du deinen ATPL in der Hand hast - nicht irgendwie vorher oder so. Also wenn du einen Cockpit Job hast, alles cool. Wenn nicht, studierst du halt noch 1,5 Jahre zusätzlich und kannst dann im Management einsteigen.


Ui, das klingt ziemlich interessant! Da ich noch viel Zeit habe, stehen mir im Moment sehr viele Möglichkeiten offen, wie ich es angehe und deswegen werd ich versuchen sogut wie es geht die verschieden Optionen abzuwägen.

Nach mehr Überlegung ist mir klar, dass ich mich nicht halsüberkopf reinstürzen möchte, sondern mir auf jeden Fall irgendeinen Plan B anlegen will. Ich kann mir zwar persönlich im Moment sehr schwer vorstellen, etwas anderes als Pilot zu machen - ist mir klar dass sich das ändern kann, bin ja eben erst 17, wie pyrat schon sagt. Sehr wahrscheinlich will ich aber in irgendeiner Form studieren, einfach für die finanzielle Absicherung - und eventuell sogar die Karrieremöglichkeiten innerhalb des Pilotenberufs - hinsichtlich zusätzlicher Tätigkeiten bei der Airline oder so.

Im Moment überlege ich mir, irgendwas richtung Luft- und Raumfahrt zu studieren und es danach bei der EFA zu probieren - die EFA ist halt sehr attraktiv, was die Ausbildungsqualität und die Karrieremöglichkeiten in der LH Group angeht. Ich bin grundsätzlich auch sehr gut in der Schule (auf Kurs zum 1,5 Abi in Bayern) und kann so ein Studium denke ich mal gut schaffen. Mich interessiert vor Allem der technische Aspekt vom Fliegen, aber ich finde die logistischen Abläufe dahinter auch sehr cool, weshalb ich mir auch etwas in die Richtung beim Studium vorstellen könnte.

Die Option, nächsten Sommer ein duales Studium mit ATPL bei der RWL anzufangen, sieht auch ganz nett aus, wobei ich es auch etwas schade fände, nicht mal wirklich "eine Chance" zu haben, es bei der EFA zu probieren, da ich mich dann direkt auf die RWL festlege. Einziger wirklicher Vorteil bei der Geschichte ist, dass ich in 4 Jahren meine ATPL habe sowie das Studium, statt nach 3-4 Jahren Studium mich erstmal nach einer Flugschule umzusehen.

Es dreht sich gewissermaßen darum, ob es mir die Zeit wert ist, erstmal "normal" zu studieren und dann eine Ausbildung zu machen oder dein "einfachen" Weg zu nehmen und das ganze dual zu machen, was aber bei der EFA nicht gehen wird, ich kann mich dort sowieso erst in ca. einem Monat bewerben, da ich dann die Frist von einem Jahr zum Schulabschluss schaffe. (Abi kriege ich Ende Juni)

Direkt ATPL zu machen, ist einerseits natürlich aufregend und bringt mich wahrscheinlich schneller ins Cockpit, aber ist zum einen mit deutlich mehr Risiko verbunden und auch schwieriger fürs Studium, falls ich danach studieren möchte, um mir die Absicherung zu schaffen.

Schwierige Karriere die ich mir da ausgesucht habe Laughing
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