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"Lufthansa ist etwas schizophren"
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Romeo.Mike
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Anmeldungsdatum: 04.02.2003
Beiträge: 4355

BeitragVerfasst am: So Aug 07, 2005 9:19 am    Titel: "Lufthansa ist etwas schizophren" Antworten mit Zitat

Moin,

Ryanair-Chef Michael O'Leary hat sich mal wieder über die LH geäußert...
Hier der Artikel aus der WAMS:
http://www.wams.de/data/2005/08/07/756547.html


Welt am Sonntag hat folgendes geschrieben:
"Lufthansa ist etwas schizophren"
Ryanair-Chef Michael O'Leary über neue Standorte und alte Konkurrenten

Seit Jahren prophezeit Michael O'Leary ein Blutbad im Billigfliegersektor, an dessen Ende nur noch einer übrig ist: er. Davon ist zwar nichts zu sehen. Trotzdem glaubt der Ryanair-Chef nach wie vor, daß er weder Aldi-Tickets noch die Lufthansa fürchten muß.

Welt am Sonntag: Herr O'Leary, wir haben einmal die Ryanair-Ziele in Europa gezählt. Acht in Polen, 16 in Frankreich, 15 in Italien, 14 in Spanien, sieben in Deutschland. Warum sind es hier so wenige?

Michael O'Leary: Deutschland hat sich nicht so schnell entwickelt, wie wir ursprünglich gedacht haben. Es gibt hier eine Menge Start-up-Airlines, die herumrennen und dann Geld verlieren.

Zögern Sie daher auch, Ihre zweite deutsche Basis in Lübeck zu eröffnen?

O'Leary: Das hat damit nichts zu tun. Wir reden gerade mit Infratil, der Firma, die den Flughafen übernehmen will. Wenn die tatsächlich kaufen, was derzeit eher unwahrscheinlich ist, dann werden wir die Basis eröffnen. Wenn sie nicht investieren, dann sagen wir auch unsere Basis ab. Das werden wir aber erst in ein oder zwei Monaten genau wissen.

Liegt es an der Landebahnverlängerung oder am Terminal?

O'Leary: An beidem. Wir brauchen die Landebahnverlängerung um etwa 200 Meter und ein neues Terminal. Im Moment könnten wir keine Basis eröffnen, denn das Gebäude hat Platz für 400 000 Passagiere, aber eine Basis bedeutet zwei bis drei Millionen pro Jahr. Es kann sein, daß wir uns aus Lübeck ganz zurückziehen, wenn die rechtlichen Probleme mit der Landebahn nicht gelöst werden. Wenn wir uns gegen Lübeck entscheiden, kündigen wir im September einen Alternativstandort an. Wir reden mit vier weiteren Flughäfen, davon ist einer in Deutschland.

Dann bleiben Sie also optimistisch für den deutschen Standort?

O'Leary: Ich habe keinen Zweifel, daß wir in ein paar Jahren, wenn Hapag-Lloyd Express und Germanwings pleite gegangen oder sonstwie verschwunden sind, mehr Ziele in Deutschland haben werden. Aber ich verstehe, wenn die Flughäfen hier lieber mit den Airlines arbeiten wollen, die ihnen höhere Gebühren zahlen.

Sie haben ja ein Blutbad in dem Sektor angekündigt. Davon kann aber irgendwie nicht die Rede sein.

O'Leary: Moment mal. In den vergangenen zwölf Monaten hatten wir 14 Pleiten in der europäischen Airline-Industrie. Okay, darunter waren ein paar ganz kleine, aber Alitalia wurde wieder einmal per Finanzspritze gerettet, Lufthansa hat im vergangenen Jahr Verlust gemacht. British Airways wird dieses Jahr wahrscheinlich Verlust machen. Wo in der Industrie läuft das Geschäft denn bitte gut?

Im Billigflugsektor. Der wächst doch weiter stark.

O'Leary: Klar wächst der. Aber Wachstum ist einfach. Wachsen und dabei Geld verdienen ist schwieriger. Wir sind die einzigen, die dazu in der Lage zu sein scheinen. Wenn Sie sich den Billigflugsektor anschauen: Niemand außer uns und Easyjet hat 2004 Geld verdient. Die deutschen Airlines behaupten, sie seien profitabel, aber niemand veröffentlicht Zahlen.

Für wie viele Billigfluglinien reicht denn der Platz in Europa?

O'Leary: Für eine. Uns.

Aha. Warum nur eine?

O'Leary: Das heißt nicht, daß all die anderen verschwinden werden. Aber unter dem Strich bleiben nur wir übrig. In Europa wird es in fünf Jahren drei große Premium-Airlines geben, die Air-France-Familie, die Lufthansa-Familie und die British-Airways-Familie - und dann wird es Ryanair geben. Die anderen werden im Sektor nicht wichtig sein.

Und Easyjet?

O'Leary: Easyjet wird es in fünf Jahren nicht mehr geben. Ich nehme an, sie werden in den nächsten Jahren von einer der Premium-Gesellschaften übernommen. Die versuchen, nicht die Billigsten und nicht die Teuersten zu sein, sondern irgendwo in der Mitte. Es gibt aber auf der ganzen Welt keinen Erfolg in der Mitte. Es geht immer entweder um die günstigsten Kosten oder den besten Service, alles dazwischen wird zerdrückt. Ihr wirkliches Problem ist, daß ihre Kosten nicht so niedrig sind wie unsere. Und sie werden, je mehr wir expandieren, immer stärker mit uns konkurrieren müssen. Es ist wie bei Lidl und Aldi. Die sind so erfolgreich, weil sie fundamental niedrigere Kosten als die Konkurrenz haben.

Die deutschen Billigfluglinien verkaufen ihre Tickets schon bei Aldi.

O'Leary: Ja, schön blöd.

Warum?

O'Leary: Weil der billigste Vertriebskanal das Internet ist. Es ist okay als Marketing-Gag, aber ich fürchte, da ist mehr Werbung für Aldi drin als für die Airlines. Ich kann Ihnen garantieren, wir werden nie Tickets bei Aldi verkaufen. 100 000 Tickets bei Aldi? Wir verkaufen das jeden Vormittag.

Fangen Sie jetzt an, die Ziele in Europa miteinander zu verbinden?

O'Leary: Ja. Unser Wachstum kommt aus drei etwa gleich großen Quellen: neue Basen, neue Strecken von bestehenden Standorten aus und höhere Frequenzen auf bestehenden Strecken. Wir haben mehr Wachstumschancen, als wir jemals brauchen werden. Der am schnellsten wachsende Markt ist Polen: Wir haben elf neue Strecken in sechs Monaten eröffnet. Ein Jahr, nachdem ich behauptet habe, daß da niemand hin will.

Denken Sie an Übernahmen?

O'Leary: Wenn ich mit 25 bis 30 Prozent pro Jahr wachse, wie das im Moment der Fall ist, dann erreiche ich mein Ziel doch auch so. Ich stelle einfach meine Flugzeuge auf die Flughäfen der Konkurrenz und blase sie weg.

Wie viele Flugzeuge werden Sie denn in zehn Jahren haben?

O'Leary: Das ist noch zu weit weg. Wir können jetzt ziemlich genau sagen, daß wir in den nächsten fünf Jahren doppelt so groß sein werden wie heute, also 225 Flugzeuge haben werden. Ich bin nicht sicher, daß wir danach weiter mit 20 Prozent pro Jahr wachsen werden, wenn wir bei 70 Millionen Passagieren angekommen sind. Vielleicht werden es dann nur noch zehn bis 15 Prozent sein.

Wird es jemanden geben, der Billigflugzentren wie London-Stansted für Langstreckenflüge nutzt?

O'Leary: Das ist völliger Mist, reine Theorie. Langstrecken-Billigfluglinien werden von den traditionellen Airlines mit Niedrigpreisen bekämpft werden, bis sie pleite sind. Man kann in First und Business einfach zuviel Geld verdienen und damit die Economy-Class quersubventionieren.

Glauben Sie, daß die traditionellen Fluggesellschaften bei einem Geschäftsmodell angekommen sind, mit dem sie neben den Billigfliegern bestehen können?

O'Leary: BA hat verstanden, daß sie nicht mit dem Billigflugsektor konkurrieren können, also konzentrieren sie sich auf die Langstrecken. So weit ist Lufthansa noch nicht. Die sind etwas schizophren. Die Hälfte der Zeit konzentrieren sie sich auf die Langstrecke, aber dann machen sie wieder ein Strategiemeeting in Frankfurt und gehen doch auf die Kurzstrecken in Deutschland zurück. Nach sechs Monaten voller Verluste gehen sie dann wieder auf die Langstrecke. Oder sie kaufen ein Catering-Unternehmen, das ist als Geschäft völlig kaputt. Air France weiß noch gar nicht, wohin sie will.

Ihr Kollege beim Konkurrenten Easyjet, Stelios Haji-Ioannou, macht jetzt sogar Hotels auf. Warum probieren Sie nichts anderes?

O'Leary: Weil er nur Geld verliert mit seinen Projekten wie Internet-Cafés und Autovermietungen. Stelios folgt der Branson-Strategie. Niemand wird bestreiten, daß Richard Branson mit "Virgin" ein Vermögen gemacht hat, aber die meisten seiner Firmen machen Verluste. Aber er verliert immer das Geld anderer Leute. Ich wünschte, ich wäre wie Branson, dann wäre ich viel reicher.

Wenn Sie in Urlaub gehen, fliegen Sie immer Ryanair?

O'Leary: Ja, kommt aber nicht so oft vor.

Sie waren also noch nie in Asien, denn da fliegt Ryanair nicht hin?

O'Leary: Nein, ich habe auch keine Lust. In Europa fliege ich immer Economy. Ich kann nicht verstehen, wie man Business-Class wegen eines grauenhaften Frühstücks fliegt. Aber auf der Langstrecke? Sorry, wenn ich in die USA fliege, will ich nicht acht Stunden wie eine Sardine eingezwängt sein.

Wer ist der beste Airline-Manager in Europa?

O'Leary: Das ist fast ein Widerspruch in sich. Wenn Sie gut wären, würden Sie nicht für eine Airline arbeiten. Sie wären bei einem Unternehmen, das echtes Geld verdient: Medien, Sex, Drogen ...

Welche europäische Airline ist am schlechtesten gemanagt?

O'Leary: Lufthansa.

Warum?

O'Leary: Jeder, der in diesen Zeiten eine Catering-Firma kauft, sollte dringend zum Arzt und sich den Kopf untersuchen lassen.

Das Gespräch führten Jens Flottau und Ulrich Machold

Artikel erschienen am 7. August 2005


Aus meiner Sicht ist es schon eine Frechheit von schlechtem Management bei der LH zu sprechen, immerhin hat die LH die Krise 9/11 und SARS sehr gut überstanden und war auch die erste große Airline, die nach dieser Krise wieder profitabel war.
Sicherlich gibt es einige Dinge, bei denen ich auch nicht mit der Entscheidung des Managements meine Bedenken habe, aber summa summarum kann man der LH hoch anrechnen dass der Arbeitnehmer nicht ganz unwichtig ist. (Siehe letzte Krise, in der man sich dann darauf einigte dass viele Lufthanseaten vorübergehend Teilzeit arbeiten um so die Jobs aller Angestellten zu sichern. Sicherlich nicht ideal für die Arbeitnehmer, aber primär war es da wichtig dafür zu sorgen dass die Firma überlebt, denn daraus folgt die Arbeitsplatzsicherung.)
Allerdings gibt es auch Entscheidungen des aktuellen Managements, die ich nicht mit dem Management teilen kann, z.B. den eigenen Angestellten eine Gehaltskürzung aufzuzwingen und im gleichen Moment aber noch eine Dividende an die Aktionäre zu zahlen...
Aus meiner Sicht ist dies moralisch nicht vertretbar, da fehlt W. Mayrhuber leider das Fingerspitzengefühl und es überwiegt die Geldsucht, denn die Unkosten der Crew auf einem Flug betragen gerade mal 3% der gesamten Unkosten... Allerdings kann man der LH noch immer positiv anrechnen, sich nicht so zu verhalten wie das Air Alaska Management, bei dem man dann ja gesehen hat, was massive Einsparungen (gerade bei der Wartung) bewirkten. Bei schlecht bezahltem Personal und sonstigen Einsparungen ist es nur eine Frage der Zeit bis sich das rächt, denn das geht auf Kosten der Sicherheit, wir werden sehen was mit Airlines wie Ryanair passiert.
Auch bei Airlines wie Air Berlin hat man ja schon gesehen dass diese grenzwertig operieren, siehe der BFU Bericht, bei dem die Piloten so sehr unter Druck gesetzt wurden den Umlaufplan einzuhalten, dass die bei Wind und Wetter landeten und dann mit einem Triebwerk aufsetzten...

Aber zurück zum Artikel, es ist schon interessant mit was für einer Selbstüberzeugung O'Leary antritt und der Meinung ist, dass nur noch seine Airline überleben wird. Also ich denke mal dass dies sein Wunschdenken bleibt, so lange Airlines wie HLX und Germanwings große Unternehmen hinter sich haben, werden diese auch auf dem Markt bleiben. Auch EasyJet und Air Berlin gebe ich eine gute Chance zu überleben.


Gruß

Romeo Mike
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Indiana_j
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Anmeldungsdatum: 25.05.2003
Beiträge: 136

BeitragVerfasst am: So Aug 07, 2005 11:09 am    Titel: Antworten mit Zitat

Also, nach dem Interview ist mir O'Leary irgendwie unsympathisch.

Übrigens sahen die Damen und Herren der Stifutng Warentest die Leistung seiner Airline nicht an der Spitze... In Deutschland scheint er ordentlich Konkurrenz zu haben.

Stiftung Warentest hat folgendes geschrieben:

Titel:"Billig fliegt man besser" Ausgabe: 2/2005 Seite 78 - 81
Testumfeld: Im Vergleich waren 15 Billig-Fluggesellschaften. Das Urteil lautet: 5 x "gut", 7 x "befriedigend" und 3 x "ausreichend".

1. Platz
Air Berlin
Note: "gut" (2,2)

1. Platz
DBA
Note: "gut" (2,2)

3. Platz
Condor
Note: "gut" (2,3)

3. Platz
Hapag-Lloyd AG
Note: "gut" (2,3)

5. Platz
easyJet
Note: "gut" (2,5)

6. Platz
Deutsche Lufthansa
Note: "befriedigend" (2,7)

6. Platz
Germanwings
Note: "befriedigend" (2,7)

8. Platz
Ryanair
Note: "befriedigend" (2,8)


8. Platz
Volareweb
Note: "befriedigend" (2,8)

10. Platz
V-Bird
Note: "befriedigend" (2,9)

11. Platz
Germania Express
Note: "befriedigend" (3,0)

12. Platz
British Airways
Note: "befriedigend" (3,2)

13. Platz
TAP Air Portugal
Note: "ausreichend" (4,1)

14. Platz
Alitalia
Note: "ausreichend" (4,4)

14. Platz
Iberia
Note: "ausreichend" (4,4)


Hier kann der Artikel für 1,00 EUR abgerufen werden.
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triple7
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Anmeldungsdatum: 02.12.2004
Beiträge: 541
Wohnort: am schönen Bodensee

BeitragVerfasst am: So Aug 07, 2005 11:14 am    Titel: Antworten mit Zitat

Warum ist bei diesem Billigflieger Ranking Lufthansa auf Platz 6? LH ist doch keine Billigfluggesellschaft!?! Question
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"Graf Zeppelin war der erste, der nach verschiedenen Richtungen schiffte."
aus einem Kinderaufsatz
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Indiana_j
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Anmeldungsdatum: 25.05.2003
Beiträge: 136

BeitragVerfasst am: So Aug 07, 2005 11:35 am    Titel: Antworten mit Zitat

Aus einem Interview mit dem test-Redakteur

Zitat:
[...]Wie auch immer – den Reisenden freut die Entwicklung. Was hat die STIFTUNG WARENTEST denn nun überprüft?
Wir haben zehn so genannte Billigflieger und fünf nationale Fluggesellschaften wie Lufthansa oder British Airways uns vorgenommen. Wir haben geprüft zum einen den Service und die ganze Flugdurchführung. Wir sind bei je fünf Flügen mitgeflogen und haben alle Details penibel notiert. Und zum andern haben wir die Flugpreise untersucht. In zwei umfangreichen Tests haben wir mit verschiedenen Vorausbuchungsfristen über 800 Preise festgehalten und damit auch das Preisniveau und vor allem die Preisverfügbarkeit , d. h., in welchen Zeitabständen kann ich günstige Preise buchen, bewertet. [...]


Das komplette Interview gibts hier
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Romeo.Mike
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Anmeldungsdatum: 04.02.2003
Beiträge: 4355

BeitragVerfasst am: So Aug 07, 2005 12:15 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

Dass AB auf Platz 1 gelandet ist wundert mich nicht, der Service, der den Passagieren dort geboten wird ist top, aber man kann davon ausgehen, das bei diesem Bericht auch nur dieser bewertet wurde...
Hätte man den Faktor Sicherheit mit ins Spiel gebracht, wäre die LH weiter oben und die AB weiter unten...

Wo ich der Stiftung Warentest widersprechen muss ist dass die Germanwings einen befriedigenden Service hat, also ich habe durchaus nur positive Erfahrungen mit der 4U gemacht, dass der Service der LH vom Preis/ Leistungsverhältnis auf der Kurzstrecke unter aller Kanone ist stimmt wiederum und es wundert mich dass die LH noch mit einer 2,7 durchkam...
(Ich erinnere mich an Zeiten, wo den Passagieren nur Wasser und Brot in der Eco gereicht wurde...)
Die dba hat auf jeden Fall den ersten Platz verdient, der Service ist 1a und noch behandelt die Gesellschaft das Personal gut.
Ebenfalls verwundert es mich sehr, dass die BA so schlecht abgeschnitten hat, denn auch von der Airline habe ich bis dato nur gutes gehört und als ich mit denen geflogen bin habe ich auch nur positives feststellen können. (Ist zwar schon sehr lange her, denn damals durfte ich auch im Flug für gut 20 Minuten ins Cockpit, aber guter Service setzt sich bei mir auch fest und wird, sofern ich es mir leisten kann, durch erneute Inanspruchnahme der Dienstleistung honoriert, auch wenn es letztendlich teuerer wird.)
Aus meiner persönlichen und somit auch subjektiven Sicht, kämpfen Ryanair und HLX um den letzten Platz auf dieser Liste...


Gruß

Romeo Mike
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sf260
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Anmeldungsdatum: 11.01.2005
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Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: So Aug 07, 2005 12:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

O'Leary ist ja bekannt dafür, dass er ziemlich radikale Ansichten hat! Er wollte ja auch nach MUC fliegen und dort aber keine Landegebühren bezahlen. Als MUC das ablehnte, soll er sich tierisch aufgeregt haben!
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Warringer
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Anmeldungsdatum: 25.02.2003
Beiträge: 544

BeitragVerfasst am: So Aug 07, 2005 12:52 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Herr O'Leary ist wirklich sehr gewieft. Man hätte ihn mal fragen sollen wie es dazu kommt, dass
er auf seinen Strecken so profitabel fliegen kann. Sicher nicht weil er etwa den Flughäfen die
Gebühren bezahlt, die diese benötigen um wirtschaftlich zu arbeiten. Das ist in der Politik leider
noch nicht ganz angekommen und solange es subventionierte freie Kapazitäten auf regionalen
Plätzen gibt ist es ein leichtes, dort Ausgaben einzusparen. Sein Wachstum findet zu einem Teil
auf Kosten anderer statt, was man ihm als Unternehmer natürlich nicht vorwerfen kann.

British Airways hat gerade das erfolgreichste Quartal seit Jahren hinter sich gebracht. Trotzdem
wird Ryanair möglicherweise bereits Ende des Jahres mehr Passagiere befördern als die BA. Der
Verlust bei LH im letzten Jahr muss mir persönlich entgangen sein, mir war bis eben ein positives
Ergebnis von 400 Millionen Euro bekannt.

Mal abwarten was die weitere Konsolidierung mit sich bringt - wobei diese noch eine ganze Weile
brauchen dürfte solange der Großteil der bestehenden LCC weiter gesundes Wachstum
vorweisen kann.

Viele Grüße,

Warringer
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LHFriedel
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Anmeldungsdatum: 19.04.2005
Beiträge: 65

BeitragVerfasst am: So Aug 07, 2005 6:21 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Das Herr O´lary so gewieft ist hätte ich nicht gedacht. Seine Airline gehört mit zu den Fluggesellschaften welche das größte Preisdumping betreibt. Seine Piloten müssen garantiert unter Tarif arbeiten. Das Air Berlin gewonnen hat im Vergleich ist kein wirklich kein Wunder. Der Service und Sauberkeit an Bord sind sehr gut. Aber unser Kranich ist in Sachen Sicherheit immer noch die Nummer eins.

Gruß an alle

LHFriedel
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sf260
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Anmeldungsdatum: 11.01.2005
Beiträge: 1260
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: So Aug 07, 2005 9:17 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Also das die Piloten unter Tarif bezahlt werden, glaube ich nicht. Habe irgendwann einmal gehört, dass ein FO soagr mehr als ein CO bei LH verdient (mit allen Zulagen). Obs stimmt, wer weiss, aber vielleicht liest ja hier ein Ryanairpilot mit und kann was dazu sagen!
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Captain Liko
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Anmeldungsdatum: 25.06.2003
Beiträge: 915

BeitragVerfasst am: So Aug 07, 2005 10:13 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Dass Piloten bei Ryanair verhältnissmässig gut verdienen habe ich auch schonmal irgendwo aufgeschnappt. Trotzdem kann man Pilotengehälter in unterschiedlich Ländern schwer vergleichen finde ich.

Naja.... über das Interview kann man nur schmunzeln finde ich. Letztendlich will Herr O´lary meiner Meinung nach nur provozieren. Nur so kann er sich im Vergleich zu den anderen Billigairlines hervorheben und dafür Sorge tragen, dass seine Airline im Gespräch bleibt.

Über den Inhalt hat er meiner Meinung nach nicht grossartig nachgedacht. Wenn er das Interview in Frankreich geführt hätte, hätte er auf die Frage welches Airline denn am schlechtesten geführt sei bestimmt Air France geantwortet.

Er versucht irgendwie super kompetent rüberzukommen und erweckt diese Kompetenz auch sicherlich bei vielen Lesern der Zeitung, die jetzt nicht so die Cracks im Airlinebusiness sind.

Unterm Strich merken sich solche Leser dann, dass ein schlauer Airlinemanager aus GB gesagt hat, dass die LH schlecht geführt sei.

Naja.... ich halte es nur für ein polemischen Artikel, der lediglich anstacheln soll. Ich glaube Herr O´lary ist sich selber bewusst, dass seine Aussagen sehr gwackt sind. Und ich denke auch nicht, dass er dass selber glaubt. Wink

Der einzig brauchbare Satz war meiner Meinung nach seine Einschätzung über Billigairlines und Langstrecke. Ich denke auch, dass die grossen Airlines mit ihren Business und First Class viel Kohle verdienen, die sie jeder Zeit in die Eco subventionieren können. Da wird es meiner Meinung nach schwer werden dort Fuss zu fassen.


Gruss,


Captain Liko
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Warringer
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Anmeldungsdatum: 25.02.2003
Beiträge: 544

BeitragVerfasst am: Mo Aug 08, 2005 12:25 am    Titel: Antworten mit Zitat

Captain Liko hat folgendes geschrieben:
Wenn er das Interview in Frankreich geführt hätte, hätte er auf die Frage welches Airline denn am schlechtesten geführt sei bestimmt Air France geantwortet.


Den gleichen Satz hatte ich vorhin auch schon aufgesetzt Wink.

Wenn man den Aufbau seiner Interviews mal eine Weile verfolgt sieht man, dass immer die
gleichen "Stilmittel" auftauchen und sie weniger auf political correctness als auf pauschalen
Aussagen basieren, die möglichst öffentlichkeitswirksam verpackt werden. Ich schätze aber,
dass das in seinem Zwecke sehr gut funktioniert denke auch es ist pure Absicht. Erstaunlich,
O'Leary ist der einzige Topmanager von dem ich weiß, der das konsequent durchzieht. Er
macht sich damit nicht viele Freunde.

Viele Grüße,

Warringer
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Thor Kaufman
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Anmeldungsdatum: 23.01.2005
Beiträge: 184
Wohnort: Gießen

BeitragVerfasst am: Mo Aug 08, 2005 2:01 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
O'Leary: Das ist fast ein Widerspruch in sich. Wenn Sie gut wären, würden Sie nicht für eine Airline arbeiten. Sie wären bei einem Unternehmen, das echtes Geld verdient: Medien, Sex, Drogen ...
Der beste Satz des Interviews Wink
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