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Dienstreise mit CPL

 
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A32x
Bruchpilot
Bruchpilot


Anmeldungsdatum: 16.08.2017
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: Mi Aug 16, 2017 2:56 pm    Titel: Dienstreise mit CPL Antworten mit Zitat

Moin,
ich habe mittlerweile meinen CPL IR MEP abgeschlossen und arbeite bis zum ersten Airlinejob in einer Firma für die ich regelmäßig weiter entfernte Geschäftstermine wahrnehmen muss. Wenn ich mir für einen solchen Termin zB eine DA42 charter und meinen Chef noch mitnehme und die Firma die Hälfte der Flugkosten abrechnet, zählt die ganze Sache dann schon als kommerzieller Flug? Im Endeffekt werde ich für den Flug nicht gesondert bezahlt sondern habe nur die Selbstkosten gedeckt.

Vielleicht kennt sich in der Hinsicht jemand etwas besser aus. Rolling Eyes
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Schienenschreck
Moderator
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Anmeldungsdatum: 01.09.2008
Beiträge: 3196
Wohnort: ZZ9 Plural Z Alpha

BeitragVerfasst am: Mi Aug 16, 2017 6:36 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, es ist erst dann kommerziell (Luftverkehrsunternehmen), wenn die Firma firmenexterne Fracht oder Leute gegen Bezahlung transportiert. Das hätte Vorteile (steuerfreier Treibstoff, Anbieten von Transportdienstleistungen) und Nachteile (Einschränkungen, Auflagen, Aufwand).

Wenn du selbst zur Dienstreise mit anderen Kollegen musst und dieses Flugzeug wählst, geht das schon mit einer PPL, mit Übernahme der entstandenen Charterkosten durch die Firma. Das ist etwas völlig anderes als diese Kostenteilungsflüge (Wingly), bei denen (fremde) Passagiere den Piloten bezahlen.

Wenn du selbst nicht zur Dienstreise musst, aber während der Arbeitszeit im Auftrag Kollegen irgendwo hin fliegst, brauchst du eine CPL, weil du dann genau genommen fürs Fliegen bezahlt wirst, der Flug selbst gilt wiederum als nicht kommerziell.
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A32x
Bruchpilot
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Anmeldungsdatum: 16.08.2017
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: Mi Aug 16, 2017 9:49 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Schienenschreck hat folgendes geschrieben:


Wenn du selbst nicht zur Dienstreise musst, aber während der Arbeitszeit im Auftrag Kollegen irgendwo hin fliegst, brauchst du eine CPL, weil du dann genau genommen fürs Fliegen bezahlt wirst, der Flug selbst gilt wiederum als nicht kommerziell.


Danke für Deine Antwort.

Wenn es nicht als kommerziell gilt braucht es dafür auch kein Aoc oder sehe ich das falsch? Weißt du rein zufällig ca. wo im Luftrecht der entsprechende Paragraph zu finden ist auf den sich Deine Aussage stützt?

Und dürften in diesem Falle die Flugkosten auch vom Unternehmen komplett gezahlt werden? Sollte mich wohl mal zur konkreten Abklärung mit nem Luftrechtler in Verbindung setzen Idea
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Schienenschreck
Moderator
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Anmeldungsdatum: 01.09.2008
Beiträge: 3196
Wohnort: ZZ9 Plural Z Alpha

BeitragVerfasst am: Mi Aug 16, 2017 10:38 pm    Titel: Antworten mit Zitat

A32x hat folgendes geschrieben:
Wenn es nicht als kommerziell gilt braucht es dafür auch kein Aoc

Korrekt.

A32x hat folgendes geschrieben:
Weißt du rein zufällig ca. wo im Luftrecht der entsprechende Paragraph zu finden ist auf den sich Deine Aussage stützt?

https://www.easa.europa.eu/faq/19131
Dienstreisen und Werkverkehr zählen zu Non-Commercial Operations.

A32x hat folgendes geschrieben:
Und dürften in diesem Falle die Flugkosten auch vom Unternehmen komplett gezahlt werden?

Ja, solange du keinen Obulus fürs Fliegen bekommst (PPL). Bei CPL egal.
https://aopa.de/aktuell/update-zur-meldung-vom-30.06.2014-selbstkosten-und-vereinsrundfluege-gute-nachrichten.html
Siehe Kommentar von Michael Erb, 21.08..
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Zuletzt bearbeitet von Schienenschreck am Mi Aug 16, 2017 10:48 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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B1900D
Captain
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Anmeldungsdatum: 15.02.2011
Beiträge: 1927

BeitragVerfasst am: Mi Aug 16, 2017 10:48 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Auch zu bedenken: Als PPL bist Du voll in der Verantwortung i.e. haftbar, wenn etwas schieflaufen sollte - wenn es jedoch von der Firma ganz bezahlt wird also sog. Werksverkehr, so ist die Sache versicherungstechnisch für Dich diesbezüglich besser - weil Du ja CPL/IR hast, solltest Du versuchen diese Vorteile nutzen zu können.

Wenn Dein Chef daran gefallen findet und es sich lohnt, würde ich das auf jeden Fall vorschlagen - vielleicht entscheidet sich die Fa. ja auch, sich irgendwann eine eigene DA-42 anzuschaffen. Der Flieger wird zwar oft von alten Hasen verpönt, allerdings ist er einer der wenigen, die mit Eis im Winter besser klarkommen als ältere Flieger mit Boots, die wegen den hohen Wartungskosten manchmal nicht immer so ganz zuverlässig sind, wenn es darauf ankommt...
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