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Erfahrungsbericht - Austrian Airlines - BU - 02.08.2017

 
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ElMaestro
Bruchpilot
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Anmeldungsdatum: 31.07.2017
Beiträge: 3
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: Mi Aug 02, 2017 7:35 pm    Titel: Erfahrungsbericht - Austrian Airlines - BU - 02.08.2017 Antworten mit Zitat

Hallo, liebe Gleichgesinnten. Ich würde gerne meine Erfahrungen aus der BU mit euch teilen, weil ich glaube, dass Einem dadurch etwas Nervosität genommen wird, da man ungefähr weiß, was wie auf Einen zukommt.
Also, ich leg dann mal los Wink

Vielleicht als erstes zu meiner, für den einen oder anderen, etwas unkonventionellen Vorbereitung auf die BU. 4 Monate vor der BU erhielt ich Zugang zu allen Übungsprogrammen. Danach habe ich ungefähr 1-2 Wochen alle Tests ein paar mal durchgeübt, um zu wissen, worum es ungefähr geht. Außerdem habe ich mir die wichtigsten Tipps und Kniffe vom Pilotenboard zu den einzelnen Tests zusammengesucht. Danach folgten zwei Monate totale Pause. Dann legte ich wieder eine "Übungs-Woche" ein. Dann folgten wieder knapp zwei Monate Pause. 5 Tage vor der BU habe ich das komplette WE durchgehend nur mehr gelernt/geübt. Die zwei Wochentage vor der BU musste ich arbeiten und bin deswegen nur am Abend dazu gekommen, noch ein paar Stunden zu lernen/üben.
Diese Methode ist wahrscheinlich nicht zu empfehlen, ich bin aber bereits zu Schulzeiten optimal damit zurecht gekommen Wink


Ich würde gerne schreiben, dass mich mein Wecker um 05:20 Uhr aus dem Schlaf gerissen hat. Leider war ich zu dieser Zeit schon auf, was nicht an der Nervosität, sondern vielmehr an der heißesten Nacht seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Österreich lag.
Auf dem Flughafen angekommen, standen mein "Mitstreiter", mit dem ich mich vorher verabredet habe, und ich schon vor der ersten Herausforderungen, die im Finden des richtigen Raums im richtigen Gebäude lag. Irgendwann haben wir den richtigen Raum und die anderen Leute (insgesamt waren wir 7 Personen) gefunden und ein paar Minuten später wurde es ernst:

1. RAG: Ein Test, der mir mehr Probleme bereitet hat, als ich eigentlich erwartet habe. Im Gegensatz zum CBT, muss der Großteil der Antworten (ungefähr 70%-80%) selbst eingegeben werden (kein Multiple-Choice). Es sind ein paar einfache Aufgaben dabei, sowie mehrere Aufgaben, die einen komplizierteren Lösungsweg haben, was bei mir ziemlich viel Zeit gefressen hat. Hauptsächlich bestand der Test aus (komplexeren) Dreisatz-Aufgaben, sowie Winkelfunktionen und Trigonometrie. Auch das Aufstellen von Gleichungen will gelernt sein Wink
Insgesamt ging ich mit einem ziemlich schlechten Gefühl aus diesem Test, was wohl auch an den fehlenden Antwortmöglichkeiten lag, wodurch man die Richtigkeit der eigenen Antwort nur schwer einsetzen kann. Auch die meisten Anderen waren nicht begeistert.

2. ROT: Wie schon mehrfach in diesem Forum erwähnt, beginnt der Würfelrotationstest extrem langsam, wodurch die Gedanken schon mal abschweifen können. Während dieser langsamen Phase war ich gedanklich noch im Mathe-Test und habe gemerkt, was ich bei RAG so alles falsch gemacht habe. Die Geschwindigkeit steigert sich dann irgendwann abrupt, erreicht aber nicht das Level 3 des CBT.
Alles in allem ein vergleichsweise einfacher Test, bei dem ich persönlich (mit der 2-D-Methode) überhaupt keine Probleme gehabt habe.

3. RMS: Hier hat die 3-Block-Methode bei mir ganz gut funktioniert. In der Vorbereitung lag ich durchschnittlich bei 30% und auch hier dürfte das so einigermaßen hingekommen sein.
Die Stimme ist vielleicht um ein kleines Stück schneller als im CBT auf Level 2, überschlägt sich aber auch nicht so.

!PAUSE!

4. SKT: Bei diesem Test lief alles so, wie in der Vorbereitung, wo ich ungefähr bei einem Schnitt von 88% lag. Keine Überraschungen, keine großartigen Probleme.

5. TVT: Ein Test, auf den ich mich im Vorfeld mit dem Physik Skriptum und einigen YouTube-Videos vorbereitet hab. Bücher wie "Denksport-Physik" & Co. hab ich mir NICHT zugelegt, weil ich gewusst habe, dass ich es sowieso nicht lesen würde Wink Im Nachhinein betrachtet, war es für mich auch nicht notwendig.
Mit physikalischem Grundwissen, logischem Denken und Hausverstand waren, bis auf 3-4 Außreißer, alle Fragen leicht zu beantworten. Diese Außreißer waren jedoch auch Dinge, die man entweder weiß, oder eben nicht. Die Antwort herleiten hätte da nicht funktioniert, somit hätten mir Bücher wahrscheinlich auch nix geholfen Wink

6. MIC: Wie schon mehrfach in diversen Erfahrungsberichten erwähnt, hat man für diesen Mini-Simulator genug Vorbereitungszeit und es wird jedes kleine Detail genau erklärt.
Vor diesem Test habe ich vorher am meisten Bauchschmerzen gehabt. Vor allem am Ende, wenn die akustische Aufgabe dazu kommt, kommt man schon ordentlich ins Schwitzen. Alles in allem ist es aber machbar, ein paar Außreißer lassen sich halt nicht vermeiden.

!MITTAGSPAUSE!

7. OWT: Die Anzeigedauer der Instrumente ist nicht ganz so gering, wie beim CBT auf Level 3. Mit der Gegenüber-Methode ist dieser Test sehr gut machbar, dass weit und breit keine Zahl aufgetaucht ist, war bei mir nur einmal der Fall. Meistens habe ich so um die 3-4 Instrumente ablesen können.

8. KRN: Auch hier bestätigte sich das, was im Forum schon 1000-mal erwähnt wurde, ich aber nie so wirklich glauben wollte: Zwar wenig Zeit, dafür größtenteils wirklich einfache Aufgaben bzw. Aufgaben, die die große Allgemeinheit wohl als "in kurzer Zeit machbar" bezeichnen würde. 2-3 Aufgaben waren auch hier dabei, die wirklich gute KRN-Skills erfordern, sollte aber kein Problem sein, wenn man hier kein Ergebnis im Feld stehen hat.

9. PPT: Bis zum 20. Würfel ziemlich einfach, danach steigert sich die Schwierigkeit doch schon merkbar. Leider war ich hier zu langsam und bin in 20 Minuten nur bis Würfel 33 gekommen.

!PAUSE!

10. VMC: Mein erklärter Todfeind-Test. Die Vorbereitung auf VMC fand ich schon unglaublich nervig. Über 76% bin ich nie hinausgekommen und auf der Suche nach Tipps im Forum habe ich hauptsächlich Posts gefunden, die mir eindrückten, um wieviel besser andere Leute darin sind.
Bei der BU lief 2-back dann erstaunlich gut, 3-back war dann schon anstrengender und 4-back bzw. 5-back waren sowieso nervenraubend.
Die Symbole bei der BU sind teilweise einfacher, teilweise aber auch schwieriger zu merken.

11. PSY: 18x Fragen zur Psyche, eine willkommene, entspannte Abwechslung.

!PAUSE!

12. ENG: Verlief wie erwartet. Mit (einigermaßen) guten Englischkenntnissen definitiv machbar, keine großen Überraschungen. Die wichtigsten Zeiten, if-clauses, sowie ein gewisses Vokabular helfen hier enorm weiter.
Wie erwartet, kamen auch ein paar Wörter zum Vorschein, die ich noch nie in meinem Leben gehört habe, obwohl ich mich eigentlich als ganz guten "English-Speaker" einschätzen würde. Teilweise wurden exotische Synonyme für ohnehin schon exotische Wörter gesucht Wink

13. PHY: Hier wurden die theoretischeren Sachen abgefragt. Und auch hier gilt: Mit fundiertem physikalischen Grundwissen und wirklich nur den allerwichtigsten Formeln ist ein Großteil dieser Fragen machbar. Wenn man die Grundlagen des Physik-Skriptums vom Pilotenboard-Wiki verinnerlicht hat, sollten keine größeren Probleme auftreten. Das Einzige, das mir hier ein paar Problemchen bereitet hat, waren "verwinkeltere" Schaltkreise, bei denen simples, einfaches Elektrotechnik-Wissen nicht mehr so ganz ausreicht.


Zusammenfassend ging ich mit sehr gemischten Gefühlen aus der BU, wobei die negativen Gefühle wohl überwiegen. Nicht zuletzt wegen RAG, das mir wie gesagt mehr Probleme bereitet hat, als ich eingeplant hatte. Ob's ausgereicht hat, erfahre ich hoffentlich so bald als möglich.


Zuletzt noch der meiner Meinung nach wichtigste Tipp für die ganze Prüfung: Versuchen, die letzten Fehler abzuhaken und zu vergessen. Das gilt sowohl innerhalb der einzelnen Tests, als auch dazwischen.

UPDATE: Fünf Tage nach der BU (inkl. Wochenende), erreichte mich die erlösende Nachricht: Bestanden. Jetzt heißt's einmal die Freude genießen und dann irgendwann den PIT in Angriff nehmen.

Ansonsten bleibt mir nur noch, euch gutes Gelingen und viel Glück zu wünschen!
Macht's nicht gut, macht's besser Very Happy

Man sieht sich Wink
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