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Arbeitsaltag im fliegerischen Dienst / Zeit nach dem Fliegen
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DuoDiscus156
Bruchpilot
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Anmeldungsdatum: 24.08.2016
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: Mi Aug 24, 2016 9:36 am    Titel: Arbeitsaltag im fliegerischen Dienst / Zeit nach dem Fliegen Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen,

ich habe hier zwar schon einiges gelesen, denoch habe ich ein zwei Fragen zum fliegerischen Dienst der Bundeswehr. Ich habe eine Eignung als Jetfronseat bekommen. (allerdings glaube ich aus medizinischer Sicht nur für Tornado - wenn ich das richtig verstanden habe).

Ich komme aus dem Süden Baden Württembergs und würde gerne auf lange Sicht dort auch wieder Wohnen. Während der Fliegerei müsste ich ja wohl oder übel in der Gegend Büchel oder Jagel wohnen. Damit könnte ich mich für enige Zeit für die Fliegerei auch sicher abfinden. Wie ist es allerdings nach dem Fliegen ( den BO41 gibt es ja anscheinend nicht mehr?) Der nächste Luftwaffenstandort in meiner Nähe wäre Germersheim. Ist es z.B. möglich nach dem Fliegen zu sagen man möchte dort bis zum Schluss stationiert sein?
Wie sind allgemein die Arbeitszeiten? Muss man als Jetpilot auch am Wocheende arbeiten?

Für Antworten bin ich sehr dankbar!
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obstsalat
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 728

BeitragVerfasst am: Mi Aug 24, 2016 1:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt weder eine Verwendungsgarantie, noch eine Standortgarantie. Kurz: Die Bw kann die als Offizier dort einsetzen, wo sie dich braucht. Das kann ein Cockpit sein - muss es aber nicht. Das kann Standort X sein, muss es aber nicht. Wenn du deine Zufriedenheit vom Standort abhängig machst sind das gute Voraussetzungen, enttäuscht zu werden.

Und ja - auch am Wochenende kann es notwendig sein, Dienst zu leisten. Und je nach Verwendung ist "Arbeitszeiten" ein lustiges Stichwort. In der Staffel zuhause gibt es meist Shichtdienst, im Einsatz nicht und bei Sondervorhaben auch nicht. Am Schreibtisch mal so, mal so.

Germserheim ist für jemanden aus dem fliegerischen Dienst sehr lange keine Option.
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DuoDiscus156
Bruchpilot
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Anmeldungsdatum: 24.08.2016
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: Mi Aug 24, 2016 3:28 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Angenommen das mit dem Cockpit würde klappen, müsste ich mich ja dann Wohl oder Übel von meiner Gegend verabschieden Sad

Allerdings fliege ich schon seit meinem 14 Lebensjahr und träume schon immer von der Jetfliegerei daher hoffe ich, dass dies irgendwie in Verbindung zu bringen ist.
Wie sind den normalerweise für Piloten so die Schichtzeiten - ich frage bezüglich der Machbarkeit vom Pendeln.

Wieso kommt Germersheim für einen Piloten eher nicht so schnell in Frage?

Vielen Dank im Vorraus!
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NFFuture
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Anmeldungsdatum: 08.07.2012
Beiträge: 126
Wohnort: Freiburg im Breisgau

BeitragVerfasst am: Mi Aug 24, 2016 5:41 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zum Thema Germersheim: An diesem Luftwaffenstandort findet lediglich die Grundausbildung und die Einsatzvorbereitung für die Luftwaffensoldaten statt. Geflogen wird dort nicht und es gibt auch keine Bereiche die nur ansatzweise etwas mit der Fliegerei zu tun haben, also wirst du dort frühestens nach deiner Verwendung als Flieger dort landen. Und selbst dann ist es doch eher unwahrscheinlich, da du als ehemaliger Flieger dann wohl eher in Verwendungen tätig sein wirst, die es am Standort Germersheim nicht gibt.

Falls du dich entscheidest zur Luftwaffe zu gehen, wirst du jedoch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit den Standort Germersheim kennenlernen und dort deine 3 Monatige Grundausbildung absolvieren (Ansonsten findet die AGA der LW nur noch in Roth statt). Diese drei Monate habe ich dort auch bereits verbringen dürfen, ich spreche also aus Erfahrung wenn ich sage, dass dies auch der längste Zeitraum ist, den man irgendwie am Standort Germersheim überstehen kann, egal aus welcher Himmelsrichtung man stammt.
_________________
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BU ------>08/2013
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Medical ->06/2014

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obstsalat
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 728

BeitragVerfasst am: Mi Aug 24, 2016 8:55 pm    Titel: Antworten mit Zitat

DuoDiscus156 hat folgendes geschrieben:
Wie sind den normalerweise für Piloten so die Schichtzeiten - ich frage bezüglich der Machbarkeit vom Pendeln.

Das ist der falsche Ansatz. Du wirst nicht in Germersheim sein (außer AGA). Und wenn du dir jetzt schon Gedanken über Pendeln und zuhause machst ist das sicher der falsche Job für dich. Du wirst unter Garantie Jahre außerhalb einer pendelbaren Entfernung verbringen.
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DuoDiscus156
Bruchpilot
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Anmeldungsdatum: 24.08.2016
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: Do Aug 25, 2016 6:07 am    Titel: Antworten mit Zitat

Germersheim habe ich als Standort nach dem Fliegen überlegt. Ob ich dazwischen einige Jahre nicht in der nähe meiner Heimat lebe finde ich nicht so schlimm.

Mir geht es eher daraum, irgendwann mal wieder hier zu landen, und ich dachte so ein Ausbildungsstandort wie Germersheim wäre doch was für einen ehemaligen Piloten. Bezüglich des Pendelns habe ich bisher gehört, dass die Bundeswehr so oder so fast geschlossen aus Pendlern besteht? Ich meine gerade beispielsweise in der Ecke bei Büchel hat es ja wirklich nur 300 Einwohner Dörfer, wo man vielleicht nicht sein ganzes Leben verbringen möchte?

Eine Frage zu der ich bisher keine brauchbaren Antworten gefunden habe ist die Sache mit dem Kündigen. Angeblich könne man als Berufsoldat zehn Jahre nach seiner Ausbildung kündigen verliere aber seine Pensionsansprüche? Teilweise heist es man müsse seine Ausbildung teilweise zurückzahlen - das wäre bei einer so teueren Ausbildung doch praktissch nie abzahlbar?
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obstsalat
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 728

BeitragVerfasst am: Do Aug 25, 2016 12:21 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Man muss seine Ausbildungszeit mit einem bestimmten Faktor "abdienen" um Zahlungen zu vermeiden. Der ganze Bereich ist aber stets strittig und nicht so leicht zu beantworten. Auch, weil es mehr als einen Weg gibt und jeder verschiedene Folgen hat.

Der Umstand, dass du dir darüber bereits jetzt solche Gedanken machst verstärkt allerdings den Eindruck, dass der Job grundfalsch für dich wäre - und du eine Stelle besetzen würdest, auf die jemand anderes gehört. Bedenke aber auch, dass das (deine Motivationslage) in jeglichem Auswahlverfahren ziemlich leicht herauskommt - ich sehe da ehrlich gesagt wenig Chancen für dich. Das ist wohl für beide Seiten auch besser so.
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DuoDiscus156
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Anmeldungsdatum: 24.08.2016
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: Do Aug 25, 2016 1:22 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, das kommt jetzt falsch rüber. Ich möchte diesen Beruf seit meiner Kindheit ausüben, aber bevor ich solch ein lange Verpflichtung eingehe möchte ich mich einfach informieren, wie es denn praktisch abläuft und welche Möglichkeiten ich habe falls ich in 10, 15 oder 20 Jahren feststelle, Mist es ist nicht die Erfüllung für den Rest meines Lebens.
Es wäre doch etwas blauäugig sich für den Rest seines Lebens an die Bundeswehr zu binden ohne zu wissen woran man ist?
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Anmeldungsdatum: 01.05.2009
Beiträge: 444

BeitragVerfasst am: Fr Aug 26, 2016 2:38 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Über das für und wider hast Du hier schon einiges erfahren. Wenn es Dein Herzenswunsch ist : DO IT ! Die Einstellung, dass man nicht immer das Gleiche machen will muss soll finde ich nicht unsympathisch. Das schafft Dir Perspektive, wenn ein DON'T DO IT draus wird.

Es klang bereits an : Sei Dir immer bewußt, dass Du als Soldat und Offizier keinen Rechtsanspruch auf die Fliegerei hast. Leider kommt man mit logischem Denken oder murmaßlich gesundem Menschenverstand auch nicht immer weiter. Du kannst egal in welcher Phase Deiner militärischen Karriere von jetzt auf Gleich aus dem Cockpit geholt werden und machst etwas anderes. Nachvollziehbarkeit, ökonomisches Kalkül oder Planbarkeit - um nur einige wenige Punkte zu nennen - spielen dabei subjektiv und objektiv manchmal eine untergeordnete oder gar keine Rolle.

Ich kann mich nur anschließen : Baue nicht heute schon auf einen Wunschstandort, der Null Komma nix zu gemacht wird... selbst wenige Jahre im Voraus lässt sich darüber keiner zuverlässige Aussage treffen.

Du kannst spätestens 10 Jahre nach Deiner letzten Fachausbildung kündigen. Das ist Gesetz und niemand kann es Dir verwehren. Deine Pension ist futsch. Die Bundeswehr überweist einmalig den von Dir bis dahin erworbenen, umgerechneten Rentenanspruch an die BfA nach Berlin
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: Di Jan 03, 2017 11:16 am    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Leute,
ich schließ mich hier mal mit ein paar Fragen an. Wäre nett, wenn jemand seinen Senf dazugeben würde.

Lage:
LFF Jet noch nach BO41 oder BS mit Mitte 40 gekündigt.

MFS mit einigem zeitlichen und finanziellen Umstand umschreiben in CPL/IR mit ATPL Theory Credit bzw. mehr oder weniger neu erwerben.

Kenne bis jetzt zwei die in der BizAviation untergekommen sind - kaum Stunden, ohne TR.

Hat einer von Euch noch mehr Beispiele/Fälle, die geradewegs in der commerziellen Luftfahrt untergekommen sind, oder auch nicht?

Im Endeffekt hat man ja nicht mehr vorzuweisen als alle anderen mit 200h TT frisch aus der Flugschule. Außer eben die Jet-Erfahrung.
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obstsalat
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 728

BeitragVerfasst am: Di Jan 03, 2017 11:47 am    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt jede Menge Leute, die zivil weiterfliegen. Einige in der Biz, einige bei verschiedenen Airlines. Kenne da deutlich über ein Dutzend Fälle.

Natürlich hat man Stunden - wieso nicht? Und jeder ex-Jettie hat gewaltig mehr vorzuweisen, als ein Schüler frisch aus einer zivilen Flugschule. Und das schon direkt nach Sheppard.
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1W4P
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Anmeldungsdatum: 07.04.2015
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: Di Jan 03, 2017 7:58 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Na das klingt ja schonmal gar nicht so schlecht, irgendwo nach der militärischen Zeit zivil Fuß zu fassen. Ich hatte gehört, dass man als ehem. Jetti zwar meist 1500+ h TT habe, diese zivil aber nur wenig brächten, da u.a. nicht on type, in der Lfz-Klasse, kein MCC oder bspw. anders gewichtetes CRM. Aber ich lasse mich gern auch aus Eigeninteresse eines Besseren belehren.
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