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Pilot heutzutage noch sicher? - Bundeswehr -> Airline?
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OnBoard
NFFler
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Anmeldungsdatum: 07.08.2014
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: Sa Jul 23, 2016 5:20 pm    Titel: Pilot heutzutage noch sicher? - Bundeswehr -> Airline? Antworten mit Zitat

Guten Tag miteinander,

Ich melde mich jetzt auch mal nach längerer Zeit wieder zurück.
Im Gegensatz zu meinem letzten Thread (2014), stehe ich nun nur noch 1 Jahr vor meinem Abitur.

Da ich mich dann innerhalb der nächsten 6 Monate entscheiden muss und leider sehr viel machen möchte, fällt es mir sehr schwer, eine Entscheidung zu treffen.
Zudem weiß ich auch nicht, ob es überhaupt noch sicher ist, heutzutage sich noch als Pilot ausbilden zu lassen. Denn die Automatisierung und somit die Industrie 4.0 macht vor nichts halt. Zwar entstehen dadurch immer wieder neue Jobs, allerdings fällt ein Großteil weg!

Für einige mag das evtl. abstrus Klingen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die Flugzeuge eines Tages alleine Fliegen werden. Wahrscheinlich wird das dann mit Aufgabe der Flugbegleiter sein, da mal drüber zu schauen. Tesla macht es ja vor. Elon Musk möchte die Taxifahrer "Vertreiben". So sollen die privaten Autos der Kunden, falls diese das möchten, da das Auto am Tag zum größten Teil nur rumsteht, automatisiert fahren und Leute transportieren.

Aber mal abgesehen von Sachen die in den Sternen stehen, spielt die Vergütung natürlich auch eine Rolle. Und wenn ich sehe, was Lufthansa da gerade abzieht, wünschte ich denen am liebsten, dass sie keine Kunden mehr haben. Denn Leute auszubilden, denen aber nur einen Job zu geben, wenn sie die schlechteren Konditionen annehmen, ist meiner Meinung nach ein Unding! - Zudem ist die Fluglizenz nur bei LH gültig...

Aber kommen wir jetzt mal zu meinem Problem. Und zwar bin ich gestern nach einem Jahr mal wieder geflogen und es hat mich sofort wieder in den Zustand "Ich will Pilot werden" versetzt.
Meine Anziehung dazu ist wohl riesig...

Nur kann ich mich leider nicht zwischen Kampfpilot beim Bund oder Pilot bei einer Airline entscheiden...
Auf einer Seite möchte ich gerne Manöver fliegen und hohen Belastungen ausgesetzt sein. Zum anderen will ich aber auch unbedingt reisen und mit Menschen in Kontakt sein, was ich leider nur bei einer Airline kann.

Wenn in meinem Kalender stehen würde, dass ich morgen in Los Angelas bin, 3 Tage später wieder in Frankfurt und wieder 3 Tage später in Südafrika, dann würde ich das nicht glauben können! - Genau das ist mein Traum!

Daher nun meine Frage. Werden denn Kampfpiloten, die auf Grund der Belastungen mit ca. 40 Jahren nicht mehr fliegen dürfen, von Airlines übernommen? - Wenn nein, wieso?

Würde mich über Antworten bzw. eine Diskussion freuen!
Mit freundlichen Grüßen
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Elmar
Captain
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Anmeldungsdatum: 18.05.2007
Beiträge: 679
Wohnort: Lkr Calw

BeitragVerfasst am: Sa Jul 23, 2016 10:01 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Onboard!

Von dem Bisschen, was ich noch über meine Bewerbung bei LH und Bw weiss, mag ich dir berichten, wie es mit Übernahmen von Luftwaffe zur zivilen Luftfahrt steht, weiss ich leider nicht.

Ich kann deine Fazination für's Fliegen nachvollziehen, gehts mir doch auch jedes Mal so, wenn ich irgend ein Metallvogel sehe oder selbst mit darin sitze.
Zum ersten Punkt mag ich was zur Bundeswehr sagen: du hast ja sicher schon selbst gehört, wie es um die Situation der fliegenden Truppenteilen aussieht. Einzig die Transpotzflugzeugbesatzungen haben einiges zu tun, in den anderen Sparten dagegen, gerade bei denen, welche kampfführende Aufgaben haben, sehen die Flugstunden ziemlich mau aus, sodass maximal die Mindeststunden im Jahr erreicht werden, z.B. bei den Heeresfliegern hab ich noch ca 130h/Jahr im Kopf (hat sich da was geändert?).

Du hast bereits autonome Fahrzeuge erwähnt, eigentlich müssten wir das eher unter Vehikeln zusammenfassen. Das was Elon Musk auf die Beine stellt, findet auch meine Bewunderung, mittlerweile nehme ich an, dass wir im Straßenverkehr früher zur Vollautonomie kommen können, als in der Luftfahrt, mit Ausnahme militärischer Drohnen.
Auf diesen Punkt wollte ich nämlich, im militärischen Bereich wird sehr stark autonomisiert, bzw. ferngesteuert und Kampfflugzeuge wie die F-22 oder F-35 werden wohl mit am Ende der bemannten Militärmaschinenentwicklung stehen.

Wenn du nun in einem Jahr Abi machst, wirst du ca 17 (+/-1) Jahre alt sein, wenn wir da nun 30 Jahre in die Zukunft blicken, dann wärst gerade mal 47, praktisch noch mitten im Leben, aber was für Entwicklungen in technischen Bereich werden wir haben? Das fragst du dich zu Recht.
Wir schreiben dann das Jahr 2046 und ich gehe schwer davon aus, dass wir weder Verbrennungsantriebe auf dem Boden haben werden, noch selbst fahren müssten, wenn wir nicht wollten, unter Umständen sind wir dann bereits seit ca 20 Jahren auf dem Mars unterwegs, zumindest wenn es nach NASA, ESA und SpaceX geht.
Verkehr wird einen anderen Stellenwert haben, auf den Kontinenten könnten Systeme wie der Hyperloop Städte und Länder schneller und günstiger verbinden, als es jede Regionalmaschine könnte und auch Flugzeuge werden, wie du schon sagtest, sicher weiterentwickelte Flugführungssysteme haben.

Dein Dilemma zwischen Reisen, mit Menschen zu tun haben, Technik zu bedienen kenne ich auch sehr gut und wo da Berufsaussichten liegen könnten. Es gibt solche Stellen auch in anderen Bereichen, da hab ich schon einige Lebensgeschichten gehört, gefunden hab ich so eine Position oder Perspektive jedoch noch nicht.
Ich bin mittlerweile auf dem Weg CAD-Konstrukteur zu werden, mache eine Ausbildung und danach wohl den Maschinenbautechniker, vielleicht auch ein Studium, mal sehen, was die Zeit bringen mag. Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich im Bereich Informationstechnik, Software und Steuerungstechnik weit mehr Potential für künftige Generationen sehe, als im Führen von Fahrzeugen und die Entwicklung wird nicht langsamer, sie beschleunigt.

Wozu rate ich dir nun? Angesichts der sehr risikoreichen und finanziell fast schon ruinösen Möglichkeiten in der Zivilluftfahrt, der Sparzwang im staatlichen Bereich und der zunehmenden Technologien, würde ich mich nicht mehr in der Linienluftfahrt bewerben, schon zweimal nicht bei militärischen Institutionen (unerwähnt geblieben: der Missbrauch des Militärs), vielleicht -in unbestimmter Zukunft- könnte ich mir die Buschfliegerei vorstellen, welche in abgelegenen Regionen Chancen bieten könnte, berufsmäßig zu fliegen aber eben kein hohes Gehalt verspricht und wohl nicht direkt steuerbar im Sinne "genau da will ich hin" ist.

Mach zunächst dein Abitur fertig und bevor du studieren gehst oder in eine Ausbildung, mache ein Freiwilligen-Jahr, es gibt gute Projekte z.B. beim BFD, vorallem aber beim Europäischen Freiwilligendienst (auch: EVS), Achtung! rechtzeitig organisieren, min. 1/2 Jahr im Vorraus. Wäre mir der Zivi nicht dazwischen gekommen, wäre ich ein Jahr nach Norwegen gegangen.
Du bist jung genug, um die Zeit dafür zu investieren - mit 20 könntest dich bei der Swiss bewerben (nach jetzigen Stand /noch), vielleicht bessert sich die Lage dann auch, vom Militär würde ich nochmals abraten, dann mach lieber privat Kunstflug, wenn du Formationen und hohe G-Kräfte fliegen willst, dort verfolgen einen keine "Kollateralschäden".
Ich denke, dass du ein gutes Gespür dafür hast, was in Zukunft möglich sein kann und wird.

Alles Gute!
Elmar
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Anmeldungsdatum: 07.08.2014
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: So Jul 24, 2016 9:55 am    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für deine Antwort Elmar. Was du da sagst, kann ich mir auch durchaus vorstellen.

Allerdings muss ich wirklich zugeben, dass ich so gerne mal in einem Kampfjet sitzen würde. Weil das sind Erfahrungen, die du sonst nie in deinem Leben machen wirst...

Nach dem Abitur werde ich eh erstmal ein Auslandsjahr machen. Am liebsten würde ich ja gerne in die USA. Nur ist dies keine 3. Welt bzw. Entwicklungsland und daher wird es etwas schwierig. Hinzu kommt noch, dass man auch nur ganz schwer an eine Arbeitserlaubnis kommt...

Meine 3. Richtung nach Pilot bei der Bundeswehr oder Pilot bei einer Airline wäre Wirtschaftsinformatik. Zwar müsste ich dazu studieren, was ich nie machen wollte, aber irgendwie muss ich wohl dann doch da durch...

Wobei ich sagen muss, auch wenn das Gehalt da schlechter ist, würde ich sogar noch Fahrzeugbegleiter bevorzugen. Einfach aus dem Grund, weil ich wieder so unterwegs bin. Dafür würde ich echt alles geben... :/
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Schienenschreck
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Anmeldungsdatum: 01.09.2008
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BeitragVerfasst am: So Jul 24, 2016 9:44 pm    Titel: Antworten mit Zitat

OnBoard hat folgendes geschrieben:
Allerdings muss ich wirklich zugeben, dass ich so gerne mal in einem Kampfjet sitzen würde. Weil das sind Erfahrungen, die du sonst nie in deinem Leben machen wirst...

Würd ich auch gern mal, aber beruflich ist nicht "mal", sondern ständig - man muss auch Erfahrungen machen, die man eigentlich nicht möchte (wäre bei mir das Drücken des Feuerknopfes oder Fliegen in Krisenregionen).

Ansonsten, einige ausgemusterte Militärjets sind in private Hand gewandert. Vielleicht ergeben sich da irgendwann Möglichkeiten, mal mitzufliegen.
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NFFler
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Anmeldungsdatum: 07.08.2014
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: So Jul 24, 2016 11:52 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Das kann ich mir aber nur leisten, wenn ich Pilot bei LH im Senator Bereich bin Wink
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CptSolo
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Anmeldungsdatum: 23.07.2015
Beiträge: 312

BeitragVerfasst am: Mo Jul 25, 2016 4:59 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zwei Stunden Mig29 kosten 12k, falls es wirklich um "einmal im Leben" geht, ist das sicher auch eine Option
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Schienenschreck
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Anmeldungsdatum: 01.09.2008
Beiträge: 3197
Wohnort: ZZ9 Plural Z Alpha

BeitragVerfasst am: Mo Jul 25, 2016 8:03 pm    Titel: Antworten mit Zitat

CptSolo hat folgendes geschrieben:
Zwei Stunden Mig29 kosten 12k

Schnäppchen! Für ne F-16 muss ich wohl noch ein paar Jahre warten... Wink
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obstsalat
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 728

BeitragVerfasst am: Mi Jul 27, 2016 8:05 pm    Titel: Antworten mit Zitat

1. Der Job Militärfliegerei ist grundverschieden zur Airlinefliegerei. In beide Bereiche müsstest du dich zuerst mal näher einlesen, wenn man das erste Posting so liest. Denn demnach hast du eine sehr naive Vorstellung von Militär - und Airlinefliegerei (Das ist nicht abwertend gemeint. Aber es ist etwas auf dem Level "Ich möchte Rennfahrer werden, weil man da so schön Vollgas geben kann).

2. In absehbarer Zeit wird kein Airliner ohne mehrköpfige Cockpitbesatzung unterwegs sein. Der Unterschied zum spurhaltenden Tesla S ist riesig.

3. In absehbarer Zeit werden auch Kampfjets bemannt bleiben - nur eben nicht alle. Je nach Einsatzzweck.

4. Ja, ex-Militärflieger können in die zivile Airlinefliegerei wechseln - bzw. die notwendigen Lizenzen erwerben. Hängt halt vom Bedarf ab, ob das sinnvoll ist.
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Elmar
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Anmeldungsdatum: 18.05.2007
Beiträge: 679
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BeitragVerfasst am: Mi Jul 27, 2016 10:27 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@obstsalat:

Es geht ja nicht darum mit dem Model S oder X mitzuhalten, es gibt ja heute schon Flugsysteme, welche autonom funktionieren.
Ich denke jedoch auch, dass es in der zivilien Luftfahrt weit länger dauern wird, bis man soweit ist, als im militärischen Bereich.

Was denkst du denn in Punkto "absehbare Zeit", wie es nach dem Eurofighter oder der F-22 aussehen mag? Die Maschinen sind ja grob für eine Betriebszeit von 15-20 Jahren ausgelegt, zumindest wenn man das von anderen Produkten überträgt.
Aus den USA sieht man ja bereits unbemannte Erprobungsträger fliegen, wie die X-45 oder X-47 und selbst diese Maschinen hatten ihre Anfänge schon 2002/03. Nicht zu vergessen, all die anderen Drohnen, wie Predator, Globalhawk, Heron, ...

Alles Gute!
Elmar
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stimpy
Bruchpilot
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Anmeldungsdatum: 15.07.2014
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: Fr Jul 29, 2016 12:37 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Onboard,

ein bischen schmunzeln musste ich über deinen Beitrag ja schon. Ich war auch mal so ein Träumer wie du Smile

Da schreibst du doch tatsächlich:

Zitat:
Nur kann ich mich leider nicht zwischen Kampfpilot beim Bund oder Pilot bei einer Airline entscheiden...


als könntest du dir eines von beiden aussuchen. Kumpel, es ist eher unwahrscheinlich, dass sich sowohl die Bundeswehr als auch die Lufthansa um dich reißen. Und falls doch, hast du für diese schwierige Lebensentscheidung noch etwas Zeit Wink

Zitat:

Daher nun meine Frage. Werden denn Kampfpiloten, die auf Grund der Belastungen mit ca. 40 Jahren nicht mehr fliegen dürfen, von Airlines übernommen? - Wenn nein, wieso?


... Joar, diese Frage sollte man gründlich klären bevor man wie wild die erfolgverheißenden Bewerbungen rausschießt.

Mach dein Abi, bewirb dich auf alles was nicht "Pay to Fly" ist und studier vielleicht nebenbei. Da kannst du nichts falsch machen.

Viel Erfolg und alles Gute
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Daedalus737
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Anmeldungsdatum: 04.01.2012
Beiträge: 247

BeitragVerfasst am: So Jul 31, 2016 1:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann über die verträumten Träumer hier auch nur noch lächeln...
Ich wundere mich überhaupt nicht wieso Menschen für traumhafte Darstellung mancher Organisationen im mittleren Osten anfällig sind - traumhaft, was einem da so alles versprochen wird.
Unterschied zur Luftfahrt: In der Luftfahrt geht das mit den Träumen auch ohne Versprechungen.
Was beide vereint: Für einen großen Teil endet es heutzutage in einem Albtraum.

Wenn ich Montag meinen 737 Pilotenferienjob antrete nervt mich jetzt schon das Gedränge, grobe Gepäckhandhabung, Übergepäckdiskussion, machthungrige Kleingeister. Dabei will ich einfach nur in kurzem Zeitraum mit wenig Aufwand viel Geld einstreichen, alles andere interessiert mich nicht.

Unverständlich wie die Reiserei ein Traum sein kann - bin froh wenn ich nicht weg muss und schön in Deutschland bleiben kann.
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flapfail
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Anmeldungsdatum: 23.03.2008
Beiträge: 5559
Wohnort: OGLE-2005-BLG-390Lb

BeitragVerfasst am: So Jul 31, 2016 3:15 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Daedalus737 hat folgendes geschrieben:
Ich kann über die verträumten Träumer hier auch nur noch lächeln...
Ich wundere mich überhaupt nicht wieso Menschen für traumhafte Darstellung mancher Organisationen im mittleren Osten anfällig sind - traumhaft, was einem da so alles versprochen wird.
Unterschied zur Luftfahrt: In der Luftfahrt geht das mit den Träumen auch ohne Versprechungen.
Was beide vereint: Für einen großen Teil endet es heutzutage in einem Albtraum.

Wenn ich Montag meinen 737 Pilotenferienjob antrete nervt mich jetzt schon das Gedränge, grobe Gepäckhandhabung, Übergepäckdiskussion, machthungrige Kleingeister. Dabei will ich einfach nur in kurzem Zeitraum mit wenig Aufwand viel Geld einstreichen, alles andere interessiert mich nicht.

Unverständlich wie die Reiserei ein Traum sein kann - bin froh wenn ich nicht weg muss und schön in Deutschland bleiben kann.


Ich kann mich dem nur anschliessen.
Ich kann auch nur immer über Freunde von mir den Kopf schütteln, die fluggeil als Schnäppchenjäger ganz verzückt sind, wenn sie für 0,99 € mit Ryan sinnlos am Morgen nach Alicante fliegen, dann weiter nach London, und wieder zurück nach D und stolz berichten, dass sie für den "Spass" nur 3 € bezahlt haben.
Alleine die Kontrollen an den Flughäfen nerven mich schon, wenn ich als Pilot zum Dienst gehe,- und dabei immer unter Generalverdacht stehe ein potentieller Terrorist zu sein.
In meiner Freizeit brauche ich das dann am wenigsten.

Obwohl Piloten auch laufend von der Behörde über ihre Zuverlässigkeit überprüft werden , und periodisch ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen müssen, werden sie von den Security Leuten übergenau kontrolliert, der Tascheninhalt gefilzt , die Koffer geröntgt, und mit der Handsonde genauestens untersucht und abgetastet. Manchmal denke ich den Leuten macht es tierischen spass, den "Vierstreifen-Hörnchen" so richtig zu zeigen , wer das Sagen hat.
Manchmal kotzt mich nur mehr alles an....
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Es interessiert mich nicht, was andere über mich zu Wissen glauben - oder denken.....
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