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Erhöhung der Vergütung der Vorstände der Lufthansa
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B1900D
Captain
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Anmeldungsdatum: 15.02.2011
Beiträge: 1927

BeitragVerfasst am: Mi Dez 09, 2015 10:24 am    Titel: Antworten mit Zitat

d@ni!3l hat folgendes geschrieben:
FlyMike hat folgendes geschrieben:
d@ni!3l hat folgendes geschrieben:
Wie schon häufig gesagt- wem es nicht passt kann gerne Anteile an der LH kaufen und so den Kurs mitbestimmen...


Sorry, aber der Spruch ist einfach nur dumm und wird auch nicht besser je öfter man ihn bringt. Zeig mir einen normalen Angestellten bei Lufthansa, der genug Geld hat, um sich mal eben soviele LH-Anteile zu kaufen um signifikant irgendwas am LH-Kurs ändern zu können.

"Dir passt das Auswahlverfahren von LH nicht? Kauf dir halt eine Airbusflotte und gründe eine eigene Airline!" Rolling Eyes


Ja, dann muss man eben akzeptieren, dass andere am längeren Hebel sitzen - nämlich der Aufsichtsrat und der von ihm bestimmte CEO. So ist das nunmal mit - vereinfach gesagt - Besitz. Wenn einem nicht passt, dass man weniger Geld bekommt und der CEO einen Bruchteil des Ersparten muss man ja nicht länger dafür arbeiten. Klar ist es nicht schön, aber so ist es nunmal. Bei meiner Bsp-Rechnung zuvor sieht man, dass das Unternehmen so wahrscheinlich immernoch besser da steht als vorher, wodurch die Mitarbeiter in Puncto Arbeitsplatzsicherheit auch profitieren könnten- sofern sie sich das erreichte nicht wieder kaputtstreiken...


Vergiss es einfach - mit diesen Leuten kann man nicht argumentieren, ohne dass sie jedesmal behaupten, dass man selber "dumm" ist.

Es ist doch ganz einfach am Geschehen festzustellen, dass die Piloten nicht mit dem Vorstand auf einem gemeinsamen Nenner stehen. Die Meinungen die hier so vehement kundgetan werden, interessieren nicht und ändern auch nichts am Geschehen.
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Andi12
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Anmeldungsdatum: 02.12.2015
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: Mi Dez 09, 2015 11:24 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke hier wird über 2 verschiedene Sachen diskutiert.
Das der Vorstand am längeren Hebel sitzt bestreitet keiner, und auch dass man ein Vorstandsgehalt nicht mit dem von "nur" einem Piloten vergleichen kann.
Als Pilot ist man eben nur ein Mitarbeiter und eine Zahl auf der Ausgaben-Liste des Unternehmens, mehr nicht.

Worum es vielen denke ich - oder zumindest mir geht:

Zitat:
Bei meiner Bsp-Rechnung zuvor sieht man, dass das Unternehmen so wahrscheinlich immernoch besser da steht als vorher, wodurch die Mitarbeiter in Puncto Arbeitsplatzsicherheit auch profitieren könnten- sofern sie sich das erreichte nicht wieder kaputtstreiken...


Ja, das Unternehmen steht rechnerisch besser da. Mehr Geld in den Büchern.
Der Punkt ist, dass zumindest ich nicht glaube, dass es der richtige Weg für einen längerfristigen Erfolg ist.
Natürlich kann man a la McKinsey auf kurze Sicht die Zahlen hochschrauben. Aber in Punkto Arbeitssicherheit, Image, etc. ist es langfristig meiner Meinung nach der falsche Weg. Ich bin froh wenn ich damit falsch liege.

Das die Meinungen hier im Forum den LH Vorstand nicht im geringsten interessieren und nichts am Geschehen ändern ist denke ich auch jedem hier klar...
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Dingi
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Anmeldungsdatum: 25.08.2015
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: Mi Dez 09, 2015 11:24 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ich erspare mir die Polemik und sinnlosen Freigeist mancher hier.

Der Vorstand ist doch als solches ein Rollenvorbild für die Mitarbeiter anderer Hierachiestufen und Abteilungen, meine Erfahrung zeigt: Wenn sich wirklich etwas verändern soll, ist entscheidend, dass die Geschäftsführung dahintersteht. Das ist keine neue Weisheit, aber der ausschlaggebende Erfolgsfaktor für Change-Prozesse.
Noch stärker sind die Auswirkungen, wenn den Beteiligten des Prozesses ein Verhalten vorgelebt wird, das im Gegensatz zu den vereinbarten Zielen steht. So entsteht sehr schnell Demotivation und Frustration. Ob der Vorstoß von Herrn Mayrhuber jetzt eine böse Absicht ist sei mal dahingestellt, aber Intention und Wirkung können schnell differieren, ohne das man es merkt.
Jeder Schritt, der die Verhandlungen der Lufthansa mit den Mitarbeitern näher zum Ziel bringt, ist gut. Wenn aber wie jetzt ständig weitere Unstimmigkeiten entstehen sollte man konstruktiv nach Möglichkeiten suchen wie die nächsten Schritte aussehen können, denn schon jetzt hat das ganze was von einer Seifenoper!
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d@ni!3l
Captain
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Anmeldungsdatum: 18.11.2007
Beiträge: 4681
Wohnort: EDLW

BeitragVerfasst am: Mi Dez 09, 2015 12:01 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Andi12 hat folgendes geschrieben:


Ja, das Unternehmen steht rechnerisch besser da. Mehr Geld in den Büchern.
Der Punkt ist, dass zumindest ich nicht glaube, dass es der richtige Weg für einen längerfristigen Erfolg ist.
Natürlich kann man a la McKinsey auf kurze Sicht die Zahlen hochschrauben. Aber in Punkto Arbeitssicherheit, Image, etc. ist es langfristig meiner Meinung nach der falsche Weg. Ich bin froh wenn ich damit falsch liege.


Falls du damit darauf hinaus willst, dass eine Kürzung des Gehalts etc die Motivation der Mitarbeiter beeinflusst und damit der LH schadet, sehe ich das anders. Das mag ggf. in einer klassischen (Fleißband-)Produktion oder insbesondere bei viel Kundenkontakt so sein, dass dann die Qualität nachlässt, aber bei der Lufthansa ist das anders. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Pilot so die Motivation verliert unkonzentrierter fliegt. Ggf. ziehen die Flugbegleiter mehr ne Schnute, aber das ist man in der Economy gewohnt und kein Faktor dort und in der C-Class wäre man ja doof am eigenen Ast zu sägen, glaube schon, dass es dort dann Beschwerdewege gäb.

Mir kommt es seitens der Personalvertretung so vor, als wäre für die die LH immernoch ein Staatsunternehmen bzw. gar ein Unternehmen in einem sozialistischen Umfeld, wo den Mitarbeitern das Unternehmen gehört und die den Kurs mitbestimmen - zumindest wird dies versucht. Das ein mMn ein Verschließen vor der Realität und Missachtung des (wirtschaftlichen) Umfelds. So erklärt sich auch meines Empfinden nach die Kritik an der Erhöhung der Vorstandsgehälter - klassischer Klassenkampf " die da oben und wir da unten". Ich würde Mitarbeitern in einem privatwirtschaftlichen Unternehmen mehr Verständnis der (sozialen) Marktwirtschaft wünschen, auch wenn ich selbstverständlich versteh, dass jeder erstmal primär an sich denkt, wobei ich gleichwohl auch denke, dass dies (zu) kurzfristig gedacht ist... Und das lässt sich als Außenstehender vllt. objektiver sehen als als Betroffener - und genau das lässt sich ja in Foren dann gut ausdrücken ohne Partei ergreifen zu wollen, weil es mir ja persönlich nichts bringt...
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Andi12
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Anmeldungsdatum: 02.12.2015
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: Mi Dez 09, 2015 12:25 pm    Titel: Antworten mit Zitat

d@ni!3l hat folgendes geschrieben:


Falls du damit darauf hinaus willst, dass eine Kürzung des Gehalts etc die Motivation der Mitarbeiter beeinflusst und damit der LH schadet, sehe ich das anders. Das mag ggf. in einer klassischen (Fleißband-)Produktion oder insbesondere bei viel Kundenkontakt so sein, dass dann die Qualität nachlässt, aber bei der Lufthansa ist das anders. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Pilot so die Motivation verliert unkonzentrierter fliegt. Ggf. ziehen die Flugbegleiter mehr ne Schnute, aber das ist man in der Economy gewohnt und kein Faktor dort und in der C-Class wäre man ja doof am eigenen Ast zu sägen, glaube schon, dass es dort dann Beschwerdewege gäb.


Überhaupt nicht. Mir geht es darum ob die komplette Umstrukturierung langfristig der Weg zum Erfolg ist.
Wenn diese "Alles Neu" Politik aufgeht dann sehe ich kein Problem darin. Und dann ist es auch gerechtfertigt die Gehälter der Verantwortlichen aufzubessern, auch wenn der Erfolg durch eine Kürzung der ohnehin üppigen Gehälter von manchen Mitarbeitern mitgetragen wird. Fair Game.
Meine Sorge ist, dass es eben nicht so aufgeht. Das Eurowings nicht so stark wird wie erhofft. Und DANN sind die Leidtragenden die Mitarbeiter. Nicht jetzt momentan wegen Einsparungen und Umstellungen, sondern falls sich dieses Konzept als doch nicht so tragfähig wie geplant herausstellt.
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d@ni!3l
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Anmeldungsdatum: 18.11.2007
Beiträge: 4681
Wohnort: EDLW

BeitragVerfasst am: Mi Dez 09, 2015 12:27 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, da hast du recht, ein wenig in der Schwebe steht das Konzept der Umstrukturierung schon. Allerdings : Wie würde alles aussehen, wäre der Kurs wie bisher fortgesetzt worden, wo die Lufthansa innereuropäisch Geld verbrennt? Und das Geschäftsfeld ganz aufgeben ist ja auch riskant, deshalb war das mMn der einzige Weg...
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cengelk
Senior First Officer
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Anmeldungsdatum: 12.06.2014
Beiträge: 52

BeitragVerfasst am: Mi Dez 09, 2015 1:37 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Mal ein bisschen Abstrakt, und das stellt gar nicht mal meine Meinung dar:

1. Die LH-Vorstände sind tatsächlich die Schlusslichter unter den DAX-30 Vorständen in Bezug auf Vergütung

2. Löhne mal nüchtern betrachtet:
Die Lohnstruktur sollte auf jedem Level, die für das Unternehmen wirtschafltich beste Entscheidung widerspiegeln: Also Arbeitskräfte mit den gerade benötigten Qualifikationen möglichst billig anzustellen.

Hier bedeutet das offensichtlich auf Vorstandsebene:
Der Investition von "Mehrgehalt" in den Vorstand liegt zugrunde, dass man glaubt damit besser darzustehen. Das kann z.B. bedeuten, dass Vorstände gehalten werden sollen und man davon überzeugt ist, dass dies sich lohnt. Man möchte offensichtlich genau diese jetzige Vorstandshorde halten, auch zu mehr Geld, anstatt einen jetzigen Bereichsleiter, der die Beförderung auch für weniger Geld annehmen würde, in den Vorstand zu heben. Diese Ansicht wird vom Aufsichtsrat, dem Gremium aus Eigentümern und AN-Vertretern offensichtlich in der Mehrheit gebilligt und getragen - da der absolute Hebel klein ist, ist diese Entscheidung zu respektieren. Man entlohnt Individuen, anstatt eine ganze Riege von bereits sabbernd bereit stehenden Managern unter Vorstandsebene für weniger Geld einzustellen. Das muss man sich immer wieder klar machen.

Auf AN-Ebene (wie z.B. Piloten) bedeutet das bei LH offensichtlich umgekehrt:
Man ist nicht überzeugt, dass ein "Mehrgehalt" positiv für das Unternehmen ist. Man sieht keinen unternehmenswirksamen Nutzen von Erhöhung (oder in diesem Fall sogar nur Festhalten) von Konditionen. Man kennt den Arbeitsmarkt und weiß, man bekommt auch weniger Geld fähige Piloten. Noch dazu ist der Hebel viel relevanter. Auch diese Ansicht wird vom Aufsichtsrat offenbar gebiligt, sonst wäre Hr. Spohr schon längst entlassen.


Nun meine persönliche Meinung:

3. Ich halte es, auch wenn alles was bei LH passiert durchaus seine Gründe und Berechtigung aus Unternehmenssicht hat, für taktisch sau unklug und ziemlich geschmacklos ausgerechnet jetzt Vorstandssaläre zu heben.
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obstsalat
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 728

BeitragVerfasst am: Mi Dez 09, 2015 5:24 pm    Titel: Antworten mit Zitat

cengelk hat folgendes geschrieben:
2. Löhne mal nüchtern betrachtet:
Die Lohnstruktur sollte auf jedem Level, die für das Unternehmen wirtschafltich beste Entscheidung widerspiegeln: Also Arbeitskräfte mit den gerade benötigten Qualifikationen möglichst billig anzustellen.


Und genau da sehe ich die Grundlage für so einige Probleme. Denn das mag rein betriebswirtschaftlich stimmen (allerdings auch dass nur unter völliger Missachtung von Dingen wie Motivation und unter Annahme einer immer gleichen Arbeitsleistung ohne Motivatoren und Hygienefaktoren, was schon lange als unzutreffend belegt ist)- aber so ist unsere Gesellschaft und unsere _soziale_ Marktwirtschaft nicht gedacht.

Ein Unternehmen kann auch wirtschaftlich solide sein und gleichzeitig das Allgemeinwohl nicht vergessen, die pure (auch betriebliche) Egomanie ist wohl kaum erstrebenswert. Siemens, Bosch und viele andere große Konzerne sind GERADE mit dem Hintergrund groß und erfolgreich geworden, den Mitarbeiter nicht als bloßen Kostenfaktor zu betrachten. Es gilt, eine vernünftige Mitte zu treffen - und nicht den Unternehmenserfolg über alles zu stellen.

Das Leben besteht nicht rein aus dem Ableisten von Arbeitsleistung - und das ist eine Errungenschaft, die man nicht so schnell aufgeben sollte. Wäre die obige Aussage korrekt (Ziel: minimale Löhne), dann wäre die Gehaltserhöhung im Vorstand kein Thema, würden wir alle auf dem gleichen Niveau wie der Rest der Welt leben, würde niemand als Feuerwehrmann oder Rettungssanitäter unser Leben Retten für ein lächerlich geringes Gehalt, würde sich niemand in unserem Namen im Ausland beschießen lassen und alle unsere Lebensmittel kämen aus der billigstmöglichen Massentierhaltung (um mal ein paar wenige Beispiele zu nennen). Geringstmögliche Kosten können allein NICHT das Ziel sein.

Viele Bemerken das allerdings erst, wenn sie mal Kinder großgezogen haben und deren Schritte in ihr eigenes Leben (auch Berufsleben) mitmachen und über die Zukunft ihrer Kinder nachdenken. Wir können mehr, als nur höchstmöglichen Umsatz erreichen.


---

Deinen letzten Satz trage ich vorbehaltlos mit.
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d@ni!3l
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Anmeldungsdatum: 18.11.2007
Beiträge: 4681
Wohnort: EDLW

BeitragVerfasst am: Mi Dez 09, 2015 8:11 pm    Titel: Antworten mit Zitat

obstsalat hat folgendes geschrieben:


Und genau da sehe ich die Grundlage für so einige Probleme. Denn das mag rein betriebswirtschaftlich stimmen (allerdings auch dass nur unter völliger Missachtung von Dingen wie Motivation und unter Annahme einer immer gleichen Arbeitsleistung ohne Motivatoren und Hygienefaktoren, was schon lange als unzutreffend belegt ist)- aber so ist unsere Gesellschaft und unsere _soziale_ Marktwirtschaft nicht gedacht.



Mal ganz provokant gefragt: Meinst du Lufthansa Piloten wären zB zu Airberlin oder Easyjet Bedingungen unmotiviert? Wenn ja, ist das nicht a) arrogant, weil man glaubt besser zu sein als die anderen?! Oder b ) wie wirkt sich die Motivation dann aus? Bleibt man länger in der Luft um seine Familie abends nicht sehen zu müssen und landet man mal so bockig neben der Piste? Sorry, bissl polemisch ausgedrückt, aber verstehst du, warum ich das mit der Motivation echt als fragwürdig ansehe?
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obstsalat
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 728

BeitragVerfasst am: Mi Dez 09, 2015 10:03 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@daniel: Motivation ist kein diskutierbarer Begriff - der ist auch in der betriebswirtschaftlichen Sicht auf HR wichtig. Und dort ist auch unstrittig, dass das Absenken von Vergütungen, das offene Aussprechen der Geringschätzung der AN durch den AG, das Absenken der nicht-monetären beruflichen Bedingungen allesamt die Motivation absenken. Dazu benötigt man niemandem Arroganz unterstellen.

Ebenso gibt es klassiche Indikatoren, die durch absinkende Motivation hervorgerufen werden. Diese sind aber nicht "bockig neben der Piste landen", dass weisst du doch selbst.

Das ist alles nicht Luftfahrt-spezifisch und Inhalt jedes BWL, VWL, Soz, Päd etc Studienganges, da herrscht einstimmiger Konsens.
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d@ni!3l
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Anmeldungsdatum: 18.11.2007
Beiträge: 4681
Wohnort: EDLW

BeitragVerfasst am: Do Dez 10, 2015 6:17 am    Titel: Antworten mit Zitat

Da ich selber Betriebswirt bin erzählst du mir nichts neues. Jedoch glaube ich, dass sich Motivation dennoch bei Piloten anders auswirkt als bei sonstigen Angestellten, deren "Rahmen" der Tätigkeiten deutlich mehr Leistungszurücknahme zulässt als bei Piloten, u.a.eben deshalb, dass Piloten sich aus Eigeninteresse bezüglich der Sicherheit viel weniger 08-15 erlauben können als wer am Schreibtisch oder so..
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obstsalat
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 728

BeitragVerfasst am: Do Dez 10, 2015 11:45 am    Titel: Antworten mit Zitat

Damit sind wir etwas off-Topic, daher nur kurz: Es gibt sehr viele Dinge, an denen man diese Leistungsrücknahme auch in einem Cockpit festmachen kann. Das fängt beim Krankenstand an, geht über den Extra-Fuel, entlang der Mühe, die man sich gibt um die entscheidende Minute aufzuholen, über "Kommandantenentscheid ja/nein" bis zu "stressiger Swingover nach der Langstrecke (oder dem x-ten Leg Kurzstrecke) oder einfach so, wie vorher gedacht". Das sind alles Dinge, die einer Firma enorm Kosten sparen können - wenn der Cockpit-Mitarbeiter sich dieses "Extra" in´s Zeug hängt.
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