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Seraphimo
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Anmeldungsdatum: 29.11.2012
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: Mo Okt 05, 2015 9:26 pm    Titel: BW nach LH Antworten mit Zitat

Servus,

Ich bin derzeit Flugschüler bei LH. Auf Grund der derzeitigen Situation und dem generellen Wandel in der zivilen Luftfahrt habe ich mich in der letzten Zeit sehr mit dem Thema "Zukunft" auseinander gesetzt.
Da ich im dualen Studiengang auch ein paar BW Kommilitonen habe und mich mit denen immer mal wieder kurz geschlossen habe, wurde mein Interesse an der Jetfliegerei, sagen wir mal, "wiedererweckt".
Ich hänge mich jetzt nicht daran auf aber spiele doch durchaus mit dem Gedanken es einfach mal zu versuchen, frei nach dem Motto, "was hab ich schon zu verlieren".
Ohne weiter um den Brei zu reden ein paar kurze Fragen.

Wie lange ist die Zeitspanne von Bewerbungsdatum bis Kursstart, bzw Offizierslehrgangsstart, im Regelfall?

Kann man sich bewerben und nach bestandenen Tests das Datum des Kursstarts verschieben, sodass man das Studium hier zu Ende bringen kann?

Kann man mit Abschluss des Studiums hier, das inzwischen notwendige Studium nach der Offizierslaufbahn (so habe ich es verstanden) ersetzen, bzw. überspringen?

Vielen Dank für die Antworten.
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Wenn ich bin was ich habe, und dann verliere was ich habe, was bin ich dann?
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B1900D
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Anmeldungsdatum: 15.02.2011
Beiträge: 1927

BeitragVerfasst am: Di Okt 06, 2015 9:33 am    Titel: Antworten mit Zitat

Das klingt ziemlich hoffnungslos... bzw. nach Flausen im Kopf.
Du weißt das die BW real keine Resourcen hat und gerade die Fighterpiloten mit jährlichen Minimalstunden klarkommen müssen ? Das ist kein Zuckerschlecken dort und die Wahrscheinlichkeit, dass es zum irgendwann zum Kriegseinsatz kommt, steigt leider, weil es im Interesse der BRD ist, sich in Zukunft vermehrt an Konflikten zu beteiligen.

Bleib doch lieber bei dem und konzentrier Dich auf das, was Du schon angefangen hast, bau darauf auf und mach das mal zu Ende. Auch wenn die LH Klassik tot ist, wird es bessere Alternativen geben, als die BW.
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NFFuture
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Anmeldungsdatum: 08.07.2012
Beiträge: 126
Wohnort: Freiburg im Breisgau

BeitragVerfasst am: Di Okt 06, 2015 9:58 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ganz so verteufeln würde ich die Idee jetzt nicht. Man muss sich halt klar machen, dass man dann in erster Linie Soldat ist, der die Zusatzqualifikation "Pilot" besitzt. Das bedeutet, dass man nur dann fliegt, wenn der Dienstherr dies für nötig hält, oder sogar auch, dass man irgendwann vielleicht gar nicht mehr fliegen darf. (Abgesehen von medizinischer Eignung usw.)

Nichtsdestotrotz ist die Fliegerei bei der Luftwaffe ne super Sache, und wenn man dann mal zum Fliegen kommt (egal ob Jet, Transporter, Heli, oder Airbus/Global), schlägt es in Sachen Abwechslung und Interessantheit viele Jobs in der zivilen Luftfahrt.

Man sollte sich also mit dem Gedanken anfreunden, Soldat für die Bundeswehr zu sein. Mit all seinen Vor-, aber auch Nachteilen! Wenn einem dieser Gedanke liegt, kann man sich dann auch auf eine Karriere bei der Bundeswehr einlassen. Sollte man in erster Linie Pilot werden wollen, ist die Luftwaffe die falsche Anlaufstelle.

Um noch auf deine Fragen einzugehen:

Du kannst eigentlich nach, bzw. während deinem Auswahlverfahren deinen Dienstantrittstermin frei wählen (natürlich immer nur quartalsweise), ob man dann seinen Dienstantritt beliebig weit nach hinten schieben kann weiß ich allerdings nicht.

Wenn du dich mit abgeschlossenem Studium beim Bund für die Laufbahn des Offiziers im Truppendienst bewirbst muss man eigentlich nicht nochmal ein Studium bei der BW absolvieren. Dass sollte für die Flieger nicht anderst sein.

Ansonsten kann man sich natürlich immer an ein Karrierecenter der Bundeswehr wenden, allerdings sind die Herrschaften dort mit spezielleren Fragen in der Regel eher überfordert, aber für allgemeine Fragen zur Karriere in den Streitkräften sind sie immer zu gebrauchen. Ansonsten würde ich an deiner Stelle mal versuchen, ein "Praktikum" bei einem der Geschwader zu machen, da wirst du bestimmt mal nen sehr interessanten Einblick gewinnen können.
_________________
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BU ------>08/2013
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Medical ->06/2014

NFF....
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B1900D
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Anmeldungsdatum: 15.02.2011
Beiträge: 1927

BeitragVerfasst am: Di Okt 06, 2015 10:58 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe das nur geschrieben, weil meine Bekannten, die dort im Dienst sind oder waren, ohne Ausnahme, den Laden am liebsten nur noch verlassen wollen bzw. schon verlassen haben, um eine zivile Karriere auszuüben.

Der einzige erkennbare Vorteil, ist dass der Arbeitsplatz sicher ist, allerdings ohne Garantie, die eigenen Ansprüche währendessen zu befriedigen.
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Seraphimo
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Anmeldungsdatum: 29.11.2012
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: Di Okt 06, 2015 10:58 am    Titel: Antworten mit Zitat

Über das "Sparprogramm" der BW bin ich mir im klaren.
Meine Informationen sind, dass die EF-Piloten sich derzeit in einer Spanne von ca. 80-100 Flugstunden im Jahr bewegen, selten mal bis 120. Dazu habe ich jedoch auch gehört, dass diese Menge den meisten völlig ausreicht, da jede Stunde sowohl körperlich als auch mental extrem fordernd sei.
Die Möglichkeit militärisch eingesetzt zu werden ist nun mal immer gegeben. Ich schätze sie jetzt nicht allzu hoch ein, aber das ist eine Ansichtssache und es gibt sicher gute Gründe anderes zu vermuten.
Zudem geht es hier ja ohnehin noch nur um den Gedanken der Bewerbung. Dadurch das ich mir der Sache nicht sicher bin, wird es ohnehin schwer die Einstellungstest zu bestehen, aber sollte es doch klappen, befinde ich mich in einer wesentlich angenehmeren Situation das nochmal alles zu überdenken.

Bei einem Karrierecenter der BW habe ich die Tage einen Termin, aber eben des öfteren beim durchstöbern von dir Besagtes, dass diese öfters nur die grundlegenden Informationen bieten, bereits gelesen.

Habe bereits vor einigen Jahren ein Praktikum in Nörvenich gemacht gehabt. Danke aber für den Einwand.

Meine Problemstellung ist sich sicher zu sein das ich mich bewerben möchte und im Falle dessen, wann eben der passendste Zeitpunkt ist, sodass dies nicht zu sehr in Konflikt mit dem Studium gerät.
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B1900D
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Anmeldungsdatum: 15.02.2011
Beiträge: 1927

BeitragVerfasst am: Di Okt 06, 2015 11:18 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, es ist extrem fordernd, bei so wenig Flugstunden, dass ist der Punkt - es bräuchte übermenschliche Fähigkeiten. Gäbe es hier mehr Flugzeit, wäre es um einiges einfacher, um bei manchen Dingen die Routine zu bekommen, die man einfach braucht. Mir kann niemand ernsthaft erzählen, dass jemand die Maschine auf diese Weise verinnerlichen kann, geschweige denn, auf den Ernstfall optimal vorbereitet zu sein - dass ist in meinen Augen einfach nur ein Witz.

Seitdem sich meine Flugstunden quasi halbiert haben, ist der Job trotz Erfahrung auch gefühlt stressiger geworden, weil die Routine spührbar verfällt.

Na ja, egal, muß jeder selber wissen.
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Alt&Neu
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Anmeldungsdatum: 01.05.2009
Beiträge: 444

BeitragVerfasst am: Di Okt 06, 2015 5:02 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Jup... mach zu Ende was Du hast... und mach das professionell... dieses Wort wird bei der Bw nur all zu gerne bemüht ... wie man professionell werden soll bei der Miniflugstundenanzahl bleibt wohl das Geheimnis der Bw.

Abgesehen davon... ich hab es ab und an schon mal angemerkt, kann Dich der Dienstherr von heute auf morgen fliegerisch kaltstellen und Dir die Pappe, auf die Du keinen Anspruch hast, wegnehmen... ob der Dir dann zugeteilte "Ersatzarbeitsplatz" gefällt, ist schwer zu sagen.
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Tornado_Flow
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Anmeldungsdatum: 31.07.2009
Beiträge: 227

BeitragVerfasst am: Di Okt 06, 2015 5:17 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Moinsen..

Da das ganze hier mittlerweile zu einer Debatte über die Qualität des fliegerischen Dienstet anmutet, mal fix ein paar Antworten auf deine Fragen:

1. Die Abgabgefrist für Bewerbungen für die Offizierlaufbahn ist der 28.2. des Einstellungsjahres. Da für den fliegerischen Dienst aber noch einige zusätzliche Tests erfolgen, solltest du das früher abgeben.

2. Offizieranwärter werden in der Luftwaffe seit 2013 grundsätzlich zu zwei Terminen eingstellt: 01.07. und 01.10. Die Daten sind fix und nicht veränderbar.

3. Dein dann evtl. vorhandenes Studium ist ein Sonder- und Einzelfall der separat betrachtet werden muss. Es kann aber trotz allem sein, dass der Dienstherr es für besser hält dich Aeronautical Engineering an UniBw in München studieren zu lassen.

Und trotz allem muss/kann ich mich meinen Vorrednern anschließen: Die Lage in der Fliegerei ist bei uns momentan alles andere als rosig. Die Flugstunden schwanken stark je nach Muster/Standort und Verwendung des Einzelnen im Geschwader. Und grundsätzlich sind wir eben alle erstmal Soldaten, die der Dienstherr dort verwendet, wo er es für sinnvoll erachtet.

Nichtsdetotrotz bleibt die Militärfliegerei ein knattergeiles Geschäft...Very Happy aber eben eins für Idealisten..
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Phase II: 22.07-28.07.2009
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obstsalat
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 728

BeitragVerfasst am: Do Okt 08, 2015 11:52 am    Titel: Antworten mit Zitat

Die mit der Jetflieger verbunden Haken sind ja mit Recht bereits aufgeführt worden - es läuft letztlich darauf hinaus: Wer nur wegen der Fliegerei zum Jetfliegen geht wird dort enttäuscht enden. Das ist nunmal nur ein Teil des Jobs.

Zu einem gängien Vorurteil noch kurz etwas:
B1900D hat folgendes geschrieben:
Ja, es ist extrem fordernd, bei so wenig Flugstunden, dass ist der Punkt - es bräuchte übermenschliche Fähigkeiten. Gäbe es hier mehr Flugzeit, wäre es um einiges einfacher, um bei manchen Dingen die Routine zu bekommen, die man einfach braucht. Mir kann niemand ernsthaft erzählen, dass jemand die Maschine auf diese Weise verinnerlichen kann, geschweige denn, auf den Ernstfall optimal vorbereitet zu sein - dass ist in meinen Augen einfach nur ein Witz.



Um mal die Kirche im Dorf zu lassen: Hier unterscheidet sich klar das pure Fliegen des Flugzeuges und sein taktischer Einsatz. Für das sichere und routinierte Fliegen sind die Flugstunden tatsächlich kein Problem (einzige Ausnahme mögen die "Scheinerhalter" Stunden im Bereich 30 pro Jahr sein). Wer 3 mal pro Woche ein Kampfflugzeug fliegt ist damit fliegerisch immernoch auf einem deutlich höheren und trainierteren Niveau, als derjenige, der 90 Stunden im Monat im Airline- oder Executive-Cockpit sitzt.

Taktisch ist es natürlich schwer - da zeigt sich, dass mehr Üben mehr hilft. Wer da Jahre nach ENJJPT Klassenkameraden trifft merkt teils deutlich, dass da ein anderer Erfahrungshintergrund aufgebaut wurde.
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Seraphimo
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Anmeldungsdatum: 29.11.2012
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: So Okt 11, 2015 1:21 am    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für die Antworten.

Ist es wirklich in der Macht des Dienstherren dir deine Fliegerische Tätigkeit abzuerkennen? Und wenn ja, ist dies bereits vorgekommen?

Abschließend noch eine kurze subjektive Frage an die BW Piloten.
Wenn ihr euch jetzt wieder entscheiden könntet, würdet ihr es nochmal machen?
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Tornado_Flow
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Anmeldungsdatum: 31.07.2009
Beiträge: 227

BeitragVerfasst am: So Okt 11, 2015 9:05 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ja ist es. Wenn aus irgendwelchen Gründen mehr fliegendes Personal als nötig vorhanden kann sich der Dienstherr jemanden aussuchen und ihn "entpflichten", wie es so schön heißt, und dann ist dessen fliegerische Karriere beendet.
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Alt&Neu
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Anmeldungsdatum: 01.05.2009
Beiträge: 444

BeitragVerfasst am: So Okt 11, 2015 8:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Jup, sollen schon ganze Klassen heimgeschickt worden sein... oder es werden den gestandenen Offizieren die Scheine gelocht, dennoch bleibt man Berufssoldat... also von Umwandlung in SaZ und Abfindung keine Spur... dann bleibt noch die Kündigung... oder sich damit abfinden, dass man eben was anderes schönes macht bei Y-Adventure-Jorneys

Die andere Frage : Du musst wissen, was es Dir wert ist und abwägen, was die Alternativen sind.... und was Dein Plan A,B,C ist.
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