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EU-Arbeitsgruppe fordert Bluttests für Piloten
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Schienenschreck
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Anmeldungsdatum: 01.09.2008
Beiträge: 3196
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BeitragVerfasst am: Fr Jul 17, 2015 4:20 pm    Titel: EU-Arbeitsgruppe fordert Bluttests für Piloten Antworten mit Zitat

http://www.spiegel.de/panorama/germanwings-absturz-eu-arbeitsgruppe-fordert-bluttests-fuer-piloten-a-1044170.html

- unangemeldete Bluttests
- Zentrale europäische Medizindiagnosedatenbank
- Datentransfer an flugmedizinische Aufsichtsbehörde

Der Job wird immer bescheuerter.
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flapfail
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Anmeldungsdatum: 23.03.2008
Beiträge: 5549
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BeitragVerfasst am: Fr Jul 17, 2015 5:37 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Klar muss hier die Überprüfbarkeit verbessert werden. Wie man hier von "bescheuert" reden kann ist für mich unfassbar. Rolling Eyes
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Es interessiert mich nicht, was andere über mich zu Wissen glauben - oder denken.....
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Schienenschreck
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Anmeldungsdatum: 01.09.2008
Beiträge: 3196
Wohnort: ZZ9 Plural Z Alpha

BeitragVerfasst am: Fr Jul 17, 2015 6:05 pm    Titel: Antworten mit Zitat

flapfail hat folgendes geschrieben:
Klar muss hier die Überprüfbarkeit verbessert werden. Wie man hier von "bescheuert" reden kann ist für mich unfassbar. Rolling Eyes

Weil es nicht dabei bleiben wird, wenn das durchkommt. Büchse der Pandora.
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obstsalat
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 728

BeitragVerfasst am: Fr Jul 17, 2015 10:59 pm    Titel: Antworten mit Zitat

flapfail hat folgendes geschrieben:
Klar muss hier die Überprüfbarkeit verbessert werden. Wie man hier von "bescheuert" reden kann ist für mich unfassbar. Rolling Eyes


Weia... Am besten noch wöchentliche unangekündigte Besuche zuhause und wasweissichnoch. Aber bitte auch bei Lokführern, Baggerfahrern (in Israel gab es schon mehrere Anschläge von Baggerfahrern auf Zivilisten), Ärzten, Angestellten im Wasserwerk ,Atomkraftwerksangestellten, ...

Warum ist denn gerade in D eine ganze Bevölkerung (oder deren Vertretung) so von Panik und Aktionismus befallen? Um reale Risiken geht es wohl kaum.
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N7U
Captain
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Anmeldungsdatum: 12.06.2015
Beiträge: 88

BeitragVerfasst am: Sa Jul 18, 2015 4:47 am    Titel: Antworten mit Zitat

Es geht hierbei primär um das Abwälzen von Verantwortung nach dem Motto "wir haben ja alles getan, aber das konnte nun wirklich niemand voraussehen"; außerdem möchte niemand Entscheidungen nach eigenem Ermessen fällen, da ist so ein überschrittener Blutwert, der den Entscheider "zwingt", dies oder jenes zu tun viel, angenehmer.

Deutschland ist – Zuverlässigkeitsprüfung sei Dank – bereits das sicherste Land in Europa, wenn man beispielsweise eine Uhr aus dem Ausland einführt, ohne Einfuhrumsatzsteuer hierfür zu bezahlen, gilt man schon als unzuverlässig und folgerichtig wird einem die Lizenz entzogen. Ob man noch viel "sicherer" werden kann, wage ich zu bezweifeln.

(Achtung, im letzte Absatz wurde das Stilmittel der Ironie verwendet.)
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Alt&Neu
Captain
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Anmeldungsdatum: 01.05.2009
Beiträge: 444

BeitragVerfasst am: Sa Jul 18, 2015 5:12 am    Titel: Antworten mit Zitat

Nö, dass Gegenteil wird passieren... ist wird mit steigendem Regulierungsengagement die Sicherheit leiden...
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LH3591
Gast





BeitragVerfasst am: Sa Jul 18, 2015 10:15 am    Titel: Antworten mit Zitat

Schon interessant dass an einem Vorfall festzumachen, der mit Drogen und Alkohol rein gar nichts zu tun hatte. Damit bewirkt man dass psychische Krankheiten weiterhin stigmatisiert werden und setzt die betroffenen zusätzlich unter Druck. Statt doe Bedingungen zu verbessern, ist man bereit das Geld in zusätzliche Schikane zu stecken.

Na die hat die Taskforce aber ganz schön was ausgebreitet für unsere Steuergelder, da kann man wirklich nur gratulieren, das ging weiter mal völlig an der Zielgruppe vorbei.

Erinnert sich noch jemand an den Film Gattaca?
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Alt&Neu
Captain
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Anmeldungsdatum: 01.05.2009
Beiträge: 444

BeitragVerfasst am: Sa Jul 18, 2015 12:35 pm    Titel: Antworten mit Zitat

ne, nicht an den Film, muss ichmal googeln...

...triffst den Nagel auf den Kopf, LH3591...
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flapfail
Goldmember
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Anmeldungsdatum: 23.03.2008
Beiträge: 5549
Wohnort: OGLE-2005-BLG-390Lb

BeitragVerfasst am: Sa Jul 18, 2015 9:02 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Keine Toleranz für Piloten, die gesundheitliche Probleme dem Fliegerarzt verschweigen. Das ist einer der Kernpunkte der Vorschläge der EASA. Daran kann ich nichts schlechtes finden
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flapfail
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Anmeldungsdatum: 23.03.2008
Beiträge: 5549
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BeitragVerfasst am: Sa Jul 18, 2015 10:18 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Arbeitsgruppe der Europäischen Kommission hat sich dafür ausgesprochen, unangekündigte Alkohol- und Drogentests bei Piloten einzuführen.

Auf diese Weise sollen psychisch instabile Piloten identifiziert und besser betreut werden können. Auch psychologische Tests bei der Auswahl von Piloten und auch während deren Karriere sollen garantiert werden.

Transportkommissarin Violeta Bulc hatte die Task Force nach dem Absturz des Germanwings-Airbus A320 in den südfranzösischen Alpen ins Leben gerufen.

Die Arbeitsgruppe, zu der mit dem für den Flugbetrieb zuständigen Bereichsvorstand Kay Kratky auch ein Vertreter des Lufthansa-Konzerns gehörte, sprach insgesamt sechs Empfehlungen aus. Diese sind rechtlich nicht bindend und sollen mit Hilfe von zusätzlichen Experten weiter analysiert und anschließend europaweit angewandt werden.

Eines der wichtigsten Ergebnisse ist, dass die Cockpit-Türen auch weiterhin sicher verriegelt sein sollen - obwohl Andreas Lubitz' tödlicher Plan auch deswegen gelang, weil er den Kapitän nicht mehr durch die Tür ließ, die von außen nicht ohne Unterstützung von innen zu öffnen war. Hingegen empfiehlt auch die EU den Airlines, die bei vielen unmittelbar nach dem Germanwings-Crash eingeführte Zwei-Personen-Regel für das Cockpit dauerhaft einzuführen. Verlässt ein Pilot die Kanzel, muss im Zweifel ein Flugbegleiter so lange im Cockpit bleiben, bis der Kommandant zurückkehrt.

Die Kommission will zudem sicherstellen, dass psychisch auffällige Piloten erkannt werden. Ein Mittel dabei sind die unangekündigten Alkohol- und Drogentests. Lubitz hatte offensichtlich zeitweise starke Antidepressiva genommen, die bei Untersuchungen auch noch im Nachhinein gefunden worden wären. Einen ähnlichen Vorschlag hatte bereits Lufthansa-Chef Carsten Spohr gemacht. Zudem sollen alle Piloten auch psychologische Tests vor und nach ihrer Einstellung bei einer Fluggesellschaft durchlaufen. Dadurch sollen labile Kandidaten von vornherein ausgemustert werden, bereits übernommenen Piloten soll besser geholfen werden können. Die Kommission will auch den Zugang zu medizinischen Daten der Piloten europaweit vereinfachen und innerhalb der Unternehmen Berichtssysteme fördern.
http://www.sueddeutsche.de/politik/flugverkehr-strenger-blick-ins-cockpit-1.2570760
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B1900D
Captain
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Anmeldungsdatum: 15.02.2011
Beiträge: 1927

BeitragVerfasst am: Sa Jul 18, 2015 10:47 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wie ich in einem anderen Thread schon sagte, habe ich und andere Kollegen genau das Prozedere selber bereits einige Wochen hinter uns und der Rest der Belegschaft kommt auch noch dran. Alles nur eine Frage der Zeit.

http://www.pilotenboard.de/viewtopic.php?t=35889&postdays=0&postorder=asc&start=84

B1900D hat folgendes geschrieben:
Herr Lubitz hat dafür schon gesorgt, denn diese Massnahmen sind bereits im vollen Gange.

Alle Piloten müssen seid ca. 2 Monaten jederzeit damit rechnen, in regelmässigen Abständen einen “Doping Test“ (4 Blutampullen + erweiterter Urintest), ein anderthalbstündiges persönliches Psychologengespräch bezüglich Stressbewältigung und Work Life Balance und Privatleben, gefolgt von einem DLR Artigen Psychomotorik und Konzentrationstests u.a. mit Joystick etc. erfolgreich zu absolvieren.

Der Test wird von einem Flugmediziener ausgewertet und wird der Behörde zugänglich gemacht d.h. sollte ein negativer Befund beschlossen werden, ist es erstmal vorbei mit der Karriere. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis alle Betriebe diese Massnahme umsetzen.

Ich habe die Sache gerade hinter mir und wurde “grün“ getestet. Nur so nebenbei: Es wurde tatsächlich wegen angeblichem Schlafmittelbefund im Bluttest schon ein Pilot “rot“ eingestuft und wurde sofort suspendiert und die Behörde informiert.

Ich schreib das jetzt einfach mal hier, weil Schienenschreck es hier angesprochen hat, obwohl ich ursprünglich ein neuen Thread dafür öffnen wollte. Es wird glaube ich viele geben, die in den kommenden Monaten nichts zu lachen haben...


Ohne Gewähr möchte ich dazu hinzufügen, dass der Betroffene 2 Tage später einen erneuten Urin/Bluttest von einem gerichtsmedizinischen Institut aus eingenem Anlass hat durchführen lassen, bei welchem ihm angeblich nichts dergleichen nachgewiesen werden konnte. Medical ist gerettet, aber der Job ist für ihn wegen Vertrauensbruch trotzdem Geschichte.
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B1900D
Captain
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Anmeldungsdatum: 15.02.2011
Beiträge: 1927

BeitragVerfasst am: Sa Jul 18, 2015 11:19 pm    Titel: Antworten mit Zitat

flapfail hat folgendes geschrieben:
Keine Toleranz für Piloten, die gesundheitliche Probleme dem Fliegerarzt verschweigen. Das ist einer der Kernpunkte der Vorschläge der EASA. Daran kann ich nichts schlechtes finden


Ja Flapfail, vielleicht wird Dein Test auch irgendwann mal negativ gewertet, ohne dass Du es selber geahnt hättest oder weil kerngesund aber Dein Unternehmen Dich auf einfachste Art loswerden will und die LaborantIn oder den Psychologen geschmiert hat...

Ein Gewisser Prozentsatz wird wohl als untauglich eingestuft werden, um das Verfahren an sich zu selbstrechtfertigen - auch weil ein paar Menschen in Zukunft ihren Lebensunterhalt mit solchen Checks verdienen werden.
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