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Erfahrungsbericht SWISS Stufe 3 im Januar 2015

 
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Anmeldungsdatum: 21.06.2014
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: Di Feb 03, 2015 8:33 pm    Titel: Erfahrungsbericht SWISS Stufe 3 im Januar 2015 Antworten mit Zitat

So, aus Gründen der Vollständigkeit hier jetzt noch mein kurzer Erfahrungsbericht zur Stufe 3 (Apparatetest).

Eins gleich vorweg: Der Gubsomat war meine Endstation. Das ist natürlich hart; mittlerweile denke ich aber, dass diese Stufe die beste ist, um zu „fliegen“ (so blöd das auch klingt). So hab ich mir bestimmt 1.000,- € eingespart gegenüber der Variante, wenn ich erst nach dem Board den Hut genommen hätte. Trotzdem kann ich halbwegs stolz auf das Erreichte sein und bin zum Fliegen offenbar nicht komplett ungeeignet. Und eine Erfahrung war es allemal wert, immerhin habe ich jetzt aus erster Hand einen groben Überblick über die wichtigsten Einstellungsverfahren für ab-initio-Verkehrspiloten und muss mir nicht vorwerfen, nicht alles versucht zu haben.

Den Termin musste ich wieder verschieben; das ging völlig unkompliziert per e-mail. Ich bin wieder mit Swiss angereist und habe im Bramen übernachtet.
Der Apparatetest findet in dem Zimmer direkt neben dem Warteraum statt.
Zum Gubsomat gibt es hier schon reichlich Erfahrungsberichte (Suchfunktion!), deshalb spare ich mir die Einzelheiten. Diese Berichte betreffen zwar fast alle das ausgemusterte mechanische Gerät; mir sind aber keine Abweichungen aufgefallen, so dass sich die Berichte eins zu eins auch auf den neuen digitalen Apparat anwenden lassen.

Zur Vorbereitung: Am besten bringt euch die gründliche Lektüre der hier geposteten Erfahrungsberichte weiter. Es kann auch nicht schaden, sich die Kompassrose einzuprägen. Skytest ist mit den richtigen Einstellungen, die hier im Forum zu finden sind, durchaus hilfreich; die Standardeinstellungen sind allerdings völlig unrealistisch. Ich hab meinen Mac an die Glotze angeschlossen, die notwendigen Einstellungen bei Skytest vorgenommen und regelmäßig (und mit überdurchschnittlichen Ergebnissen) nach Feierabend auf der Couch geübt. Vermutlich hab ich es damit übertrieben, sodass ich mich danach in falscher Sicherheit gewogen habe und zu locker an die Sache rangegangen bin...
Schon während der Vorbereitung ist mir aufgefallen, dass mir der erste Teil wesentlich besser liegt als der zweite. So sollte es sich dann auch bewahrheiten; letztlich hat mich der zweite Teil reingerissen, weil ich mich viel zu sehr auf die Nebenaufgaben konzentriert habe. Also in kritischen Situationen lieber mal die Nebenaufgaben ignorieren und stattdessen die Instrumente schnellstmöglich wieder in den Toleranzbereich bringen!

Ganz wichtig: Achtet unbedingt darauf, zwischen den Durchgängen den Gashebel wieder in die Mittelstellung zu bringen. Befindet er sich zu Beginn eines Durchgangs vorne oder hinten am Anschlag, ist die Steuerung der Geschwindigkeit nur in eine Richtung möglich! Auch das ist mir möglicherweise zum Verhängnis geworden. Und anders als bei Skytest besteht wohl auch beim zweiten Teil ein direkter Zusammenhang zwischen Längsneigung und Geschwindigkeit, was mir leider zu spät aufgefallen ist.

Das negative Ergebnis bekam ich einige Minuten nach Ende des Tests mitgeteilt; außerdem durfte ich Einsicht in meine recht soliden Ergebnisse aus Stufe 1 nehmen.

Insgesamt bin ich wirklich froh, diese Chance bei Swiss noch einmal wahrgenommen zu haben, auch wenn es letztendlich leider nicht geklappt hat. Ich halte Swiss derzeit für die einzige realistische Option für eine vorfinanzierte ab-initio-Ausbildung, zumal es aktuell praktisch keine Wartezeiten gibt – weder im Assessment, noch danach bzw. während der Ausbildung. Hier hatte ich trotz meines Alters (30+x) das Gefühl, eine echte realistische Chance zu haben (anders als bei „Mutter“ Kranich, trotz der dort mittlerweile „offiziell“ abgeschafften Altersgrenze). Dieser Eindruck wird übrigens durch einen Blick auf die Blogs der Pilotenklassen durchweg bestätigt!

Ich denke, ich werde nun einfach neben meinem Beruf den PPL machen. Mal sehen, ob eines Tages mal mehr daraus wird. Anders als für Swiss würde ich meinen derzeitigen Beruf vermutlich weder für Air Berlin, noch für Condor oder sonstige fragwürdige Alternativen an den Nagel hängen.

Ich wünsche allen meinen verbliebenen Mitstreitern aus Stufe 1 und 2 noch viel Erfolg, lasst von euch hören!
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