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Pilot = Busfahrer?
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Seraphimo
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Anmeldungsdatum: 29.11.2012
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: Mo Feb 10, 2014 12:23 pm    Titel: Pilot = Busfahrer? Antworten mit Zitat

http://www.stonedkoala.de/von-piloten-und-busfahrern/

Sehr interessanter Artikel und öffnet manchen vielleicht die Augen.
MfG
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Wenn ich bin was ich habe, und dann verliere was ich habe, was bin ich dann?
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oxide737
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Anmeldungsdatum: 10.12.2011
Beiträge: 1117

BeitragVerfasst am: Mo Feb 10, 2014 12:47 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Der Artikel ist ganz nett zu lesen, beleuchtet die ganze Sache Pilot vs. Busfahrer trotz allem viel zu Einseitig aus dem rosarote Brille Blickwinkel des (Jung-)Piloten.
Das mag Balsam für diejenigen Piloten sein, die sich gerne als etwas Besseres sehen möchten, als den Anderen Transport Berufsständen überlegene Rasse, überspitzt ausgedrückt. Doch Fakt ist auch, und das haben wir hier im Board in einem anderen Thread bereits durchexerziert gehabt, dass die Bus/LKW Fahrer ebenfalls einen anstrengenden und fordernden Beruf haben, und diese es ebenfalls nicht verdienen als etwas schlechteres angesehen zu werden, nur weil Sie kein Multi-Millionen teuren Airliner steuern.

Was ich zum Ausdruck bringen möchte: Ja, Piloten haben einen anspruchsvollen und verantwortungsvollen Job. Aber sich deshalb für etwas Besseres oder Überlegenes zu halten wäre sicherlich verkehrt.



Gruß
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Arbeitsmarktsituation für Piloten - Stand: August 2013 ---> https://www.pilotundflugzeug.de/artikel/2013-08-29/Pay_to_Fly_Cockpitjobs
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Greg01
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Anmeldungsdatum: 30.09.2012
Beiträge: 105
Wohnort: Deutschland

BeitragVerfasst am: Mo Feb 10, 2014 1:17 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, sehr schöner Artikel, man darf sich auch mal selbst loben Smile Die Quote aus dem DLR Auswahlverfahren spricht für sich!

"...während ein Pilot im Zweifel nach 13 Stunden Dienstzeit ohne Pause (es gelten weder Arbeitszeitgesetz noch Arbeitsstättenverordnung) ein in Böen schaukelndes 200-Tonnen-Dreirad mit zweihundertfünfzig km/h auf eine Piste zusteuert, die nur wenig breiter ist als das Fahrwerk und dabei zwischen Funksprüchen, Koordination der Arbeit in Cockpit und Kabine und beruhigenden Passagieransagen das Flugzeug in einen landefähigen Zustand bringt."

Ich wurde einmal Zeuge einer A320-Landung in einer stürmischen Nacht vom Jumpseat aus. Das hat mich definitiv nachhaltig beeindruckt! Hut ab!!

Es ist nicht einfach nicht einzusehen sich von irgendwelchen Interessensgruppen aus welchen Gründen auch immer kleinreden zu lassen und sich am besten noch als "Öko-Schwein" oder so beschimpfen zu lassen Very Happy

Ganz im Gegenteil, trotz aller schönen Seiten, Verkehrsflugzeugführer ist ein sehr entbehrungsreicher, anstrengender und verantwortungsvoller Beruf. Das gilt es zu unterstreichen und zwar speziell außerhalb dieses Forums Wink
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Schienenschreck
Moderator
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Anmeldungsdatum: 01.09.2008
Beiträge: 3233
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 10, 2014 2:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Greg01 hat folgendes geschrieben:
Die Quote aus dem DLR Auswahlverfahren spricht für sich!

Na darauf würde ich mir mal nichts einbilden - bestandener DLR-Test sagt nur, dass die Firma einen für fähig hält, sich zu einem für die Firma passenden Piloten zu entwickeln.
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Greg01
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Anmeldungsdatum: 30.09.2012
Beiträge: 105
Wohnort: Deutschland

BeitragVerfasst am: Mo Feb 10, 2014 7:15 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Schienenschreck hat folgendes geschrieben:
Greg01 hat folgendes geschrieben:
Die Quote aus dem DLR Auswahlverfahren spricht für sich!

Na darauf würde ich mir mal nichts einbilden - bestandener DLR-Test sagt nur, dass die Firma einen für fähig hält, sich zu einem für die Firma passenden Piloten zu entwickeln.



...das ist doch schonmal ein Anfang Wink Aber ja, du hast nicht unrecht, nach erfolgreich durchlaufenem Auswahlverfahren steht man erst am Anfang des Weges...
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EDDF
Gast





BeitragVerfasst am: Mo Feb 10, 2014 7:46 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Oxide, was besseres klingt wirklich überheblich...

zu den Bus- und LKW-Fahrern kommt mir aber dennoch in den Sinn, dass sicher jeder Airlinepilot in kürzester Zeit als zuverlässiger Bus- und LKW-Fahrer einsetzbar ist, umgekehrt aber die wenigsten Berufskraftfahrer jemals (zumindest nicht in akzeptabler Zeit) in der Lage sein werden einen Airliner sicher steuern...

Nur so'n Gefühl, ohne Wertung. Für mich einfach nicht vergleichbar.
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oxide737
Captain
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Anmeldungsdatum: 10.12.2011
Beiträge: 1117

BeitragVerfasst am: Mo Feb 10, 2014 9:30 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo EDDF,

im Großen und Ganzen stimme ich dir ja zu. Dennoch sollte es doch nicht darum gehen wer aufgrund einer absolvierten Ausbildung (sei es der ATPL oder der LKW/Bus Führerschein) jetzt der "Bessere" ist. Klar kann ein Linienpilot bei der LH wahrscheinlich direkt, nachdem der den Busführerschein gemacht hat, ein guter Busfahrer werden. Umgekehrt wird es ein weniger Begabter Busfahrer höchstwahrscheinlich nicht bei der LH als Pilot schaffen, da er die Firmen-Vorraussetzungen nicht erfüllt. Ja! Doch halte ich es für falsch pauschal zu sagen die ganzen LKW/Busfahrer können keine Piloten ersetzen. Ein ATPL ist im Prinzip auch nur ein Führerschein. Oder braucht man neuerdings Diplom, positive BU, Abitur um einen ATPL an der Flugschule machen zu dürfen? Die Münze hat immer 2 Seiten.


Zitat:
Nur so'n Gefühl, ohne Wertung. Für mich einfach nicht vergleichbar.

Vergleiche anstellen kann man immer - aber darum geht es mir prinzipiell gar nicht. Ich schneide es trotzdem kurz an:
Gemeinsamkeiten: Transportwesen + Verantwortung für die zu transportierenden Güter.
Unterschiede: Beim Piloten größere Verantwortung - in speziellen Situationen sehr hohe Mehrfachbelastung.

Aber wie gesagt - es ist ein leidiges Thema. Wenige Piloten wollen sich verglichen sehen mit einem als "minderwertig" betrachtetem Berufsstand wie dem eines Busfahrers. Irgendwo verständlich - schließlich hat jeder ein mehr oder weniger ausgeprägtes Ego und möchte gerne besser als Andere sein, oder sich zumindest so fühlen. Da werden diese Vergleiche so manchen, ich sage mal "arroganteren Zeitgenossen" oder Personen mit gewissen Komplexen, immer sauer aufstoßen.


Was ich deutlich machen will ist:
---> Man sollte einfach vermeiden den Beruf des Piloten direkt zu glorifizieren. Ja, es ist ein anspruchsvoller Beruf, kein Zweifel. Nein, man ist dadurch nicht automatisch ein besserer Mensch.

(Einer, der die LKW/Busfahrer Seite sehr gut kennt, und die Piloten Seite immer besser. Wink )



Gruß
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fly_high87
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Anmeldungsdatum: 07.03.2007
Beiträge: 164
Wohnort: FRA

BeitragVerfasst am: Mo Feb 10, 2014 9:36 pm    Titel: Antworten mit Zitat

EDDF hat folgendes geschrieben:
Oxide, was besseres klingt wirklich überheblich...

zu den Bus- und LKW-Fahrern kommt mir aber dennoch in den Sinn, dass sicher jeder Airlinepilot in kürzester Zeit als zuverlässiger Bus- und LKW-Fahrer einsetzbar ist, umgekehrt aber die wenigsten Berufskraftfahrer jemals (zumindest nicht in akzeptabler Zeit) in der Lage sein werden einen Airliner sicher steuern...

Nur so'n Gefühl, ohne Wertung. Für mich einfach nicht vergleichbar.


Nun ja, wie man in den Jedermann-Flugsimulatoren sieht kann man mit Technikunterstützung schon so einigermaßen sicher fliegen. Und ich würde mir auch nicht anmaßen zu sagen, dass ich nen LKW mit 2 geplatzten Reifen bei 100km/h sicher zu steuern vermag, nur weil ich nen Airliner fliegen kann (um mal den Abnormal-Case abzudecken) Very Happy
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EDDF
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 10, 2014 9:44 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Brechen wir es besser ab. Wie Oxide sagt, es gibt schon mindest einen ausführlichen Thread dazu...

(den Führerscheinteil, wo man mit überhöhter Geschwindigkeit und 2 geplatzten Reifen durch die Gegend fährt, kenn ich garnicht. War ein Witz, oder?)
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Subi88
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Anmeldungsdatum: 19.05.2013
Beiträge: 225

BeitragVerfasst am: Di Feb 11, 2014 1:40 am    Titel: Antworten mit Zitat

Greg01 hat folgendes geschrieben:

Ganz im Gegenteil, trotz aller schönen Seiten, Verkehrsflugzeugführer ist ein sehr entbehrungsreicher, anstrengender und verantwortungsvoller Beruf. Das gilt es zu unterstreichen und zwar speziell außerhalb dieses Forums Wink


Ich glaube nicht dass man ausserhalb des Forums darauf noch mehr hinweisen muss, die Menschen mit wenig Wissen über die Luftfahrt bewundern Piloten mit Abstand am meisten...

Bzgl. der Quoten empfehle ich immer wieder einen Blick über den Tellerrand: Zum Beispiel auf das Verhältnis von Bewerbern zu Absolventen technischer Studiengänge an rennomierten Unis. Nicht dass ein solcher Absolvent etwas "Besseres" wäre, aber dass nur jeder 20ste tatsächlich das Zeug zu einem Beruf/Ausbildung hat, ist nicht wirklich etwas Besonderes - und definitiv kein Alleinstellungsmerkmal des Pilotenberufs. Dass es vermutlich mehr Menschen gibt die das Zeug zum LKW Fahrer haben, ist jedoch unbestritten.

Mir persönlich kommt es so vor, als dass das Wort "Busfahrer" i.V.m. dem Pilotenberuf gerade deshalb aufkam, weil der Alltag eines "modernen" Piloten heutzutage hauptsächlich aus dem Überwachen verschiedener Anzeigen besteht. Tatsächliche fliegerische Leistungen sind eben selten gefragt. Wenn, dann muss ein Pilot sie allerdings können und das unterscheidet sie dann doch ein wenig vom Busfahrer Wink
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B1900D
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Anmeldungsdatum: 15.02.2011
Beiträge: 2096

BeitragVerfasst am: Di Feb 11, 2014 5:00 am    Titel: Antworten mit Zitat

Der größte Unterschied ist für mich auch, dass man im Verkehrsflugzeug aus gutem Grund noch als Multicrew unterwegs ist und dafür Kompenzen vorhanden sein müssen. Der Busfahrer hat dagegen nur ein Steuerrad...

Das ist einfach ein gesellschaftlicher Vergleichsklischee.
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Greg01
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Anmeldungsdatum: 30.09.2012
Beiträge: 105
Wohnort: Deutschland

BeitragVerfasst am: Di Feb 11, 2014 9:13 am    Titel: Antworten mit Zitat

Subi88 hat folgendes geschrieben:

Bzgl. der Quoten empfehle ich immer wieder einen Blick über den Tellerrand: Zum Beispiel auf das Verhältnis von Bewerbern zu Absolventen technischer Studiengänge an rennomierten Unis. Nicht dass ein solcher Absolvent etwas "Besseres" wäre, aber dass nur jeder 20ste tatsächlich das Zeug zu einem Beruf/Ausbildung hat, ist nicht wirklich etwas Besonderes - und definitiv kein Alleinstellungsmerkmal des Pilotenberufs.


Verhältnis aus Bewerbern und Absolventen technischer Studiengänge und aus den verschiedenen NFF-Screenings kann man nicht vergleichen.

In den MINT-Fächern (Mathe - Informatik - Naturwissenschaften - Technik) liegt die Abbrecherquote bei 28%. Bei NFF-Screenings packen es 95% nicht.

Das Bewerbungsverfahren an Unis ist i.d.R. ein "passives" während das NFF-Screening ein "aktives" ist. Dementsprechend hoch sind die Hürden (=Leistungen aus der Vergangenheit; Abiturendnote, Praktika etc.) bei diesen "passiven" Bewerbungsverfahren. Das NFF-Screening als "aktives" Verfahren verlangt lediglich eine Minimalhürde (Abitur bestanden), verlangt dafür aber "Leistung" (BU/GU, FQ/FU etc.) während des Verfahrens.

D.h. in einem Verfahren wird basierend auf Leistungen aus der Vergangenheit ausgewählt (Uni), im anderen basierend auf den aktuellen Fähigkeiten (NFF-Screening).

Wieso das so ist? Die Unis quellen über vor Studenten und können es sich dadurch leisten auch potentiell geeignete Bewerber wegzuschicken, für die NFF-Screenings muss der Kreis an Bewerbern so groß wie möglich sein um genug geeignete Bewerber zu finden. Wobei wir auch wieder bei der Nichtbesteherquote von 95% wären. Zugegeben, aktuell ist die Situation (NFF-Wartelisten etc.) eher so dass ein Überschuss besteht, aber grundlegend ist die Aussage meine ich vertretbar.

(Ich unterstelle jetzt einfach mal, das ein Großteil derer die zu den NFF-Screenings antreten es nicht unvorbereitet und aus Langeweile o.ä. tun sondern vorbereitet antreten.)
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