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Altersbeschränkung für Privatpiloten???
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Altersobergrenze für Privatpiloten?
Ja
40%
 40%  [ 8 ]
Nein
60%
 60%  [ 12 ]
Stimmen insgesamt : 20

Hans Luft
Senior First Officer
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Anmeldungsdatum: 15.12.2004
Beiträge: 55
Wohnort: Gießen

BeitragVerfasst am: Mi März 30, 2005 8:24 pm    Titel: Altersbeschränkung für Privatpiloten??? Antworten mit Zitat

Zitat:
Nach dem Flugzeugabsturz mit drei Toten im oberfränkischen Helmbrechts (Landkreis Hof) ist die Identität des Piloten geklärt.

Bei ihm handelt es sich nach Polizeiangaben um einen 83-Jährigen aus Helmbrechts. In der Cessna starben außerdem ein 25 Jahre alter Mann und eine 21-Jährige aus Thüringen. Beide hatten nahe der bayerischen Grenze gewohnt und waren mit dem Piloten bekannt. Der Gesundheitszustand der einzigen Überlebenden des Absturzes vom Samstag, einer 18-Jährigen aus Thüringen, blieb kritisch. Die Ursache für den Absturz war weiter unklar.
Zeugen hatten beobachtet, wie die einmotorige Maschine nur wenige Minuten vor dem Unglück von einem Sportflugplatz gestartet war. In unmittelbarer Nähe davon schlug sie am Waldrand auf ein Feld auf. Der Pilot stand mit dem nächsten besetzten Tower am Flughafen Hof nicht in Funkkontakt. Drei der Insassen waren sofort tot. Nur die 18- Jährige war nicht in dem Cessna-Wrack eingeklemmt. Sie wird mit lebensgefährlichen Verletzungen in einer Nürnberger Spezialklinik behandelt.


Das is zwar schon länger her, aber irgendwie trotzdem merkwürdig. Ich meine ein 83-jähriger Pilot stürzt ab und reißt noch andere in den Tod.
Wie wäre es mit einer Obergrenze für Piloten? LH entzieht ihren Piloten auch ab einem bestimmten Alter die Lizenz, warum kann man das nicht auch in der Privatfliegerei einführen?
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Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.

Matthäus
Kapitel 22, Vers 14
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Lh4139
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Anmeldungsdatum: 02.09.2004
Beiträge: 212

BeitragVerfasst am: Mi März 30, 2005 9:40 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Also meiner Meinung nach haben wir da das gleiche Problem wie beim Autoführerschein. Du kannst das halt schlecht verallgemeinern. Es gibt Leute die können mit 90 Jahren noch einwandfrei und ohne Probleme Auto fahren oder ein Flugzeug steuern und andere haben schon mit 50 Probleme. Da ist man halt sehr stark auf die Selbsteinschätzung jedes einzelnen angewiesen. Der eine gesteht es sich ein und gibt den Schein freiwillig ab, fliegt nur noch alleine, oder lässt seine fliegerische Leistung regelmäßig kontrollieren, der andere halt nicht.

Eins ist halt klar!! Sich einzugestehen das man nicht mehr in der Lage ist sicher ein Flugzeug/ Auto zu steuern, gerade wenn man schon ewig dabei ist, fällt wohl keinem Menschen leicht. Dann müsste man sich ja eine Schwäche eingestehn Exclamation

Inwiefern Gesetze oder Regelungen da gegen wirken können und ob diese überhaupt realisierbar sind, steht wohl in den Sternen.
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TT
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Anmeldungsdatum: 18.01.2005
Beiträge: 88
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: Mi März 30, 2005 10:18 pm    Titel: Re: Altersbeschränkung für Privatpiloten??? Antworten mit Zitat

Hans Luft hat folgendes geschrieben:
LH entzieht ihren Piloten auch ab einem bestimmten Alter die Lizenz



gibts da ein bestimmtes alter bei der LH, oder ist das individuell?
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Romeo.Mike
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Anmeldungsdatum: 04.02.2003
Beiträge: 4355

BeitragVerfasst am: Mi März 30, 2005 11:14 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich weiß nicht ob die LH einem ab einem bestimmten Alter die Lizenz wirklich entzieht, denn dies kann eigentlich nur das LBA und / oder der Fliegerarzt durch die Verweigerung der Austellung des Medicals.

So viel ich gelesen haben, hören die meisten Verkehrsflugzeugführer mit 60 Jahren auf.

Was spricht gegen einen Kapitän, der bis zum 65 Lebensjahr fliegt, wenn er noch fit ist, alle Checks erfolgreich besteht und beweist, dass er noch alles unter Kontrolle hat?

Berufspiloten werden meiner Meinung nach sehr gut geprüft und daher sollte jeder Berufspilot entscheiden dürfen, sofern er alle Checks erfolgreich besteht, ob er erst mit 65 Jahren aufhören will, oder früher.

Bei der Privatfliegerei sieht es wieder etwas anders aus. Dort werden die Piloten nicht wirklich gründlich untersucht (das Medical mal ausgeschlossen). Dort sollte man evtl. mal über Pflichtflüge mit Fluglehrern nachdenken, es muss ja nicht gleich ein Prüfer des LBAs sein, der unnötig hohe Kosten verursacht. Ein Fluglehrer ist meistens auch in der Lage beurteilen zu können, ob jemand noch flugtauglich ist, oder halt nicht.

Bei dem Artikel oben fehlt mir auch jegliche Begründung für den Absturz, denn bei einem technischen Problem ist es egal wie alt man ist, da zählt nur das Erlernte anzuwenden und eine riesen Portion Glück...

Ebenfalls zeichnet es einen guten Piloten aus, sich selbst gut genug einschätzen zu können und zu wissen wann Schluß ist. Aus meiner Sichtweise ist es kein Zeichen von Schwäche, eher im Gegenteil, ein Zeichen von Stärke, wenn man sich eingestehen kann, dass man nicht mehr in der Lage ist selbstständig ein Flugzeug zu führen.
Mit der Abgabe der Lizenz ist einem ja nicht gleich das Fliegen eines Flugzeuges untersagt, man kann ja noch immer mit einem Fluglehrer an der Seite fliegen gehen. Dieser kann dann immer eingreifen und somit ist es in meinen Augen nicht weiter gefährlich auch einen 95 Jährigen fliegen zu lassen.


Romeo Mike
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Lh4139
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Anmeldungsdatum: 02.09.2004
Beiträge: 212

BeitragVerfasst am: Do März 31, 2005 9:26 am    Titel: Antworten mit Zitat

Stimm ich dir zu das man anhand des Berichtes keine Aussage über die Absturzursache machen kann. Deswegen ist es reine Spekulation welche Faktoren zum Absturz geführt haben könnten, aber genauso ist es ja auch Spekulation davon auszugehen das der Pilot aufgrung seines Alters zum Fliegen nicht mehr geeignet war.

Meiner Meinung nach wäre es am sinnvollsten ab einer bestimmten Altersgrenze regelmäßig Checkflüge durchzuführen. Diese könnten ja nach positivem Medical direkt im Anschluss erfolgen und ebenfalls für ein Jahr die Tauglichkeit bescheinigen.

RM du hast das falsch verstanden. Very Happy Ich hab nicht geschrieben das es eine Schwäche ist sich das einzugestehen, sondern das man sich eine Schwäche eingestehen muss. Das ein gesundes Einschätzungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein Stärken sind ist unbestritten.

Gruss Daniel
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Fox1
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Anmeldungsdatum: 03.02.2003
Beiträge: 271

BeitragVerfasst am: Do März 31, 2005 10:41 am    Titel: Antworten mit Zitat

Die LH kann dir deine Lizenz nicht entziehen.... Die können nur deinen Arbeitsvertrag kündigen....

LBA und Doc sind die ausschlaggebenden Faktoren, eine allgemeine Altersbeschränkung halte ich für Unsinn, ebenso wie für den Führerschein - es gibt teilweise 30 jährige die fahren bzw. fliegen als wären sie geistig schon 90 - keinen Überblick - keine Ahnung -> akute Gefahr für jeden der im Straßen, bzw. Luftverkehr teilnimmt.

Im Gegensatz gibt es auch 80 jährige wo ich überhaupt keine Probleme hätte bei denen noch in den Flieger zu steigen - und ich glaube, dass wenn ich das sage, ich das auch einschätzen kann...

RM: Selbsteinschätzung ist das Schlagwort!!!!

Die dämlichen VFR Heinis die jedes Jahr immer mal wieder irgendwo im Gebirge einschlagen, weil sie in IFR Bedingungen gekommen sind und eine Ahnung von nichts haben, trifft man immer mal wieder...

cheers
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Hans Luft
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Anmeldungsdatum: 15.12.2004
Beiträge: 55
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BeitragVerfasst am: Do März 31, 2005 12:34 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich hab' mal mit einem ehemaligen LH-Piloten gesprochen (angeblich war der auch in der FQ-Kommission) und der hat gemeint, dass man ab 60 oder so bei LH nicht mehr fliegen darf. Er fliegt aber noch zum Beispiel 'ne "Tante Ju", vor kurzem war er damit in New York und Amsterdam.

Hans Luft
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Matthäus
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Romeo.Mike
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Anmeldungsdatum: 04.02.2003
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BeitragVerfasst am: Do März 31, 2005 12:50 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, ich kann die Piloten sehr gut verstehen, die auch gerne mit 61 Großgerät fliegen (wollen). Also wer noch in der Lage ist dies zu tun (also alle Checks besteht), sollte es meiner Meinung nach auch weiterhin tun dürfen...
Wie groß ist die Chance in seinem Leben danach noch einmal ein Flugzeug in dieser Kategorie zu fliegen?
Ich würde es gerne auch bis zum letzten Tag auskosten wollen, das Gehalt wäre für mich auch hier immernoch sekundär. (Beim heutigen Gehalt sollte man mit 60 Jahren eh keine finanziellen Probleme haben...)

Auf www.194nff.de kann man wunderbar nachlesen wie es einem Piloten auf seinem letzten Flug ergeht.

Nach meinem letzten Flug würde ich auch erstmal lange Urlaub machen und mir wahrscheinlich den Traum erfüllen und mit einem kleinen Sportflugzeug um die Welt fliegen. Also von Europa über Island und Grönland nach Kanada, dort von Zentralkanada bis zur Ostküste alles sehenswerte anfliegen, das Gleiche in den USA, dann runter nach Südamerika, bis in den Süden und von dort alles Sehenswerte von der Mitte bis zum Westen abklappern, bis ich in Alaska angekommen bin, von dort nach Russland, nach China und runter nach Australien und Neuseeland, und dann wieder zurück nach Asien und von da nach Europa.
Also ein etwas längerer Urlaub. Wink

Nun zurück zum Thema. Ich meine irgendwann auch mal von Piloten die über 60 Jahre alt waren und bei der LH geflogen sind gelesen zu haben, auch wenn dies nicht mehr wirklich viele sind.

Checkflüge nach dem Medical durchzuführen halte ich auch für eine gute Idee, aber es muss halt der Kosten zuliebe nicht immer gleich ein Prüfer des LBAs sein, ein Fluglehrer kann dies meiner Meinung nach gut genug beurteilen.


Romeo Mike
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sf260
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Anmeldungsdatum: 11.01.2005
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BeitragVerfasst am: Do März 31, 2005 1:00 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn man ein gültiges Medical hat, wie der Pilot in diesem Fall, finde ich, sollte man auch weiterhin fliegen dürfen! Nur von Gastflügen (Rundflügen) würde ich in diesem Alter absehen! Wenn man fit ist, warum sollte man das denn nimmer dürfen!
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wannabee
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Anmeldungsdatum: 02.05.2003
Beiträge: 1519
Wohnort: Sportallee 54a, D-22335 Hamburg

BeitragVerfasst am: Do März 31, 2005 3:30 pm    Titel: wannabee sagt definitiv: JEIN ! Antworten mit Zitat

Ich selbst sehe das auch ganz ähnlich wie scheinbar viele andere User hier, die Problematik ist meiner Meinung nach auch durchaus vergleichbar mit dem Strassenverkehr.
Entsprechend halte ich selbst auch nix davon, kategorisch ab einem bestimmten Alter das Führen von Fahrzeugen zu verbieten - ganz unabhängig davon, ob nun in der Luft oder auf der Straße.

Ich denke jederman kennt Beispiele für beide Extreme.

Deswegen denke ich zwar, dass eine Art "Medical" für den Strassenverkehr ab einem bestimmten Alter sicherlich eine sinvolle Einrichtung wäre und teilweise wohl auch einige Unfälle verhindern könnte, halte aber persönlich die rein medizinische Tauglichkeit noch nicht für aussagekräftig genug um insgesamt über die allgemeine Eignung für den Strassen/Luftverkehr zu urteilen.

Ich meine, ich bin auch schon mit ziemlich kaputten Leuten mitgefahren die unter 30 waren und zwar kerngesund waren, aber ansonsten völlig ungeeignet waren, am Straßenverkehr -geschweige denn am Luftverkehr- teilzunehmen.
Entsprechend müsste man noch zusätzliche Indikatoren heranziehen um über die allgemeine Eignung für die Teilnahme am Strassen-/Luftverkehr zu urteilen.

Es ist sicherlich sinnvoll, dies teilweise auch vom Alter abhängig zu machen, aber primär sollte es da auch wirklich um den sonstigen Allgemeinzustand gehen, incl. etwaiger relevanter Erkrankungen.
So finde ich es zum Beispiel ein Unding, dass man nachdem man den Lappen erstmal hat, normalerweise nicht wieder auf die medizinische Tauglichkeit hin geprüft wird, solange es keinen trifftigen Grund dafür gibt.

Das heißt -relevante- Erkrankungen wie beispielsweise altersbedingter Verlust der Sehstärke oder des Gehörs, werden meist gar nicht erst berücksichtigt.

wannabe erzählte aus seiner Kindheit und hat folgendes geschrieben:

Bin zum Beispiel als Teenager oftmals mit 'nem Onkel von mir größere Strecken gefahren, der war damals schon über 70 und verdammt gebrechlich, den Weg zum Auto hin musste man ihn fast tragen, mit seinem Gehör war's auch nicht gut bestellt, hatte schon zig Hörgeräte ausprobiert, halfen alle aber nur wenig - und sehen konnte der eigentlich -trotz Brillengläsern dick wie Einmachgläser- auch nur ca. 50 m weit.
Und das verschwommen.
Das hat ihn aber nicht daran gehindert, auf der Autobahn mit 240 Sachen ('nen dickes Auto war ein Muss !) äußerst links zu heizen.
Und bei der Geschwindigkeit ist der Fahrtwind natürlich auch nicht ohne, hat alle anderen Insassen immer erheblich gestört, man konnte sich kaum anständig unterhalten - aber den Onkel hat's nicht betroffen, denn der hatte die ultimative Lösung parat: während der Fahrt einfach das Hörgerät abschalten (ernsthaft !).


Ach so, und mal abgesehen davon, dass besagter Onkel noch immer unter uns weilt und auch noch immer einen fetten Audi fährt, ist das natürlich leider keine Ausnahme.

Und ich habe da halt wirklich noch allerhand andere Beispiele parat, deswegen fände ich persönlich es schon eine verdammt gute Idee, regelmäßig wiederkehrende Pflichtuntersuchungen für jeden Führerscheininhaber anzuordnen - und entsprechend den Ergebnissen dann individuell zu entscheiden. Führerschein auf Lebenszeit meinetwegen, aber Fahrerlaubnis nur unter Auflagen.

Und da geht's wie gesagt gar nichtmal nur ausschliesslich um die medizinische Eignung, das verhält sich doch ganz genauso mit vielen anderen Faktoren - da gibt's Leute die fahren unter 100 h im Jahr Auto und , und das vielleicht auch nur im eigenen Landkreis oder vielleicht immer dieselbe Strecke und das wohlmöglich schon seit 10 Jahren, aber die dürfen dann plötzlich auf die Autobahn und einmal quer durch die Republik heizen.
Ich meine, das mag in vielen Fällen zwar noch funktionieren - aber niemand kann mir erzählen, dass es da nicht eindeutig belegbare Unterschiede zu routinierteren Fahrern gibt.

Für solche Fälle wär's schon wirklich angebracht wenn man eine Klassifizierung in Fahr-/ bzw. Flugtüchtigkeit (auch für Privatpiloten) vornehmen würde, die nicht notwendigerweise primär medizinisch orientiert ist.
Als Verkehrsflugzeugführer musst Du ja nicht ohne Grund regelmäßig im Simulator schwitzen und alle Eventualitäten durchspielen.

Für das Beispiel PKW-Führerschein könnten Pflicht-Auffrischungskurse für bestimmten Personengruppen u.U. schon ausreichend sein, meinetwegen irgendetwas in der Art wie Fahrsicherheitstraining und Theorielehrgang in einer gesunden Kombination.

Halt basierend auf einem errechneten "Risiko-Score", zusammengenommen aus Gesundheitszustand, geister Fitness, Vertrautheit mit dem Fahrzeug/der StVo etc.

Genauso verhält sich das meiner Meinung nach auch mit den "Sofortmaßnahmen am Unfallort", niemand -der nicht medizinisch trainiert ist- kann mir erzählen, dass man sich darin noch irgendwie fit fühlt nur weil man mal mit 16 oder 17 in der Schule kurz vor'm Führerschein an so 'nem Kurs teilgenommen hat.
Entsprechend groß ist dann auch die Hemmschwelle, wirklich zu versuchen anderen zu helfen - einfach weil man's nicht mehr drauf hat und schon froh sein kann, wenn man sich noch an das "ABC" erinnert und natürlich auch Muffensausen hat, was falsch zu machen.

Spätestens wenn die eigenen Verwandten, Freunde oder Bekannten betroffen sind, ist aber jeder froh wenn da jemand vor Ort ist, der weiß was er zu tun und auch die entsprechende Praxis bzw. Routine hat.

Persönlich fände ich's deswegen auch sinnvoll, gesetzlich vorzuschreiben alle mind. 3-4 Monate einen intensiven Auffrischungskurs zu besuchen und die Basics zu refreshen.

Aber rein politisch ist sowas natürlich verdammt unpopulär und praktisch kaum durchsetzbar, man kann sich ja vorstellen wieviel Leute ihren Lappen abgeben müssten wenn man mit einem Mal derartige Anforderungen anlegen würde, das wäre politischer Selbstmord für die entsprechende Partei.

Entsprechend müsste man versuchen, das ganze behutsam einzuführen - beispielsweise über die Versicherungen, Versicherungen wären ja bestimmt in jedem Fall an einer neutralen Bewertung über die Fahrtüchtigkeit ihrer Versicherungsnehmner interessiert - dann halt u.U. unter Berücksichtigung des Punktekontos, der Unfallhistorie und halt der med. Vorgeschichte sowie der generellen geistigen Fähigkeit, ein Fahrzeug zu führen.

Entsprechend könnten Versicherungen oder halt der Bund selbst Steuerermäßigungen oder ähnliche Vergünstigungen für solche Fahrer einführen, die bereit sind sich solchen Auflagen unterzuordnen und ihre Fahrtüchtigkeit transparent zu gestalten.

Umgekehrt könnte man eine ähnliche Regelung genauso für Privatpiloten einführen, bzw. einen neutralen Score ermitteln der auf einer Scala von 1-10 die Risikogruppe angibt - und dann halt u.U. bestimmten Privatpiloten nahelegen, nur mit einem Sicherheitspiloten bzw. mind. einem CoPiloten zu fliegen - mind. aber wenn auch weitere Personen befördert werden sollen.

Ich zum Beispiel hätte schon ein Problem damit, im Rahmen eines Rundfluges bei jemandem einzusteigen von dem ich im Voraus wüsste, dass er wichtige Medikamente einnehmen muss oder halt ansonsten total fit ist aber irgendwie unter Demenz leidet ...


Nächstes Mal berichte ich von meinem Petitionsantrag bezüglich der Notwendigkeit von "black boxes" bzw. mindestens aber Fahrtenschreibern für PKWs Laughing
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Besten Dank & Viele Grüße
-wannabee-
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"I hope I die peacefully in my sleep like my Grandfather and not like his passengers..."
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Romeo.Mike
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BeitragVerfasst am: Do März 31, 2005 4:07 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke mal dass deine Vorschläge sehr kostenintensiv sind und Leute wie ich, können es sich einfach nicht leisten alle 3 Monate an einem Sicherheitskurs Teilzunehmen. Die Ermäßigungen, die man durch Versicherung und oder Steuern bekommt, sollten so die Unkosten für Leute ohne festes Einkommen schon decken.
Ebenfalls ist es vielen Selbstständigen nicht möglich mal eben alle 3 Monate ein Sicherheitsseminar zu besuchen.

Ich denke auch, dass hier wieder mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird, denn wenn man sich mal das Verhältnis der Personen anschaut, die im hohen Alter noch Unfälle bauen, zu dem der Fahranfänger, dann ist gerade da mehr zu tun...
Ebenfalls wird man feststellen dass es sich bei den Unfällen der älteren Leute meist nur um Blechschäden handelt, sicherlich immer noch unnötig, aber doch viel besser als wenn es um Lebewesen gehen würde.

Um Leuten die Abgabe des Führerscheins zu erleichtern sollte zunächst auch der ÖPNV ausgebaut werden. Hier in Berlin geht's den Leute sehr gut mit dem ÖPNV, aber man braucht ja nur mal nach Brandenburg zu fahren, dort fahren die Busse alle 4 oder sogar 8 Stunden, Züge höchstens jede Stunde, das motiviert die Leute nicht den Führerschein abzugeben, denn man wäre dann in seiner Mobilität sehr eingeschränkt.

Beim Fliegen habe ich ja auch gesagt, dass neben dem Medical auch ein regelmäßiger Checkflug stattfinden sollte. In den USA ist es so, dass wenn ein Fluglehrer einen Piloten prüft, dieser nicht aus Freundschaft oder gegen Bargeld das OK gibt, denn es hängt seine Lizenz davon ab und die riskiert von den Fluglehrern keiner...

Man darf halt nicht vergessen, dass alles finanzierbar bleiben muss.
Das gilt aus meiner Sicht für den Führerschein und für den PPL.

Ebenfalls ist es auch so, dass man den Politkern, die im Regelfall von der Luftfahrt keine, aber damit meine ich absolut keine, Ahnung haben und dann einfach Gesetze erlassen, die dann wieder zu weit gehen.
Es ist leider so, dass wenn man Politkern die Hand reicht, diese gleich den ganzen Arm rausreißen.
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sf260
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Anmeldungsdatum: 11.01.2005
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BeitragVerfasst am: Do März 31, 2005 6:16 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Anscheinend kenne sich nicht alle mit der Privatfliegerei aus! Wenn du einen PPL-A hast musst du alle 2 Jahre einen Übungsflug mit Fluglehrer machen! Dieser geht über eine Stunde und es wird alles geübt, was man braucht um ein Flugzeug sicher zu führen, also Langsamflug, Sackflug, Aussenlandung bei Motorausfall, etc. Ausserdem wird in den meisten Vereinen zu Beginn der Saison ein solcher Checkflug fällig (machen die Vereine freiwillig!) Bei mir im Verein muss jeder Pilot so einen Flug machen, erst dann darf er wieder alleine fliegen! Wers nicht drauf hat muss eben nachschulen! So läuft es in aller Regel! Keiner von uns weiss es, was es heisst nicht mehr fliegen zu dürfen! Deswegen hört bitte mit solch unsinnigen Regelvorschlägen aus! Gerade die Alggemeine Luftfahrt ist schon viel zu viel geregelt! Desweiteren fliegen gerade viele Ältere nur mit Sicherheitspilot!
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