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Pilot werden mit 30; Träumerei oder besteht noch die Chance?
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CptSolo
Captain
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Anmeldungsdatum: 23.07.2015
Beiträge: 312

BeitragVerfasst am: Di Nov 24, 2015 2:14 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Leider macht genau diese "um jeden Preis" Mentalität den Beruf kaputt. Ich sehe das wie obstsalat, wieso zocken, wenn man ohnehin gut da steht?

Zuletzt bearbeitet von CptSolo am Mi Nov 25, 2015 12:45 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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B1900D
Captain
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Anmeldungsdatum: 15.02.2011
Beiträge: 1927

BeitragVerfasst am: Di Nov 24, 2015 3:57 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Das hat nichts mit "um jeden Preis" oder Abhängigkeit zu tun, sondern mit der Tatsache, dass man Möglichkeiten nutzt, sich durch Marktwerterhöhung über Jahre verdient in bessere Jobs hochzuarbeiten. Das scheint hier keiner zu verstehen, weil die vorherrschende Meinung glaubt, die Welt wäre ihnen etwas schuldig.

Es tut mir Leid, nur sind die Leute, die sich hart etwas erarbeitet haben auch charakterlich viel lieber und interessanter als diejenigen, die nur eine Realität kennen bzw. aktzeptieren. Jemand, der nur die Jugendherberge kennt, freut sich über ein 3 Sterne Hotel. Wer gleich bei 4-5 Sterne anfängt, wird nichts anderes zu schätzen wissen - dass sind diejenigen, die direkt anfangen zu nörgeln und ein schlechtes Betriebsklima verbreiten. Dem, der sich so motiviert entsprechende Position erarbeitet hat, soll es gegönnt sein.

Wer nichts hat, sollte sich lieber über die EW als Chance und Türöffner freuen. Alle anderen können mit Ihren Ansprüchen sehen wo sie in Zukunft bleiben.
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obstsalat
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 728

BeitragVerfasst am: Di Nov 24, 2015 8:13 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Moment, B1900D - da bekommst du etwas in den falschen Hals:

Hier ist jemand, der zum fraglichen Zeitpunkt Anfang dreißig ist und Familie hat sowie durch zwei Studiengänge genug vorzuweisen hat, um EBEN NICHT in irgend einer Frittenbude für einen Hungerlohn zu fliegen. Dann will er es ja lieber sein lassen und seine Abschlüsse nutzen - das ist ja auch sinnvoll.

Ist doch der klassische, vernünftige Fall: Es gibt ein stabiles berufliches Standbein außerhalb der Fliegerei mit gutem Einkommen - und nun kann modular nebenher der ATPK gemacht werden um ->ggf<- und zu guten Konditionen in die Fliegerei zu wechseln. NUR zu guten Konditionen, und nicht bei der Frittenbude/"Scheisse" oder wasauchimmer.

Das ist der einzig vernünftige Weg derzeit. Niemand sollte sich einreden lassen, "Scheisse fressen" gehöre unbedingt dazu (schon gar nicht mit einem Diplom in der Hinterhand) - dann lässt man es lieber bleiben.

Das Problem ist ja gerade, dass zu viele Leute "Scheisse fressen" und damit ihre eigenen Arbeitsbedingungen stetig aushölen. Wer meint, mit Pay2Fly anfangen zu müssen darf sich über erodierte Konditionen nicht beschweren, mal so als Beispiel.
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--Tommy--
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Anmeldungsdatum: 02.06.2006
Beiträge: 876

BeitragVerfasst am: Di Nov 24, 2015 9:49 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Obstsalat hat zu 100% verstanden, worum es mir geht.

Ich hab im Moment eine einfache Nutzen-Risiko-Abwägung vor Augen.

Der berufliche Neuanfang mit 30 wird in jedem Fall eine riskante Sache, bei der ich am Anfang so oder so Gehaltseinbußen hinnehmen werden muss. Ich bin aber zumindest in der glücklichen Situation, dass mir mein Arbeitgeber in den ersten beiden Jahren einen großen Teil meines Gehalts weiter zahlt, wodurch ich die ein oder andere Härte abfedern, aber auch gewisse Chancen nutzen kann.

Wenn eine Hausausbildung bei der LH möglich wäre (ist sie ja anscheinend nicht) und ohne zeitliche Verzögerungen stattfinden würde (was anscheinend in den letzten Jahren auch nicht der Fall war), dann würde ich de facto mit Gehalt ausgebildet werden und dank Berufsförderungsdienst sogar einen kleinen Teil der Ausbildungskosten erstattet bekommen. Das wären Rahmenbedingungen, unter denen ich selbst eine 50/50 Chance einer späteren Übernahme bei der LH durchaus in Kauf nehmen würde. Denn selbst wenn ich nicht übernommen würde, könnte ich doch deinen Weg "durch die Scheiße" gehen und mich hoch arbeiten, wäre aber zumindest nicht hochverschuldet und in den ersten Jahren beinahe erwerbslos.

Wenn dieser Weg, oder zumindest ein vergleichbarer, aber nicht möglich ist, dann spreche ich hier mehr von "sich durch die Scheiße hoch arbeiten", sondern von einem bodenlosen Loch und hochgradiger Fahrlässigkeit. Meine Frau ist Geringverdiener und sobald das erste Kind da ist (was nicht mehr lange dauert), würde ich als einziger Erwerbstätiger der Familie wegfallen und sie sogar in horrende Schulden stürzen. Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, wie du diesen Schritt ernsthaft jemandem empfehlen kannst. Als 20-jähriger hätte und hatte ich auch keine Probleme damit, mit meiner eigenen Zukunft zu pokern und Risiken einzugehen. Mit Familie und 10 Jahren mehr aufm Buckel sieht das aber ganz anders aus!
Wenn dir mein Charakter nicht ausreichend und interessant genug ist, nachdem ich mich 13 Jahre lang durch eine andere Form der Scheiße gequält habe und am Ende mit einer 0% Lösung (fliegerisch gesehen) abgespeist wurde, aber immerhin zwei Uniabschlüsse hab und dann doch dazu bereit bin, etwas völlig neues anzufangen, dann liegt das Problem ja wohl eher bei Dir und nicht bei mir...

So viel zu meinen Beweggründen.

Jetzt bleibt also die Frage: Nachdem die LH für Ab-Initios ja anscheinend ein totes Pferd ist... kann mir irgendjemand einen anderen, gangbaren Weg empfehlen, der in meiner Situation Sinn machen würde?

Flugmensch hat folgendes geschrieben:

Die Lufthansa stellt keine Piloten aus der eigenen Schulung mehr ein.
In Zukunft gehts nur über Eurowings.

Ich hab 2011 die FQ gemacht und nicht geschafft.
Die Leute, dies geschafft haben, haben heute immer noch kein TypeRating


Wie sieht denn dieser Weg über Eurowings aus? Ich nehme ja mal an, er beinhaltet keinen garantierten Wechsel zu LH nach einer bestimmten Zeit.

Und woran liegt es, dass die Leute aus deiner alten Prüfgruppe noch kein Typerating haben? Wurde da die Ausbildung so sehr in die Länge gezogen?
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flapfail
Goldmember
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Anmeldungsdatum: 23.03.2008
Beiträge: 5559
Wohnort: OGLE-2005-BLG-390Lb

BeitragVerfasst am: Di Nov 24, 2015 10:16 pm    Titel: Antworten mit Zitat

--Tommy-- hat folgendes geschrieben:


Wie sieht denn dieser Weg über Eurowings aus? Ich nehme ja mal an, er beinhaltet keinen garantierten Wechsel zu LH nach einer bestimmten Zeit.



Einen garantierten Wechsel zu LH wird (derzeit) nur LH Piloten angeboten, welche zur EW wechseln möchten. Knapp 40 Piloten haben sich bisher beworben. Die genauen Bedingungen werden demnächst dem betroffenen Pilotenkreis zugänglich gemacht.
Ausserhalb der LH gab es über 1.700 Bewerber für einen Pilotenjob bei EW
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--Tommy--
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Anmeldungsdatum: 02.06.2006
Beiträge: 876

BeitragVerfasst am: Di Nov 24, 2015 10:19 pm    Titel: Antworten mit Zitat

flapfail hat folgendes geschrieben:

Einen garantierten Wechsel zu LH wird (derzeit) nur LH Piloten angeboten, welche zur EW wechseln möchten. Knapp 40 Piloten haben sich bisher beworben.


Du meinst also, wenn ein LH-Pilot freiwillig zu EW geht, dann kriegt er die Zusage, dass er auf eigenen Antrag wieder zurück zur LH gehen kann?

Und was passiert aktuell mit den Flugschülern, die direkt bei der LH eine Ab-Initio Ausbildung absolvieren? Werden die dann pauschal bei EW untergebracht?
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Nic.
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Anmeldungsdatum: 06.06.2011
Beiträge: 412

BeitragVerfasst am: Di Nov 24, 2015 10:40 pm    Titel: Antworten mit Zitat

--Tommy-- hat folgendes geschrieben:


Und was passiert aktuell mit den Flugschülern, die direkt bei der LH eine Ab-Initio Ausbildung absolvieren? Werden die dann pauschal bei EW untergebracht?


Wir werden bevorzugt bei der Einstellung, sofern wir uns bewerben.
_________________
#4U9525
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CptSolo
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Anmeldungsdatum: 23.07.2015
Beiträge: 312

BeitragVerfasst am: Mi Nov 25, 2015 12:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

obstsalat hat folgendes geschrieben:
Moment, B1900D - da bekommst du etwas in den falschen Hals:

Hier ist jemand, der zum fraglichen Zeitpunkt Anfang dreißig ist und Familie hat sowie durch zwei Studiengänge genug vorzuweisen hat, um EBEN NICHT in irgend einer Frittenbude für einen Hungerlohn zu fliegen. Dann will er es ja lieber sein lassen und seine Abschlüsse nutzen - das ist ja auch sinnvoll.

Ist doch der klassische, vernünftige Fall: Es gibt ein stabiles berufliches Standbein außerhalb der Fliegerei mit gutem Einkommen - und nun kann modular nebenher der ATPK gemacht werden um ->ggf<- und zu guten Konditionen in die Fliegerei zu wechseln. NUR zu guten Konditionen, und nicht bei der Frittenbude/"Scheisse" oder wasauchimmer


Ich sehe das genau wie obstsalat. Bin in einer ganz ähnlichen Situation (zwei Studien, guter Job und habe bereits den PPL). Deshalb kann ich das Anliegen von Nico2 sehr gut nachvollziehen.

Man sollte sich da nicht in die Eitelkeit verfallen, und seine eigenen Leistung mit den in die Beurteilung von "vernünftig" oder "nicht vernünftig" einfließen lassen. Wenn jemand der 20 ist alles fordert, aber noch nichts erreicht hat, ist das meiner Meinung nach eine andere Situation. Der Beruf ist in ständigem Wandel, der Trend geht leider nach unten, weil "Pilot" als Qualifikation keine besondere Referenz mehr ist. Mittlerweile können Schwellenländer auch ohne Probleme Piloten ausbilden, der Arbeitsmarkt ist überschwemmt davon. Da ist doch klar, dass bei ständiger Überproduktion der Jobmarkt irgendwann kippt. Für Leute wie Nico2 (und auch mich) geht es deshalb nicht darum "um jeden Preis" zu fliegen, sondern eher darum, ob sich vielleicht attraktive Perspektiven ergeben, die einen Wechsel in die Fliegerei interessant machen würden.

Wenn Leute "Scheisse-Fressen" zur Notwendigkeit oder Voraussetzung machen und bereit sind bei dem Spiel mitzumachen, darf man sich nicht wundern, dass der Beruf den Bach runter geht. Jeder hat selbst in der Hand zu entscheiden wo seine persönliche Grenze liegt, Leute die sich auf P2F und schwindelige Kredite einlassen, sehe ich nicht als reife Persönlichkeiten.
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--Tommy--
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Anmeldungsdatum: 02.06.2006
Beiträge: 876

BeitragVerfasst am: Mi Nov 25, 2015 7:32 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Nic. hat folgendes geschrieben:

Wir werden bevorzugt bei der Einstellung, sofern wir uns bewerben.


Okay.. und wie sieht danach "der Plan" aus, sofern es einen gibt?

Laut nem Artikel ausm Handelsblatt besteht ja ein eklatanter Gehaltsunterschied zwischen der Billigtochter und dem Mutterkonzern. Was muss also ein EW-Pilot tun, damit ihm der Wechsel in den Mutterkonzern ermöglicht wird?
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flapfail
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Anmeldungsdatum: 23.03.2008
Beiträge: 5559
Wohnort: OGLE-2005-BLG-390Lb

BeitragVerfasst am: Mi Nov 25, 2015 7:45 pm    Titel: Antworten mit Zitat

--Tommy-- hat folgendes geschrieben:
Nic. hat folgendes geschrieben:

Wir werden bevorzugt bei der Einstellung, sofern wir uns bewerben.


Okay.. und wie sieht danach "der Plan" aus, sofern es einen gibt?

Laut nem Artikel ausm Handelsblatt besteht ja ein eklatanter Gehaltsunterschied zwischen der Billigtochter und dem Mutterkonzern. Was muss also ein EW-Pilot tun, damit ihm der Wechsel in den Mutterkonzern ermöglicht wird?


Das sind wohl Dinge, welche eine VC - vergeblich - versucht, auszuhandeln Embarassed
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foxy90
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Anmeldungsdatum: 24.04.2014
Beiträge: 302

BeitragVerfasst am: So Feb 28, 2016 9:38 pm    Titel: Re: Pilot werden mit 30; Träumerei oder besteht noch die Cha Antworten mit Zitat

Nico2 hat folgendes geschrieben:
Hallo zusammen,

der Titel sagt ja schon fast alles Wink Habe auch schon so viele Threads und Beiträge zu diesem Thema gelesen, aber evtl hat ja hier noch jemand Lust mir seine Meinung zu dem Thema mitzuteilen oder evtl irgendwelche Hinweise, Tipps usw. für mich.

Kurz zu mir. Ich bin noch 29, hab eine normale Berufsusbildung (langweiliger Bürojob) gemacht, gearbeitet und mich entschlossen meine Fachhochschulreife nachzuholen dieses Jahr. Nun die Frage was danach passiert. Ich würde gerne beruflich irgendetwas machen in der Luftfahrt. Der Beruf Pilot war natürlich schon immer mein Traum.

Nun die Frage macht das mit 30 überhaupt noch Sinn sich das mit Kredit usw. selbst zu finanzieren? Bestehen dann überhaupt noch Chancen etwas zu finden ohne das man vorher irgendwo im Bereich Aviation zu tun hatte?

Wie gesagt freue mich über sämtliche Beiträge zu dem Thema.

Danke und schönen Gruß


Hast du es inzwischen gewagt?
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