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Zukunftsplanung 2.0
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Flusier
Bruchpilot
Bruchpilot


Anmeldungsdatum: 04.09.2011
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: Sa Aug 18, 2012 1:13 pm    Titel: Zukunftsplanung 2.0 Antworten mit Zitat

Hallo Community,

zuerst möchte ich mich entschuldigen, falls ich den Thread in der falschen Kategorie gepostet habe, darf gern verschoben werden Wink Ich kenne mich hier als Neuling in diesem Forum noch nicht so gut aus Wink

Zu meinem Problem: Für mich steht schon seit vielen vielen Jahre fest Pilot zu werden und es gibt eigentlich nichts, was ich unversucht lassen würde, dieses Ziel zu erreichen. Und da kommen die ersten Probleme auf - Vorbereitungsseminare. Ich habe mich mit etlichen Leuten darüber unterhalten, ob es Personen vom DLR, Lotsen der DFS oder Piloten und Checkpiloten der Lufthansa sind, eigentlich konfrontierte ich jeden mit der Frage ob oder ob nicht. Und leider bin ich nach jeder Frage eigentlich genauso schlau wie vorher, denn die Antworten reichen von "Nein, auf keinen Fall" über "Ja, wobei man es auch ohne schafft" bis hin zu "Ja, auf jeden Fall!". Die erste Person, die ich gefragt habe, ist eine derjenigen, die in Hamburg als Psychologin arbeitet - ich dachte mir, dass die es eigentlich am besten weiß. Ihre klare Antwort: Nein. Grund: Lufthansa sucht unvorbelastete Leute und das, was geprüft wird, hat man oder eben nicht. Außerdem bestehe die Gefahr einer Persönlichkeitsveränderung, sodass man zu jemandem gemacht wird, der man eigentlich gar nicht ist. OK, erschien mir soweit logisch. Auch ein Pilot der Lufthansa sagte mir, dass, wenn man das Zeug dazu hat, es auch ohne Vorbereitungsseminar schafft, er meinte es wäre herausgeschmissenes Geld. Soweit so gut. Das Ding ist, dass ich durch einen ebenfalls vor dem gleichen Problem stehenden Freund erfahren habe, dass er ein langes Gespräch mit dem ehemaligen DLR Chef hatte. Der wiederum meinte, man soll diesen Vorbereitungskurs unbedingt machen und das auch offen und ehrlich zugeben, da es zeigt, wie gewillt man ist, in die Pilotenkarriere einzusteigen. Erschien mir soweit logisch. Weiterhin meinte er, dass es generell gut ankommt, wenn man diese Kurse belegt hat und die Chancen nicht gerade schlechter werden. Das war für mich schon irgendwie der erste Widerspruch, da die Frau vom DLR ja genau das Gegenteil gesagt hat – ihr Chef ist da aber anderer Meinung?! Gut, ein paar Leute kannte ich ja noch…der nächste Befragt war ein gerade in Rente gegangener Checkpilot. Er meinte nur, dass seine beiden Neffen die Kurse gemacht hätten und sie der Meinung sind, dass sie es ohne Vorbereitungsseminar nicht geschafft hätten (genau die gleiche Meinung vertritt übrigens auch ein Freund der Familie, der jetzt beim Kranich fliegt). Aber da war noch ein Checkpilot, mit dem ich mich fast drei Stunden unterhalten habe und der wirklich überzeugende Argumente geliefert hat. Er meinte nämlich, dass man diese Kurse wenn möglich machen sollte, aber man nicht alles, was da erzählt wird, 1:1 übernehmen sollte. Die Tipps seinen hilfreich und erhöhen die Chance in Hamburg durchzukommen, eine Persönlichkeitsveränderung könnte innerhalb dieser kurzen Zeit gar nicht eintreten, sodass es weiterhin so ist, dass man aufgrund – ich nenne es mal nicht vorhandener skills – rausfliegt. Seiner Meinung nach werden wichtige Methoden/Herangehensweisen vermittelt, mit denen man den Mitstreitern z.T. einiges voraus ist. Das hört sich alles sehr plausibel an und ich war eher dazu geneigt die Kurse zu belegen – zumindest bis gestern Abend, als ich mich mit einem Freund unterhalten habe, der gerade seine Ausbildung bei der DFS angefangen hat. Seiner Meinung nach schafft man es oder eben nicht, der Kurs sei reine „Geldmache“ und ändert nichts an dem Ergebnis. Weiterhin meinte er, dass eine zu genaue Vorbereitung auf den Test genau das Gegenteil von dem bewirkt, was eigentlich getestet werden soll. Ein Beispiel war, dass man mit unvorhergesehenen Situationen konfrontiert wird – ein „unbelasteter“ Proband muss sich innerhalb kurzer Zeit entscheiden, wie er handelt. Das kann gut, aber auch schlecht ausgehen. Ein anderer mit Vorbereitungsseminarerfahrung weiß allerdings schon im Voraus was zu tun ist, weil er in den Tests diesbezüglich schon vorbereitet wurde. Es verhilft dieser Person dann vielleicht bei der DLR durchzukommen, allerdings ist man durch das „Schummeln“ der der Lufthansa fehl am Platz, weil man eigentlich diese Fähigkeiten gar nicht besitzt. Seiner Meinung nach kann das später im Berufsleben fatale Folgen haben, man hat immerhin die Verantwortung von mehreren hundert Leuten…irgendwo auch wieder einleuchtend…
So, und wer es bis hierhin geschafft hat sich durchzulesen, der darf jetzt auch gern seine eigene Erfahrung/Meinung posten, vielleicht werde ich ein bisschen schlauer…

Aber ich hätte noch ein zweites Anliegen Very Happy Mir wurde nämlich gesagt, dass eine Bewerbung direkt nach dem Abi nicht von Vorteil ist, da man keinerlei Lebenserfahrung hat und dies manchen LH-Bewerbern zum Verhängnis wird, besser wäre es wohl erstmal woanders zu arbeiten und Geld zu verdienen. Was haltet ihr davon? Ich dachte, dass ich mich nach dem Abi meinem „Zweitwunsch“ nachzugehen und es bei der DFS zu versuchen und nach ein paar Jahren, sofern das alles so klappt, die Bewerbung an Lufthansa rauszuschicken – Zeit habe ich ja immerhin bin 27 Wink Der Vorteil wäre halt, dass ich den DLR Test durch die DFS schonmal gemacht hätte und weiß, was mich erwartet…

So, jetzt reichts aber, die Finger tun schon weh, ich freue mich auf eure Antworten!
Gruß!
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Skyrock
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Anmeldungsdatum: 05.04.2012
Beiträge: 548

BeitragVerfasst am: Sa Aug 18, 2012 1:21 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ob Vorbereitungsseminar oder nicht - das liegt im Ermessen eines jeden Einzelnen. Ich würde so ein Seminar nicht besuchen. Nur so viel: Du kannst noch so viele Seminare besuchen, wenn du einen schlechten Tag hast und deine Leistung aus welchen Gründen auch immer nicht abrufen kannst, helfen die auch nicht. Meistens ist eh das Quäntchen Glück der entscheidende Faktor. Bei einem Infotag, den ich besuchte, sagte man auch, dass man von Vorbereitungsseminaren stark abraten würde. Und wenn man trotzdem eins macht, sollte man dazu stehen. Klang für mich stark negativ. Deswegen hab ich davon auch die Finger gelassen.
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Schokomuffin
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Anmeldungsdatum: 08.06.2012
Beiträge: 491

BeitragVerfasst am: Sa Aug 18, 2012 1:38 pm    Titel: Re: Zukunftsplanung 2.0 Antworten mit Zitat

Zitat:
Die erste Person, die ich gefragt habe, ist eine derjenigen, die in Hamburg als Psychologin arbeitet - ich dachte mir, dass die es eigentlich am besten weiß. Ihre klare Antwort: Nein. Grund: Lufthansa sucht unvorbelastete Leute und das, was geprüft wird, hat man oder eben nicht. Außerdem bestehe die Gefahr einer Persönlichkeitsveränderung, sodass man zu jemandem gemacht wird, der man eigentlich gar nicht ist.


Ich kenne drei Bewerber, die im Interview mit der Begründung heim geschickt wurden, man ginge davon aus, dass die Kandidaten, wenn auch irgendwo unbeabsichtigt, eine "das-wollen-die-sehen-Rolle" gespielt haben.



Zitat:
Auch ein Pilot der Lufthansa sagte mir, dass, wenn man das Zeug dazu hat, es auch ohne Vorbereitungsseminar schafft, er meinte es wäre herausgeschmissenes Geld.


Das ist auch meine persönliche Meinung, ich und viele andere haben es auch ohne geschafft. Be yourself.


Zitat:
Der wiederum meinte, man soll diesen Vorbereitungskurs unbedingt machen und das auch offen und ehrlich zugeben, da es zeigt, wie gewillt man ist, in die Pilotenkarriere einzusteigen.


Es zeugt natürlich von deiner Motivation, die ein Muss für eine positive FQ ist. Es gibt aber sicherlich noch andere Möglichkeiten, das DLR von der Motivation zu überzeugen. Fang doch mit einem Segelflugschein im Verein an, da hast du mehr Freude, sparst Geld und zeigst deine Motivation, wie ich finde sogar noch stärker als beim Seminar.


Zitat:
Weiterhin meinte er, dass es generell gut ankommt, wenn man diese Kurse belegt hat und die Chancen nicht gerade schlechter werden.

Dem widerspreche ich, ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen dass man aus lauter Verbissenheit und Wollen eine Rolle annimmt. Das kann schnell auffallen, man verstrickt sich in Widersprüche und fällt. Wirklich, Leute, lest euch den Absatz nochmal durch, das ist wichtig.



Zitat:
Er meinte nur, dass seine beiden Neffen die Kurse gemacht hätten und sie der Meinung sind, dass sie es ohne Vorbereitungsseminar nicht geschafft hätten (genau die gleiche Meinung vertritt übrigens auch ein Freund der Familie, der jetzt beim Kranich fliegt). Aber da war noch ein Checkpilot, mit dem ich mich fast drei Stunden unterhalten habe und der wirklich überzeugende Argumente geliefert hat. Er meinte nämlich, dass man diese Kurse wenn möglich machen sollte, aber man nicht alles, was da erzählt wird, 1:1 übernehmen sollte.


Wenn man noch nie in eines Assessmentsituation war, trägt so ein Seminar zur Entspannung bei, das bringt dann Vorteile. Aber, nochmal, ein Seminar unterstützt, wenn auch unbemerkt, keine Persönlichkeitsveränderung, aber eine Verstellung. Das kann nach hinten losgehen!
Mein Tipp: Macht eine Vorbereitung in Eigenregie. Dann erzeugt ihr eine Assessmentsituation, aber ohne einen "wir-wissen-was-die-sehen-wollen-Einfluss" (die wissen es nämlich eben nicht").


Mach es in Eigenregie. So habe ich es auch gemacht, und ich fand es klasse.
Und nach meiner Erfahrung bringt eine Vorbereitung höchstens das Zündlein an der Waage - wenn du nicht der bist, den die suchen, dann nehmen sie dich auch nicht, da kann ein Seminar oder eine Vorbereitung nichts rausholen. Lediglich Einfluss hat es meiner Meinung nach, wenn man ein Wackelkandiat ist.

Die Ausführungen gelten für FQ-Seminare. Die BU-Vorerbereitung kann man, wenn man kein fauler Hund ist, auch alleine genau so gut (!) machen. Und faule Hunde fliegen spätestens in der FQ Wink.

Alles Gute!
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n3toX
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Anmeldungsdatum: 06.03.2012
Beiträge: 1589
Wohnort: Beteigeuze

BeitragVerfasst am: Sa Aug 18, 2012 2:22 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Die FQ zu bestehen, hat vielmehr mit Glück zu tun, als mit Können. Ein Vorbereitungsseminar hilft dabei nicht. Es ist herausgeschmissenes Geld. Ich kenne nun schon genug Leute, die eines besucht haben, und durchgefallen sind. Ich selbst hab keines besucht und bin auch durchgefallen. Dementgegen kenne ich aber auch einige, die keines besucht haben und bestanden haben.
Du brauchst halt eben mitunter auch ne Portion Glück, damit du das packst...
Ich sehe keinen Grund, in ein überteuertes Seminar zu gehen. Unterm Strich: Wissen musst du es, ob du so viel Geld dafür ausgeben möchtest...
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Flugleiter
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Anmeldungsdatum: 31.12.2011
Beiträge: 5354
Wohnort: Nordkurve Gelsenkirchen

BeitragVerfasst am: Sa Aug 18, 2012 3:50 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schildere mal meine Position und Meinung zu dem Seminaren:

BU Seminar

Meiner Meinung nach ist ein BU Seminar unsinnig. In der BU wird nichts, und damit meine ich absolut überhaupt gar nichts niemals, abgefragt, was man nicht selbst lernen könnte. Die Fähigkeiten, wie Merkfähigkeit etc., wird dir in einer einzigen Woche auch kein Typ bei nem Seminar bebringen. Entweder hast du diese Fähigkeiten oder du hast sie nicht. Das einzige, was man in einem Seminar lernen könnte, sind die Wissenstests. Mathe, Physik und Englisch sind die einzigen Sachen, die man von einer externen Person beigebracht bekommen könnte. Aber das kann auch jeder x-beliebige Nachhilfelehrer. Dafür 1000€ auszugeben, halte ich für sehr fragwürdig.

In den FAQs steht dazu ein super guter Kommentar:

FAQ hat folgendes geschrieben:
Benötige ich ein Seminar, um die BU zu schaffen?
Arrow Nein. Es sei denn, du bist nicht in der Lage, selbstständig zu lernen und Geldsummen um die 1000 Euro sind dir egal.


Diesen Satz würde ich so unterschreiben.

FQ Seminar

Ich war bei ToPilots. Warum ich das gemacht habe, erkläre ich jetzt hier mal nicht. Da kannst du dir gerne meinen Erfahrungsbericht durchlesen, da hab ich auch meine Begründung pro Seminar erläutert.

Jetzt, nach meiner FQ (negativer Ausgang), würde ich sagen, dass bei einem Seminar schon vieles erzählt wird, was vollkommener Schwachsinn ist. Aber damit habe ich auch schon vorher gerechnet. Die Aussage, man soll nicht alles 1:1 übernehmen, stimmt!
Das Seminar hat mich bei der FQ nicht weitergebracht. Ich bereuhe aber auch nicht, es mitgemacht zu haben.

Ich habe bei der FQ nur den ersten Tag mitmachen dürfen. Ich werde mal so ein paar Sachen dazu auflisten:

DCT: Es war schön, das schon mal gemacht zu haben. Ich glaube schon, dass ich mich dadurch etwas besser gefühlt hätte, als ohne Seminar. Aber ich glaube nicht, dass ich durch das Seminar wesentliche Kniffe gelernt habe, um den DCT erfolgreich zu lösen.

Streitgespräch: Dieser Punkt ist der einzige, bei dem mir das Seminar geholfen hat. Vor dem Gespräch hatte ich am meisten Angst, oder vielleicht passt das Wort Respekt eher. Das Seminar hat mir dabei geholfen, etwas lockerer mit der Situation umzugehen.

Gruppengespräche: Man lernt beim Seminar viel, wie man sich verhalten sollte. Sei es die Sitzposition, sei es die Sprechweise, sei es was weiß ich noch. Ich glaube aber nicht, dass das alles so entscheidend ist. Es gibt auch Leute, die den zweiten Tag erreichen und das alles überhaupt nicht beachten, da sie es nicht wissen.

Teilweise würde ich n3toX zustimmen. Du brauchst eine ordentliche Portion Glück bei der FQ, ansonsten wird das nichts.
Mir hat das Seminar, wie gesagt, bei der FQ nicht geholfen, als rausgeschmissenes Geld würde ich es aber nicht bezeichnen. Ich denke schon, dass man dadurch viel mitnehmen kann, was einem im weiteren Leben helfen könnte. Ich würde aber schon sagen, dass dafür 500€ mehr als genug gewesen wären.
_________________
Es heißt Flugleiter, nicht Flugbegleiter!!

- SPL (Segelflug)
- PPL-A
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Schokomuffin
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Anmeldungsdatum: 08.06.2012
Beiträge: 491

BeitragVerfasst am: Sa Aug 18, 2012 3:58 pm    Titel: Antworten mit Zitat

n3toX hat folgendes geschrieben:
Die FQ zu bestehen, hat vielmehr mit Glück zu tun, als mit Können. Ein Vorbereitungsseminar hilft dabei nicht. Es ist herausgeschmissenes Geld. Ich kenne nun schon genug Leute, die eines besucht haben, und durchgefallen sind. Ich selbst hab keines besucht und bin auch durchgefallen. Dementgegen kenne ich aber auch einige, die keines besucht haben und bestanden haben.
Du brauchst halt eben mitunter auch ne Portion Glück, damit du das packst...
Ich sehe keinen Grund, in ein überteuertes Seminar zu gehen. Unterm Strich: Wissen musst du es, ob du so viel Geld dafür ausgeben möchtest...


Glück spielt auch eine Rolle, vor allem aber kommt es darauf an, ob man der ist, den sie suchen. Ich fand es schon recht objektiv.
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Letstry
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Anmeldungsdatum: 26.02.2012
Beiträge: 126

BeitragVerfasst am: Sa Aug 18, 2012 9:53 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Also um auch mal einen satz zu deinem zweiten anliegen loszuwerden. Erstens glaube ich dass man auch mit 18 reif genug sein kann um die fq zu bestehen. Das weist du aber selbst am bessten. Übernimmst du in deiner Famie oder sinsz irgendwo viel Verantwortung oder erledigst du jetzt schon viel alltägliches in deinem Leben selbstständig und entsch eidest immer mit den Folgen deiner Entscheidung im Blick? Dann hast du schon ein ordentliches mass an reife und das ist mMn wichtiger als Lebenserfahrung. was willst die LH mit einem der zwar schon paarn20 is aber sein Leben trotzdem nich alleine ordentlich auf die Reihe krigt?
ich hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen. ich hab in 2 wochen meine fq und bin auch gradmal 18...mal schaun kann natürlich auch sein dass ich deshalb fliege aber das nimm ich in kauf!

PS: ich schreib hier auf meiner viel zu kleinen handytastatur die zudem nicht automatisch grossschreibt. verzeiht mir also bitte dass ich passagenweise zu faul war die shifttaste zu drücken und rechtschreibfehler zu korrigieren... Wink


Zuletzt bearbeitet von Letstry am Do Feb 13, 2014 9:21 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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747
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Anmeldungsdatum: 08.01.2010
Beiträge: 749

BeitragVerfasst am: Sa Aug 18, 2012 9:53 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

also deine grundsätzlichen Fragen sind ja „soll ich ein Seminar besuchen?“ und „soll ich mich gleich nach dem Abi bewerben?“. Es ist nicht schlecht sich mehrere Meinungen zu holen, aber schlussendlich sollte man mutig genug sein, eine eigene Entscheidung zu treffen, zu der man selbst gekommen ist und die man für sich schlüssig begründen kann. Das ist meiner Meinung nach der richtige Weg, Erfolg in der FQ zu haben und auch akzeptieren zu können, dass man vielleicht nicht der oder diejenige ist, den die Lufthansa sucht. Denn sind wir doch mal ehrlich, die Wahrscheinlichkeit nicht zu bestehen ist sehr hoch, egal ob mit oder ohne Seminar. Es dürfte bei einem Scheitern jedoch ungleich frustrierender sein, wenn man das Gefühl hat irgend jemand habe einen selbst zur falschen Entscheidung verleitet, sei das jetzt dein Nachbar, irgendein Lufthansa Pilot oder jemand vom DLR. Du solltest also eher davon wegkommen, zu überlegen wessen Meinung zum Seminar Thema du mehr Gewicht geben kannst, sondern du solltest anfangen wirklich eine eigenständige Entscheidung zu treffen.

Ich bin nicht grundsätzlich ein Gegner von Seminaren, aber ich weiß, dass es für mich persönlich überhaupt keinen Mehrwert gebracht hätte. Ich weiß von Freunden was bei so einem Seminar erzählt und durchgesprochen wird und das sind nun mal alles Dinge, die man so auch in Büchern und im Internet findet. Wo sollen denn die Seminaranbieter, die entscheidenden Mehrinformationen her haben? Das ist nichts anderes als ein Dienstleister, der frei verfügbare Informationen aus dem Internet, aus Büchern und aus Berichten von Bestehern sammelt und sich dieses Wissen dann äußerst gut bezahlen lässt.
Das DLR bietet Vorbereitungsunterlagen an, hier im Forum kann man einen guten Überblick über den Ablauf der FQ erhalten und sogar den Inhalt einzelner Tests erfahren. Wenn man möchte kann man sich auch noch diverse Bücher oder Trainingssoftware holen, schließlich ist man ja bereit ein Budget von ca. 1000€ einzusetzen. (das wird man ohne Seminar wohl nicht aufbrauchen, es sei denn man macht noch einen Transatlantikflug als Entspannungsübung Wink). Was natürlich nicht von der Hand zu weisen ist, ist das Argument, dass man in einem Seminar die Tests schon mal selbst erlebt hat. Nach der FQ würde ich aber behaupten, dass das nicht nötig ist. Sachen wie DCT und Sim werden ausreichend erklärt und sind machbar, wer dennoch Angst davor hat, kann sich im Internet die entsprechende Software zulegen, denn was anders macht man im Seminar auch nicht. Gruppenspiele, Streitgespräch und Interview sind wohl kaum Sachen, bei denen man seine Performance in einer Woche beim Seminar merklich steigern kann zu mal manche Sachen, die den Leuten dort geraten werden absoluter Quatsch sind.
Was hier auch schon angesprochen wurde ist der Faktor Glück: das spielt meiner Meinung nach auch eine Rolle, man muss einerseits das Glück haben grundsätzlich in den Beruf und zu Lufthansa zu passen, andererseits sollte man natürlich auch zwei gute Tage erwischen. Ich würde mal behaupten, dass letzteres nicht ganz so entscheidend ist, da Sachen wie Aufregung o.Ä. wahrscheinlich vom DLR miteinbezogen werden und die Datenlage, die zur Entscheidung herangezogen wird ist dank BU, eingereichten Unterlagen und FQ ja relativ breit.
Eines ist aber klar: im Zweifel, wird immer gegen euch entschieden werden, ganz einfach weil viel auf dem Spiel steht und ein riesiges Überangebot an Bewerbern vorliegt.
Schlussendlich muss man bestimmte Eigenschaften mitbringen, die vor der FQ vom DLR absolut offen kommuniziert werden. Was mich auch etwas weiter weg von einem Seminar gebracht hat, war das statistische Argument: wenn ein Seminar wirklich einen Vorteil bringen würde, der 1000€ wert ist, müsste sich das signifikant in den Besterherquoten niederschlagen. Jeder, der sich entsprechende Threads hier im Forum ansieht, wird feststellen, dass das nicht der Fall ist. Statistisch irrelevant, aber für meine Einschätzung signifikant war meine eigene FQ: alle Seminaler raus, 4 Besteher ohne Seminar.

Die Frage ob man sich gleich nach dem Abi bewerben soll, ist genau so individuell. Ich persönlich habe es so gemacht, weil ich mich erstens dafür bereit gefühlt habe und zweitens sowieso nicht motiviert für ein Studium oder was auch immer gewesen wäre. Man muss eine gewisse Reife mitbringen, keine Frage, manche haben die schon gleich nach der Schule, bei anderen dauert es etwas länger und bestimmte Leute werden wohl nie soweit sein. Mr. Green Man muss sich immer die Frage stellen, ist dieser Mann oder diese Frau wirklich in der Lage die nächsten zwei Jahre eine relativ harte Schulung zu schaffen und danach bereit Verantwortung für viele Menschen zu übernehmen. Ich will nicht hochnäsig klingen, aber bei vielen Abiturienten würde ich diese Frage tendenziell eher mit nein beantworten. Du musst dich also fragen ob du wirklich bereit dafür bist, nicht für die FQ per se, sondern für das, das möglicherweise danach kommt.

Wenn du noch mehr Infos brauchst, habe ich auch noch einiges zu meiner Entscheidungsfindung in meinem FQ-Erfahrungsbericht geschrieben: http://www.pilotenboard.de/viewtopic.php?t=28581
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sebithoma310
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Anmeldungsdatum: 11.12.2011
Beiträge: 103
Wohnort: Osnabrück

BeitragVerfasst am: So Aug 19, 2012 10:11 am    Titel: Antworten mit Zitat

Letstry hat folgendes geschrieben:

Und dann zum Theme DFS vor der LH: das würd ich mir ganz genau überlegen. die LHist es gewohnt die nr 1 zu sein und ich hab schon von mehreren fällen gehöhrt die in der fq geflogen sind weil sie davor zur DFS wollten und nicht als erstes ins cockpit.


Schwachsinn! Mein Tipp: bewirb Dich auf jeden Fall vorher bei der DFS. Die Tests testen viele ähnliche Fähigkeiten und so warst Du schon mal in der Testsituation, in der du auch beim Kranich sein wirst. Solltest Du durchfallen, so weißt Du wenigstens warum und kannst daran noch arbeiten bis zur Lufthansa-BU. Der Kommentar von Letstry redet an dir vollkommen vorbei. Dein Erstwunsch ist ja Lufthansa und nicht die DFS. Wenn Du das so im Interview belegst ist das absolut kein Ausschlussgrund, nur weil Du dich mal bei der DFS beworben hast.

Ich war nach dem Abi gerade frische 17 (in der Grundschule eine Klasse übersprungen und später "Turbo-Abi" nach der 12. Klasse). Das war in der Tat noch etwas jung, zumal man bevor man 21 ist eh nicht in den Airliner steigen kann. Ich habe mal ein Praktikum bei der DFS gemacht und mir wurde geraten, nach dem Abi erstmal noch etwas Lebenserfahrung zu sammeln (work&travel, reisen, ausbildung, studieren.... halt weg von mama&papa) bevor man den DLR-Test macht. Also habe ich angefangen mich mit Alternativen zur LH/DFS (hätte mir beide Jobs gut vorstellen können) zu beschäftigen. Ich meine - ist es nicht eh blauäugig darauf zu setzen, dass das klappt? So hatte ich direkt nach meinem Abi einen Studienplatz in einem Luft- und Raumfahrtstudiengang mit dualer Flugausbildung. -> Dieses Jahr hat mich seeehr weiter gebracht! Man lernt viele gleichgesinnte Leute kennen, weiß was es heißt zu studieren und wohnt dann eben mal nicht mehr zu Haus. Auch wenn ich mit 17 wohl einer der jüngsten Studenten überhaupt war. Auch inhaltlich frischt das nochmal super die Grundlagen Mathe, Kopfrechnen, Physik, Technik, Englisch auf, die man in der BU perfekt einsetzen kann! 5 CBT-Testvorbereitungen also schon im Studium statt Seminar Wink

Nun ja und nach dem zweiten Semester fühlte ich mich bereit um mich zu bewerben - ohne Seminar - und siehe da, es hat geklappt Smile Wir meine Vorredner schon schrieben: letzten Endes ist es Deine Entscheidung was Du machst. Ich bin heilfroh über den Lauf der Dinge, wie es bei mir war. Die Art Deiner Vorrecherche erinnert mich aber stark an mich selbst Smile Auch die Frage Seminar Ja/Nein und wann ich mich bewerbe war bei mir lange offen in der Schulzeit...

Was auch immer Du machst: Viel Erfolg!
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Flusier
Bruchpilot
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Anmeldungsdatum: 04.09.2011
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: So Aug 19, 2012 12:00 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, also erstmal vielen Dank für die zahlreichen Antworten, vieles hat mich ein wirkliches Stück weitergebracht!

Zitat:
Bei einem Infotag, den ich besuchte, sagte man auch, dass man von Vorbereitungsseminaren stark abraten würde.

Kannst du die Infotage generell empfehlen oder werden nur Infos geliefert, die man eh schon weiß bzw einfach herausfinden kann?

Zitat:
Mach es in Eigenregie. So habe ich es auch gemacht, und ich fand es klasse.

Wie sah deine eigene Vorbereitung aus? Also was hast du genau gemacht und mit welchen Hilfsmitteln?

@sebithoma310
Dann bin ich ja beruhigt, dass ich nicht der einzige bin, der sich darüber den Kopf zerbricht Wink Auch das DFS Praktikum in Langen habe ich schon hinter mir - und ich bin mir sicher, dass ich ohne dieses Praktikum heute auch nicht über eine Bewerbung bei der DFS nachdenken würde.


Ein paar generelle Fragen hätte ich jedoch noch:
1. Lohnt sich das Programm Sky-Test und wie nah ist das Training an den tatsächlichen Tests?
2. Hat die DFS exakt den gleichen Test wie die LH?
3. Kann man ohne Weiteres den Test bei der DFS verhauen und ihn später bei der LH nochmal machen?
4. Was ist an dem Gerücht dran, dass sich LH und DFS zusammentun wollen und man nach bestandenem Test die Wahl zwischen DFS und LH hat?
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Speedbirdy
Captain
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Anmeldungsdatum: 11.10.2008
Beiträge: 1798

BeitragVerfasst am: So Aug 19, 2012 1:06 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Letstry hat folgendes geschrieben:
Und dann zum Theme DFS vor der LH: das würd ich mir ganz genau überlegen. die LHist es gewohnt die nr 1 zu sein und ich hab schon von mehreren fällen gehöhrt die in der fq geflogen sind weil sie davor zur DFS wollten und nicht als erstes ins cockpit.


Bei mir im Kurs hat sich sicher 1/3 auch bei der DFS beworben und wurde dort teilweise angenommen und teilweise abgelehnt. Das hat nichts zu sagen.
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sebithoma310
Captain
Captain


Anmeldungsdatum: 11.12.2011
Beiträge: 103
Wohnort: Osnabrück

BeitragVerfasst am: So Aug 19, 2012 2:07 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Flusier hat folgendes geschrieben:

Ein paar generelle Fragen hätte ich jedoch noch:
1. Lohnt sich das Programm Sky-Test und wie nah ist das Training an den tatsächlichen Tests?
2. Hat die DFS exakt den gleichen Test wie die LH?
3. Kann man ohne Weiteres den Test bei der DFS verhauen und ihn später bei der LH nochmal machen?
4. Was ist an dem Gerücht dran, dass sich LH und DFS zusammentun wollen und man nach bestandenem Test die Wahl zwischen DFS und LH hat?


1. Einige Einstellungen zB beim OWT können realitätsnäher sein als die LH-eigenen CBT's. Der Kauf lohnt sich aber mE nach nicht wirklich.

2. Nein

3. Ja

4. Gerücht ist wohl echt die richtige Bezeichnung Very Happy

lg Wink
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