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LFT in Turbulenzen (Weser-Report 11.01.04)

 
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supermario
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Anmeldungsdatum: 05.04.2003
Beiträge: 251

BeitragVerfasst am: So Jan 11, 2004 1:19 pm    Titel: LFT in Turbulenzen (Weser-Report 11.01.04) Antworten mit Zitat

(leider nicht online verfügbar)

Lufthansa-Schule vor Umsrukurierung /
Betriebsprüfung: Diesmal wird genauer hingeschaut

von GUNNAR MEISTER

Die Nachfrage fehlt.So einfach liest sich der Grund, einen Standort mit rund 200 Mitarbeitern unter die Lupe zu nehmen. An der Weser werden mehr Piloten ausgebildet als der Markt benötigt. Ging der Verkehrsfliegerschule LFT GmbH zunächst von 390 Neuaufnahmen für 2004 aus, wurde die Zahl nun auf 120 Anfänger korrigiert. Die Zahl der Absolventen fällt dramatisch. Kapazitäten bleiben ungenutzt. Die AUswirkungen der Terroranschläge vom 11.September und der Unsicherheit der Weltwirtschaft durch den Irak-Krieg schlagen durch. Die Luftfahrt krankt.
Renate Hocke, Pressesprecherin des AUsbildungsstandorts, spricht von einer "Bedarfsanpassung". Im Klartext: Es geht um Arbeitsplätze. Von einer Krise will sie aber nicht reden. "Seit 1956 sind wir hier in Bremen. Wir hatten immer wieder Zeiten, in denen wir Betriebsabläufe überprüft haben", sagt Renate Hocke. Diesmal wird genauer hingeschaut, räumt sie ein.
An der Weser werden vornehmlich Theorie und später - nach ersten Flugstunden in den USA -spezielle Fertigkeiten gelehrt.
Die LH-Verantwortlichen suchen jetzt intensiv nach Möglichkeiten, vorhandene Kapazitäten zu nutzen . Dabei strecken sie offenbar auch ihre Fühler nach anderen Fluggesellschaften aus, um deren Piloten auszubilden. "Wir werden uns für andere Airlines öffnen", erklärt Hocke. Ob das Angebot fruchtet, bleibt fraglich. Die angespannte Wirtschaftslage lähmt die gesamte Branche. Zur fehlenden Nachfrage kommendie hohen Ausbildungskosten. 121.000 Euro schlagen für die zweijährige Lehrzeit zu Buche. Der Eigenanteil der Azubis beträgt in der Regel 41.000 Euro.
Wie viele Arbeitsplätze in Bremen auf dem Spiel stehen, vermag Hocke nicht zu sagen. Nur so viel:"Jetzt haben wir die Chance, Abläufe zu prüfen. Also tun wir es." In jeder Veränderung stecke auch immer eine Chance.
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Lennart
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Anmeldungsdatum: 08.01.2004
Beiträge: 88

BeitragVerfasst am: So Jan 11, 2004 2:26 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Tja, die Frage ist bloß welche Airlines denn ihr Geld in Bremen lassen sollen - es bildet doch kaum jemand selber aus!

Und im übrigen fällt mir auf: wenn die in punkto Neueinsteiger Zahlen jenseits der 350/Jahr gewöhnt sind, und Lufthansa denen jetzt aber nur 120 schickt, dann heißt das ja wohl im Klartext daß derzeit wegen Bedarfsminderung stärker gesiebt wird - oder?
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NoName01
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BeitragVerfasst am: So Jan 11, 2004 2:32 pm    Titel: Antworten mit Zitat

na da bin ich aber mal gespannt. bis auf die großen bildet doch keiner mehr selbst aus. es ist doch für die airlines billiger, sich die busfahrer der lüfte, direkt vom "arbeitsamt" zu holen. mal davon abgesehen sind 121K ne menge holz. und ich glaub nicht, dass irgendeine airline zuviel geld hat, als dass sie sich nen exclusives ausbildungsprogamm an der lft leisten kann. dann doch lieber 1000 bewerbungen auf 10 freie arbeitsplätze auf ner king-air! traurig aber wahr!
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jonas
Goldmember
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Anmeldungsdatum: 03.02.2003
Beiträge: 2317
Wohnort: Paradise City

BeitragVerfasst am: So Jan 11, 2004 3:35 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ein interessanter Bericht!!! Aber eigentlich ist mir schon seit langem klar, dass auch die LFT nicht gegen die aktuelle Marktsituation bestehen kann!!! Denn der Lufthansa-Konzern ist als Gesellschaftsform eine Aktiengesellschaft, die wie jede andere auch auf Gewinnmaximierung ausgelegt ist!!! Ich bin echt mal gespannt, wie es weitergeht, aber ich vermute, dass das erst der Anfang ist! Es wird wahrscheinlich intensiv umstrukturiert werden. Was das als Konsequenz bedeutet, darüber kann nur spekuliert werden! Klar ist natürlich, dass über die Pressesprecher erstmal relativiert bzw. besänftigt wird!
Doch Fakt ist auch, dass man nicht permanent weiter Piloten weit über Bedarf ausbilden kann, die man auch noch mit Verträgen an den Konzern bindet (sie also nach der Wartezeit beschäftigen MUSS, ansonsten bekommt LH für die hohen Ausbildungskosten KEINE Gegenleistung!). Und Präsente verteilen in Form von kostenlosen ATPL-Ausbildungen (falls die eigenen Leute auch nicht mehr übernommen werden) zu Zeiten, in denen wahrscheinlich jeder BWLer jede Abteilung bzw. Sparte nach Einsparpotenzial umkrempelt, kann auch ein LH-Konzern nicht, schon gar nicht irgendeinem ihrer Aktionäre verkaufen!!! Denn keiner weiss, wie sich die Luftfahrtbranche entwickelt! Sie befindet sich in der grössten Krise überhaupt! Man stelle sich nur vor, die Welt wird noch einmal mit einem Terroranschlag von der Größenordnung des 9/11 konfrontiert oder eine Epidemie a la SARS kehrt zurück! Dann bricht die zart aufkeimende Konjunktur total ein und die Zeiten werden noch schlimmer.
LH wollte den Fehler eigentlich nicht wiederholen, die Kapazitäten der Marktsitation anzupassen, wie sie es schon einmal machte, um nicht wieder Jahre später in einen Pilotenengpass zu geraten!!! Aber wahrscheinlich können sie zu Zeiten der low cost carrier dem immensen Kostendruck auch nicht mehr standhalten und müssen reagieren! Vielleicht werden sie, um viel Geld zu sparen, wieder mehr Augenmerk auf die R/E-Schiene legen, um so flexibel jederzeit den Bedarf decken zu können OHNE gebundenes Kapital in Form von Gewährleistung der Kredite, typerating-Kosten, etc. Ich meine, wie viele Piloten mit grosser Erfahrung on type (A320, B737), logischerweise dem entsprechenden rating (für das dann LH auch nicht mehr aufkommen müsste!) sitzen momentan nach den Pleiten von Swiss, Sabena, Aerolloyd (die Rot-Weissen aus dem Ruhrpott sind ja auch wie jeder weiss, seit langem so ein Wackelkandidat, der sich nur durch großzügige Subvention des Landes NRW über Wasser hält...),... etc zuhause, stehen sofort dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, und würden fast alles machen, um der Arbeitslosigkeit zu entfliehen!!!
Denn das ist der nächsten Punkt: Piloten sind heutzutage absolut UNTERBEZAHLTE (für den Job, den sie machen!!!), hoch qualifizierte (vgl. mit einem Dipl-Ing) Arbeitnehmer! Doch wie ist es dazu gekommen, dass sie nicht mehr ihrer Leistung ensprechend vergütet werden?! Eine Ursache ist sicherlich, dass es Leute gibt, die sich annährend für ihren Traum, ins Cockpit zu kommen, PROSTITUIEREN. Sie nehmen nach der Ausbildung mit dem immensen Schuldenberg noch einen Kredit über ein typerating für ne 737 auf (nochmal 25.000 Euro neben den 60.000 für die Ausbildung!), um an einen Job zu gelangen, dann kaufen sie sich in den Staaten 100h on type jet experience,... Das Hamsterrad dreht sich weiter und weiter... Das Angebot an Topleuten auf dem Markt ist momentan riesig, die Airlines ersticken in Bewerbungen und die Flugschulen bilden immer weiter aus!!!
Cityline hat einen Einstellungsstop, die abinitio-Schiene gibt es meines Wissens gar nicht mehr (?), aber Hauptsache erstmal einen Link (von ihrer Bewerbungsseite) zur homepage von Intercockpit (da ja 100%-ige Tochter von LH) gemacht!!! Auf dass sich noch viele, viele melden mögen, die nicht davor zurückschrecken, einen finanziellen Drahtseilakt zu begehen!!!
Übrigens, ein weiterer Vorteil, wieder vermehrt Leute vom freien Markt einzustellen, ist sicher, dass man ihnen die Konditionen, zu denen sie fliegen, wieder NEU diktieren kann. Nach dem Motto: Nimmst du den Job nicht, geben wir ihn eben einem der hunderten, die vor der Tür stehen!!!! Einer ist bestimmt auch dabei, der ohne Gehalt arbeitet, natürlich des fliegens willen!
Wie lang Konzerne, die sich in den Augen des Managements und der Vorstandetagen den Luxus leisten, gewerkschaftlich organisiert zu sein oder eine Personalvertretung zu haben, noch OHNE EINSCHNEIDENDE VERÄNDERUNGEN bestehen können, ist die nächste Frage, mit der sich im Rahmen der Umstrukturierungen beschäftigt werden wird!!! Ohne dass ich jetzt den Teufel an die Wand malen will!!!

Der Trend zu immer weniger sozialer Verantwortung und immer stärkerem Arbeitsplatzabbau (Rationalisierung) macht also auch vor den vermeintlich gut am Markt plazierten flag carriern KEINEN Halt!!!!!!!!!!!!

WO SIND NUR DIE ALTEN ZEITEN HIN.....................


Gruß, jonas
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Lennart
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Anmeldungsdatum: 08.01.2004
Beiträge: 88

BeitragVerfasst am: So Jan 11, 2004 5:04 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Grundsätzlich hast Du ja recht. Aber ob die Überkapazitäten so riesig sind? Im Text steht ja schon daß sie normal mit über 300 Anfängern pro Jahr rechnen, und wenn LH jetzt nur noch 120 schickt (bzw ein gewisser Anteil sind ja auch immer BW-Transportflieger und ein paar ILST-Leute) und Absolventen in die Warteschleife setzt, dann handeln sie es doch eigentlich ganz vernünftig.

Ein anderer Punkt ist natürlich die von Dir angesprochene Wirtschaftlichkeit. Ob die Schulungen ganz abgeschafft werden, ich kanns mir kaum vorstellen. Ein Pfund mit dem LH wuchern kann ist Qualität und der Ruf der Piloten gehört mit dazu. Außerdem isses auch ein bißchen ein Traditionsding... also so mal eben nebenbei und without a fight kann da kein BWL-Söhnchen kommen und das umschmeissen.

Auch wenn es natürlich nicht ausgeschlossen ist, daß sich da zu ungunsten der Interessenten was ändern wird... da bin ich ganz Deiner Meinung.
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Warringer
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Anmeldungsdatum: 25.02.2003
Beiträge: 544

BeitragVerfasst am: So Jan 11, 2004 8:45 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Danke dir für den Artikel supermario. Eigentlich ist es ja eine logische Folgerung aus den bereits früher bekannt gewordenen Ankündigungen um die Reduzierung der kommenden NFFs auf etwa zehn Personen, an die Wirtschaftlichkeit der LFT wird dabei wohl kaum jemand in erster Linie gedacht haben. Dabei stehen zumindest bis Mitte des Jahres die Kurse mit ihren Teilnehmern bereits fest wenn ich richtig informiert bin.

Aber man sollte wohl wirklich nicht ganz vernachlässigen, dass es der Lufthansa bei dieser Form der Ausbildung in großem Maße um Prestige geht. Nur wer qualifizierten Bewerbern eine realistische und lohnenswerte Perspektive bieten kann, bleibt langfristig ein interessanter Arbeitgeber mit gutem Image. Siehe Daimler Chrysler, BMW, Siemens.
Die Investitionen der Lufthansa in einschlägige Anzeigenkampagnen sind immer noch beachtlich.
Die wirtschaftliche Veränderung des LFT-Konzeptes wird wohl auf einen Kompromiß zwischen Rationalisierung und Qualitätssicherung des Angebotes hinauslaufen.

Viele Grüße,

Warringer
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Ease
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Anmeldungsdatum: 19.08.2003
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: So Jan 11, 2004 8:53 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Lennart hat folgendes geschrieben:
Ein Pfund mit dem LH wuchern kann ist Qualität und der Ruf der Piloten gehört mit dazu. Außerdem isses auch ein bißchen ein Traditionsding....


So sehe ich das auch. Die eigene Schule bietet LH den Vorteil in großem Maße Einfluß auf die Ausbildung und "Erziehung" der zukünftigen Piloten zu üben. Und auch die 40 jährige Geschichte der LFT trägt sicher auch dazu bei, dass das Konzept der eigenen Schule auch in Zukunft BEstand haben wird.

Hauptaussage des Artikels ist aber gar nicht die Frage "selber ausbilden? ja oder nein?" sondern ganz einfach die Tatsache, dass es im administrativen Bereich Überkapazitäten gibt, die der verringerten Schüleranzahl angepasst werden muß.
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NoName01
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BeitragVerfasst am: Mo Jan 12, 2004 9:05 am    Titel: Antworten mit Zitat

Lennart hat folgendes geschrieben:
Ein Pfund mit dem LH wuchern kann ist Qualität und der Ruf der Piloten gehört mit dazu. Außerdem isses auch ein bißchen ein Traditionsding....


good morning ladies&gentlemen. this is your Pilot-Flying speaking! Cool

diesen satz wollte ich schon immer mal sagen *g*

dem kann ich mich nur anschließen. irgendwie will/muss man ja der konkurrenz die stirn bieten. das lässt sich mit "qualitätssicherung" und sicherheit gut vermarkten. besonders stolz ist man dann auf solche exemplare, die dann in oslo, oder wars stockholm, im flightdeck verhaftet werden, weil alk im blut *g* bitte nicht ernst nehmen Cool . durchweg kann man aber sagen, dass die lh einen guten ruf hat bei den kunden...ansonsten hätten wir uns auch nicht alle bei der lh zur nff-schulung beworben. die bunten anzeigen (B747 foto) z.b. im frankfurter hochschulanzeiger hinterlassen bei vielen potentiellen bewerbern den eindruck entstehen, als wäre es ein traumberuf. was er ja auch "noch" ist!
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jonas
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Anmeldungsdatum: 03.02.2003
Beiträge: 2317
Wohnort: Paradise City

BeitragVerfasst am: Di Jan 13, 2004 10:15 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Sollte die Qualitätssicherung und der Sicherheitsaspekt etwa SO aussehen??? Dieses posting ist von einem LFT-Absolventen, also einem fertig ausgebildeten LH-Piloten, der jetzt ca. 2 Jahre Löcher in die Luft gucken kann!!!
Es ist leider so, dass wirtschaftliche Aspekte weit über Sicherheit und Qualität stehen!!! Denn förderlich ist es nicht gerade, wenn man eine solch lange Zeit nach der Ausbíldung kaum bis keine Flugpraxis nachweisen kann, oder?!

Aus dem Professional Pilots Rumour Network Forum (pprune.org):
Zitat:
LUFTHANSA graduate looking for info on bmi/BA cockpit careers
Hi there!

I am looking for a bit of information about the current recruitment situations at bmi and BA.

I have recently graduated from the Lufthansa Flight School in Germany with a frozen ATPL (JAA). Unfortunately Lufthansa are unable to offer me a type-rating or cockpit job until approx. the middle of 2005, so I am obviously looking for either temporary or permanent positions elsewhere (namely bmi or BA).

I am trying to find out if anyone can tell me whether or not BA or bmi are recruiting at all and whether no type-rating would be a problem. Would either airline front the costs of my type-rating for me?

I would appreciate any information you have to offer.

Many thanks


The Graduate


Ihr seht also, auch an einem Konzern wie LH ist durchaus Kritik angebracht, wenn so mit den fertigen Piloten verfahren wird!!! Oder wird man während der Wartezeit regelmäßig durch den SIM gescheucht und man bekommt ein Minimum an Praxis-Std von LH, dann nehme ich alles zurück....
Weiss jemand konkretes???
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wannabee
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Anmeldungsdatum: 02.05.2003
Beiträge: 1519
Wohnort: Sportallee 54a, D-22335 Hamburg

BeitragVerfasst am: Di Jan 13, 2004 10:23 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hatte das selbe Ppprune-Posting auch heute Nachmittag unter "Flugschulen" mit angegeben um die gegenwärtige Lage zu veranschaulichen.
Aber was Deine Frage angeht: die Lufthansa kümmert sich schon um den
"Scheinerhalt".
Alles andere wäre ja auch nicht im Interesse des Unternehmens: erst
zig-tausende Euros für die Ausbildung in einen zu investieren um dann
erstmal ein paar Jahre den Absolventen 'ne ruhige Kugel schieben zu
lassen damit man anschliessen feststellt, dass der das Typerating nicht
mehr gebacken kriegt, weil er zu lange aus'm Stoff raus ist.
_________________
Besten Dank & Viele Grüße
-wannabee-
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
"I hope I die peacefully in my sleep like my Grandfather and not like his passengers..."
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jonas
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Anmeldungsdatum: 03.02.2003
Beiträge: 2317
Wohnort: Paradise City

BeitragVerfasst am: Di Jan 13, 2004 10:41 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry wannabee, hatte ich leider nicht gesehen!!!

Aber im Ernst, wie sieht dieses Kümmern um den "Scheinerhalt" wirklich aus? Interessiert bestimmt nicht nur mich!!!
Sind es wirklich nur die nötigsten Stunden, damit der Schein nicht verfällt, oder wird mehr getan??? Denn ersteres würde ausreichen, um zumindest unangenehme probleme beim rating aufkommen zu lassen, da es ja ein A320/737-Rating sein wird und keins für ne piper!!!!!
Gibt es eigentlich Überbrückungsgeld für die Wartezeit? Ich meine, wenigstens etwas, da ja viele kein zweites Standbein haben bzw. gleich die Ausbildung gemacht haben! Oder werden da wirklich solange zB beim gelben M Burger verkauft, um den Unterhalt zu decken???

Gruß, jonas
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Starcaptain
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Anmeldungsdatum: 26.05.2003
Beiträge: 87

BeitragVerfasst am: Mi Jan 14, 2004 5:40 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Also "Überbrückungsgeld" wird einem wohl niemand zahlen, es gibt aber Praktikumsstellen in FRA oder sonstwo, man kann sich da ein paar Euro verdienen, aber natürlich kein Vergleich zum Liniengehalt. Das könnte man dann auch als zweites Standbein bezeichnen...
Außerdem sind es natürlich keine Praktikumsstellen, bei denen man fliegen kann. Weil man aber fliegen darf, kann man natürlich ab und an Fallschirmspringer rauswerfen oder mit Werbung durch die Gegend fliegen...
Oder halt eben Burger verkaufen, aber da findet sich sicher was besseres.
Die LFT hat reagiert, es werden nur noch 120 Piloten aufs Jahr ausgebildet, also schon wesentlich weniger als in den Jahren vorher. Man kann so eine Schule ja nicht einfach schließen...das hat man ja 1992 glaube ich gemacht, danach mussten sie in den Aufschwungjahren händeringend überall nach Piloten suchen weil plötzlich keine mehr da waren. Den Fehler will man wohl nicht nochmal machen, also wird trotz langer Warteliste weiter ausgebildet.
Im Übrigen ist das genau das gleiche wie bei einem Studium!
Wenn heute die Prognosen gut sind für dies oder das, kannst du in ein paar Jahren wegen z.B. Informatikerschwemme erstmal eine Weile aufs Arbeitsamt oder Taxifahren wenn du Pech hast.
Bei LH kann man sich wenigstens ungefähr ausrechnen wann es weitergeht, seinen Platz auf der Liste kennt man ja.
Von "Hängenlassen" seitens der Firma würde ich also noch nicht reden, klar ist es ärgerlich mit der langen Wartezeit, aber es gibt ja immer noch genug Flugverrückte, die das alles sehenden Auges auf sich nehmen.
Ich sehe eher positiv in die Zukunft und hoffe, dass in zwei Jahren die Sache wieder ganz anders aussieht.
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