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Ingenieur und Pilot - geht das?
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pilot#3313
Bruchpilot
Bruchpilot


Anmeldungsdatum: 30.08.2011
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: Do Feb 20, 2014 1:38 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hi und Danke dir!
Ja klar, die FQ ist vermutlich der "härtere" Brocken, aber eins nach dem anderen.. Wenn ich die BU nicht schaffe, stellt sich die Frage nach der FQ ja garnicht... Nur: Wenn man den Ausbildungsvertrag in Händen hält und dann "nein" sagt, muss man wohl für die entstandenen Kosten aufkommen... Hm...

Ich versuche ja gerade herauszufinden, ob der Linienpilot mein Traum ist... Klar, man kann's auf die harte Tour lernen, in dem man es einfach probiert (Eignung vorausgesetzt), aber in der heutigen Zeit solche finanziellen Risikien einzugehen - da tu ich mich einfach schwer mit...
Vielleicht würde mich ja auch der PPL im Hobby glücklich machen...

Ich denke seit 2 Jahren darüber nach, komme aber zu keinem standhaften Ergebnis Wink
Bei anderen Dingen fallen mir solche Entscheidungen irgendwie leichter Wink
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LH3591
Gast





BeitragVerfasst am: Do Feb 20, 2014 2:22 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ein kleiner persönlicher Rat:

Ich kann dir nur den Tipp geben, die BU trotz deiner Ausbildung nicht zu unterschätzen. Ich hatte damals einen relativ ähnlichen Hintergrund wie du, die Vorteile die ich dadurch genossen habe gingen gegen null. Das was als "Technik und Mathe" deklariert wurde, unterscheidet sich ganz stark von dem was man auf der Uni bzw. in der Praxis hat.

Viel Erfolg und alles Gute Wink
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DEEC
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Anmeldungsdatum: 19.12.2013
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: Do Feb 20, 2014 2:56 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo noch einmal,

meiner Meinung nach wirst du dich als Dr.-Ing. in einem Flugzeug sehr schnell sehr langweilen. Die ersten paar Jahre werden noch interessant sein, man lernt ja schließlich etwas Neues, dann kehrt aber die Routine ein (Passage: jede Nacht in einem anderem Hotelbett, Germanwings: jeden Tag der selbe Flughafen), dann wirst du irgendwann Kapitän (Passage: Mitte 40) und das war's dann. Möglichkeiten zur anderweitigen Entwicklung gibt es kaum: In Europa gibt es mit Abstand kein besseren Arbeitgeber und im Nahen Osten wollen die meisten ihre Kinder nicht aufwachsen sehen.

Noch kurz zu mir: Ich bin 33, fliege seit 13 Jahren, derzeit als Co auf einer Global Express für 100.000 EUR im Jahr. Ich bin ganz zufrieden, das liegt aber auch daran, dass ich meine fliegerische "Karriere" nicht bei einem einzigen Arbeitgeber verbringen musste und ich somit mehr Abwechslung habe, als mir lieb ist. Ich bezweifle, dass ich 40 Jahre als Pilot bei LH / Swiss / Easyjet / Ryanair / Emirates / Qatar Airways durchhalten würde.
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pilot#3313
Bruchpilot
Bruchpilot


Anmeldungsdatum: 30.08.2011
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: Do Feb 20, 2014 3:21 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für eure Kommentare!

Um das nochmal klar zu stellen: Ich nehme die BU keinesfalls auf die leichte Schulter! Im Gegenteil, ich tu mich mit den CBTs eher sehr schwer, und auch meine vermeintlichen Technik-Kenntnisse helfen nicht immer - meistens deswegen, weil man durch Studium und Praxis viel zu kompliziert an die Aufgabe herangeht - die naheliegende (und richtige) Antwort wird dann oft verworfen, weil die ja "zu einfach" erscheint...
Und bei den CBTs wo es um schnelle Wahrnehmung und Merkfähigkeit geht - oh je oh je Wink Da seh ich aktuell noch mehr als schwarz Wink

Also wenn ich fliegen will, dann am ehesten "bei Hansens" - egal ob Passage, GWI oder Cargo. Dort herrschen zumindest scheinbar sehr geregelte Bedingungen, was das Arbeitsverhältnis angeht (was nicht heißt, dass das zu 100% optimal ist), und wie gesagt ist das wohl europaweit DER Toparbeitgeber, wenn es um Linienflüge geht.

Aber DEEC, Du hast vermutlich recht - irgendwann ist man in der Routine drin und dann ist der Reiz zu einem großen Teil weg - das vermag ich für die Fliegerei sicherlich nicht zu beurteilen mangels Erfahrung, als Ingenieur geht es mir da aber im jetzigen Job auch so... Das jetzige Themenfeld ist für mich durch, ich suche was Interessanteres und werde mich entsprechend nach etwas anderem umsehen - mit der Gefahr, dass ich das in ein paar Jahren auch wieder "satt" habe, aber zumindest kann man die Richtung immer mal wieder etwas korrigieren (wenn die Ingenieurdienstleister nicht immer so als moderne Sklaverei verschrien wären, wäre vielleicht genau das mein Weg - alle 2 Jahre ein anderes Themenfeld bearbeiten).

Es fällt mir schwer zu sagen, was nun sinnvoll ist - vermutlich auch, weil es kein richtig oder falsch gibt, sondern eher ein "gut oder nicht so gut" - auch als Ingenieur würde ich sicherlich langfristig "glücklich" werden, vor allem, weil der Job auch nicht alles ist im Leben. Aber die Fliegerei löst dennoch eine unheimliche Faszination bei mir aus, vor allem von den technischen Facetten her... Flight Envelopes, Alpha-Floor-Protection, die Regelung dahinter, ultra-spannend für mich. Aber wie schon jemand richtig sagte: als Pilot hat man damit im Idealfall außer im Simulator keinen Berührungspunkt... Dafür aber ist man als Pilot Herr der Maschine, was ich mir eben auch unheimlich toll vorstelle...
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Silves
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Anmeldungsdatum: 21.02.2014
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: Fr Feb 21, 2014 4:39 pm    Titel: Antworten mit Zitat

pilot#3313 hat folgendes geschrieben:
Nur: Wenn man den Ausbildungsvertrag in Händen hält und dann "nein" sagt, muss man wohl für die entstandenen Kosten aufkommen... Hm...


Für die Kosten aufkommen muss man wenn man sich nach dem Medical noch umentscheidet, nach bestandener FQ hättest du also noch 2-3 Wochen Zeit zum grübeln Wink Den auf die Ausbildung Wartenden wurde darüber hinaus das Angebot unterbreitet jederzeit kostenlos abzuspringen, bin mir aber unsicher ob das nach wie vor gilt.
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OnMyWay
Bruchpilot
Bruchpilot


Anmeldungsdatum: 22.03.2014
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: Sa März 22, 2014 5:20 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich (29 Jahre alt) stecke in einer ähnlichen Situation wie pilot#3313 und möchte mein Gedankenkarussell mit euch teilen, in der Hoffnung neue Impulse zu erhalten, die mich bestärken eine Entscheidung in die eine oder andere Richtung zu treffen.

Seit 2,5 Jahren bin ich als Unternehmensberater tätig, aktueller Verdienst ca. 75k. Den Job habe ich damals gewählt, weil ich nach meinem Studium zum Wirt.Ing. noch nicht wusste, in welche Richtung ich mich beruflich entwickeln will. Leider bin ich heute nicht viel schlauer. Ich kann zwar einige Unternehmen und auch Funktionsbereiche ausschließen, richtig glücklich bin ich aber bisher auch nicht geworden, weshalb ich erhaltene Jobangebote von Kunden ausgeschlagen habe.

BU, FQ und Medical bei LH habe ich hinter mir und den Termin zum Ausbildungsbeginn schon im Kalender. Als ich die Entscheidung traf mich bei LH als Pilot zu bewerben hatte ich ehrlich gesagt nicht damit gerechnet so reibungslos alle Hürden zu nehmen. Ich wollte es aber probieren, damit ich mir in einigen Jahren nicht den Vorwurf hätte machen können: "Hättest du es mal mit dem Pilot probiert!". Tja, jetzt hab ich den Salat.

Folgende Aspekte schwirren mir durch den Kopf und dennoch schaffe ich es einfach nicht eine finale Entscheidung zu treffen, vielleicht könnt ihr mir weitere Punkte nennen, die mir dabei helfen:

Was spricht für den Pilot:
- Ich bin ein Träumer. Ich habe keine Schwierigkeiten monotone Arbeiten auszuführen, ich kann stundenlang aufs Meer, aus dem Zug und auch aus dem Flieger schauen und fühle mich nicht gelangweilt. Im Gegenteil, es fasziniert mich.
- Ich halte mich psychisch und von meinen geistigen Fähigkeiten als geeignet und eigentlich optimal für den Job vorbereitet. CBT Übungen haben mir Spaß gemacht und sind mir größtenteils leicht gefallen. Ich habe ein gutes Gefühl für die Bedienung von Maschinen aller Art.
- Ich habe (noch) kein Problem mit unregelmäßigen Arbeitszeiten und zeitweise zu geringem Schlafpensum.
- Relativ viel Freizeit, die ich für meine Hobbies und Familie nutzen kann. Auch Zeit, in der ich eventuell meine Selbstständigkeit vorbereiten kann (ein weiterer Traum von mir).
- Ich habe nicht viel zu verlieren. Wenns mir nicht gefällt, wechsel ich nach ein paar Jahren wieder in einen "normalen" Job.

Was spricht gegen den Piloten:
- finanziell stehe ich wohl auf die Lebenszeit hochgerechnet besser dar, wenn ich bei zuerst genannter Option bleibe (lange Ausbildungsdauer bei LH, Unsicherheit bzgl. Wartezeit nach Ausbildung, Anfangsgehalt < aktuellen Gehalt, 250k erreiche ich definitiv nicht mehr [was wäre bei normalen Werdegang bei GWI oder LH aus eurer Sicht realistisch?])
- Vereinbarkeit von Familie/ Freunde und Beruf, fehlende Wochenenden. Die Familienplanung, die eigentlich in nicht allzu ferner Zukunft umgesetzt werden sollte, müsste ich wohl zurückstellen.
- Ich bin ein kommunikativer Mensch, der mit seiner Art direkt einen Zugang zu den verschiedensten Persönlichkeiten erhält. Diese Eigenschaft würde ich als Pilot wohl weniger nutzen können.
- Örtlich würde ich mich als relativ eingeschränkt bezeichnen. Meine Heimat ist das Rheinland. Neben dem könnte ich mir eigentlich nur noch München oder die Schweiz als Wohnorte vorstellen. Korrigiert mich, wenn ich da falsch liege, aber als Pilot hätte ich nicht die Wahlfreiheit bzgl der Homebase. Klar, ich kann mich bewerben, ob und wann ich dann an einen dieser Orte komme, ist dann die andere Frage.

Meine Freundin unterstützt mich in beide Richtungen, auch wenn sie von meiner Entscheidungsunfreudigkeit verständlicherweise genervt ist.

Ich würde mich über eure Gedanken und Einschätzungen zu dem Thema freuen![/list]
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oxide737
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Anmeldungsdatum: 10.12.2011
Beiträge: 1117

BeitragVerfasst am: Sa März 22, 2014 5:32 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@OnMyWay:

Im Leben gibt es kein Patentrezept. Du musst das machen, von dem du denkst es ist das Richtige. Die Entscheidung kann dir keiner abnehmen.

Eine kleine Anekdote:
Es gibt einen Menschen, der war mal Top-Verdiener, doch glücklich ist er nie geworden. Also hat er alles an den Nagel gehängt, das Geld verschenkt, und sich eine kleine Holzhütte am Waldrand gebaut. Dort lebt er jetzt als Selbstversorger. Verzichtet auf alle Formen des Konsums. Auf alles was unsere "moderne Gesellschaft" heute so ausmacht. Und das erste mal in seinem Leben fühlt er sich wirklich glücklich.



Fazit: Es liegt an dir. Es ist dein Leben. Du hast die Wahl.



Gruß
_________________
Arbeitsmarktsituation für Piloten - Stand: August 2013 ---> https://www.pilotundflugzeug.de/artikel/2013-08-29/Pay_to_Fly_Cockpitjobs
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B1900D
Captain
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Anmeldungsdatum: 15.02.2011
Beiträge: 2096

BeitragVerfasst am: Sa März 22, 2014 6:01 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Da hat Oxide recht.

Die Punkte Pro und Kontra hast Du selber gut aufgelistet.

Du musst bedenken, dass Du als Pilot in ein Lebensschema reinfällst, dass gerade Anfangs bei niedriger Seniorität ziemlich statisch und unflexibel sein wird - bei der Airline bist Du eine "Nummer". Finanziell wirst Du die ersten Jahre einbußen erleben, die Du nur langfristig wieder gut machen könntest, indem Du wirklich bis zur Rente fliegst. Das ist also eine Frage, was Dir die Fliegerei wert ist. Nur wie kann man das wissen ?

Das größte Problem ist, dass man sich das Leben als Pilot erst vorstellen kann, wenn man es selber lebt und die Fakten spürt. Fliegen ist Schichtarbeit, gerade die Langstrecke mit zusätzlichem Jetlag, ist körperlich auf Dauer extrem anstrengend und mit zunehmenden Alter wird das nicht besser.

Auch was Deine private Beziehung betrifft - klar unterstützt sie Dich. Nur gibt es einen Unterschied zwischen "Vorstellung" und harter "Realität". Die meisten Beziehungen sind definitiv nicht für diesen Job gemacht. Ihr könnt Euch beide nicht vorstellen, was dieser Job für eine Beziehung bedeutet. Auch im Freundeskreis fehlt oft das Verständnis dafür. So habe ich es jedenfalls selber erlebt. So ist es halt, da steckt man selber nicht drin.

Entscheide Dich halt und wenn es sich manifestiert, dann sollte sich die Frage nicht mehr stellen und auch kein Bedauern mehr aufkommen. Dann hast Du die richtige Entscheidung getroffen.
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pilot#3313
Bruchpilot
Bruchpilot


Anmeldungsdatum: 30.08.2011
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: So März 23, 2014 3:50 pm    Titel: Antworten mit Zitat

ich klink mich hier nach längerer Abwesenheit auch nochmal ein Wink

Erstmal Glückwunsch, dass Du überhaupt so weit gekommen bist! Das ist ja auch nich jedem hier im Forum vergönnt...
Ich habe alle drei Hürden noch vor mir, bevor ich mich endgültig mit dieser Frage auseinander setzen muss, und insgeheim ist da vielleicht die leise Hoffnung, dass mir eine dieser Hürden die Entscheidung abnimmt - einerseits Wink Anderseits bin ich "leider" der Typ, der in solchen Situationen immer bis zum Ende alles gibt, dementsprechend werde ich auch in der BU bis zur letzten Sekunde kämpfen Wink
Wenn es dann nicht klappt, soll es eben nicht sein...

Aber zu deiner Situation:
Grundsätzlich hab ich im Leben die Erfahrung gemacht, dass man solche Entscheidungen nicht zu sehr hinaus zögern sollte. Zumindest geht es mir so, man trägt das Ganze immer mit sich herum und hat den Kopf nicht frei, man verschenkt viel Lebensenergie auf diese Weise (das trifft nicht nur auf diese Situation zu, sondern auf alle derartigen Entscheidungen im Leben). Man muss sich immer klar machen, dass eine Entscheidung möglicherweise falsch, oder sagen wir besser mal, nicht optimal war, aber Hauptsache ist, dass man voran kommt und nicht auf der Stelle tritt (nix anderes ist eine hinausgezögerte Entscheidung).
Deine Freundin hat das ja auch schon richtig bemerkt, und das ist kein gesunder Umstand, Frauen mögen sowas garnicht Wink

Und so wie Oxide und B1900D es schon festgestellt haben, die Entscheidung nimmt einem (gerade dir jetzt mit "all green") keiner ab. Es gibt aber vermutlich auch kein richtig oder falsch, sondern eher ein "gut so" oder eben "nicht so toll", zumindest in dieser beruflichen Dimension - wenn es schlecht läuft, und es dir keinen Spaß macht, verlierst Du schlimmstenfalls Geld, cancelst den Plan und gehst zurück in deinen alten Job... OK, das muss man erstmal akzeptieren, dass es so sein könnte, aber es gibt sicher schlimmere Schicksale.

Nun aber zu deinem (meiner Meinung nach) vielleicht größten Problem, welches ich aus eigener Erfahrung gut kenne: deine Beziehung...
Ich hab was das angeht, viele Jahre auch eine rosa Brille aufgehabt, wurde aber leider eines Besseren belehrt: Karriere und Beziehung lassen sich so nicht übereinander bringen, egal in welchem Job... der Pilot stellt da vielleicht sogar einen der Extremfälle dar, aber auch in anderen Branchen kann es da drunter und drüber gehen. Ein Job-unabhängiges Beispiel: Er/Sie will sich beruflich verändern, der Traumjob wartet in einer anderen Stadt, hunderte Kilometer weg vom jetzigen Lebensmittelpunkt, vielleicht sogar im Ausland, ein anderer Kontinent.
Und jetzt? Fernbeziehung ist für viele kein Thema, führt wohl in vielen Fällen, gerade wenn man eben vorher keine Fernbeziehung hatte, dann auch unweigerlich zur Trennung. Also, entweder Traumjob vorbei ziehen lassen, um seinen Lebensmittelpunkt nicht zu verlegen. Er/Sie (der/die Jobsuchende) ist unzufrieden. Alternative: "Mit Kind und Kegel" umziehen, neuer Lebensmittelpunkt: Er/Sie hat den Traumjob, im Gegenzug muss Sie/Er jetzt auch was neues finden, und findet leider nicht das, was Sie/Er will. Jetzt ist also Sie/Er (der/die "umgezogen wurde) unzufrieden. In beiden Fällen könnte das das Ende der Beziehung sein.
Ich habs übrigens mit der Fernbeziehung versucht (die eigentlich bei 120km Entfernung keine richtige Fernbeziehung war), hat nicht funktioniert...
Lange Rede, kurzer Sinn: bei so einer Situation, egal welcher Job, zieht einer immer den kürzeren, das führt zu Frust, und oft dann auch zur Trennung. Wenn Du Wirt.-Ing. bist, kennst Du ggfs. die VDI nachrichten, und dort die Karriereberatung von einem gewissen Heiko Mell - man mag von solchen Ratgebern oder Beratung halten, was man will, aber ein Funken Wahrheit steckt da drin - gerade beim Thema Beziehung, welches auch dort oft disktuiert wird.
Und jetzt mein (trauriges) Fazit: Wenn Du den Weg des Piloten gehst, ist meiner bescheidenen Meinung nach die Wahrscheinlichkeit hoch, dass deine Beziehung das nicht überleben wird. Ich würde dir wünschen, dass ich Unrecht habe, aber die eigene Erfahrung hat mich eines Besseren belehrt. Der Fall sähe anders aus, wenn ihr euch erst kennen lernt, wenn Du schon Pilot bist. Aber tiefgreifende Änderungen im Leben eines Partners sind immer gift für eine Beziehung, ebenso wie große Entfernungen bzw. ein "Mismatch" im Tagesablauf, das ist beim Piloten nix anderes wie bei einem Ingenieur, der auf Baustellen im Ausland für Inbetriebnahme etc. verantwortlich ist und "mal eben für 3 Wochen" ins Ausland geht, um die "scheiß Maschine" in Betrieb zu nehmen, und dann nach 3 Monaten wieder nach Hause kommt - das geht 1mal, 2mal, und beim 3. Mal ist die Frau weg...

Das mag jetzt eine sehr radikale Sicht auf die Dinge sein, und sicherlich gibt es da auch Ausnahmen... Die Regel wird aber so sein, wie beschrieben, leider leider...

Ich will dir das jetzt nicht ausreden, mit dem Piloten, aber Du solltest das in deiner Lebensgleichung berücksichtigen... Die Variablen dadrin sind leider in den allermeisten Fällen nicht "linear unabhängig" Wink
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KthA
Bruchpilot
Bruchpilot


Anmeldungsdatum: 11.09.2019
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: Mi Sep 11, 2019 9:13 pm    Titel: 2019 an 2011 Antworten mit Zitat

wie hast du dich am Ende entschieden Smile ?
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