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Erfahrungsbericht SWISS Stufe 1 l Februar 2019

 
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Schurli
Bruchpilot
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Anmeldungsdatum: 25.01.2019
Beiträge: 3
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: Mo Feb 25, 2019 5:01 pm    Titel: Erfahrungsbericht SWISS Stufe 1 l Februar 2019 Antworten mit Zitat

Servus miteinander!

Nachdem ich schon sehr lange auf Pilotenboard herumstöbere und mir schon sehr viele Erfahrungsberichte durchgelesen habe, ist es nun an der Zeit etwas zurückzugeben und auch meine Erfahrung mit euch zu teilen. Ich werde auch ab und zu Stufe 1 mit der BU, welche ich im Dezember in Wien hatte, vergleichen.

Zu meiner Vorbereitung:
Ich habe mich letztes Jahr im Februar bei Austrian Airlines beworben und meine Einladung im August für Dezember erhalten. Vorbereitungszeit: ca. ein Monat intensives lernen, davor CBT’s durchklicken und ein sündhaft teures Seminar in München besuchen, welches mir im Endeffekt genau nichts gebracht hat.
Nach meiner Absage im Jänner habe ich mich sofort bei SWISS beworben und drei Tage danach meine Einladung für Februar erhalten. Hier ist mir sofort aufgefallen wie unterschiedlich beide Airlines den großen Andrang an Bewerbern managen. Also auch hier wieder ein Monat Vorbereitungszeit! Trainiert habe ich zusätzlich mit dem Skytest am iPad, da ich so neben dem Zivildienst üben konnten und keine Zeit verloren ging. Des Weiteren möchte ich jedem Mathemagie ans Herz legen!

Prozentwerte der letzten fünf Durchgänge im Durchschnitt (alles auf höchster Stufe):

DRT: 95% - 326 Aufgaben
KRN: 83%
OWT:90%
PPT: 93% - 20 Aufgaben in 8 min.
RAG: 99%
ROT: 95%
SKT: 96%
VFF: 77%
VMC:73%
MIC: 97%

Anreise:
Ich komme ursprünglich aus Wien und bin am Vorabend mit dem Flugzeug angereist. Übernachtet habe ich im günstigen IBIS Budget Airport Hotel, welches sich direkt in der Einflugschneise der Piste 34 befindet. Ich hatte das Zimmer im ersten Stock mit Blick Richtung Flughafen. Am Abend bin ich nochmals alles durchgegangen und habe mich dann relativ zeitig ins Bett gelegt. Nach einer sehr ruhigen Nacht (trotz der nahen gelegenen Schnellstraße) bin ich dann um ca. 6 Uhr aufgewacht und staunte nicht schlecht, als ich aus dem Fenster schaute. Ein Langstreckenflieger nach dem anderen flog ganz tief über das Hotel drüber. Was gibt es für einen besseren Start in diesen besonderen Tag? Nach einem kleinen Frühstück machte ich mich mit der Tram auf den Weg ins Lufthansa Aviation Training Center, welches sozusagen gleich um die Ecke liegt. Ich empfehle hier bis Balsberg zu fahren und die verbleibende Strecke (5 Minuten zu Fuß) zu gehen.

Im Haus E angekommen ging es gleich in den im 6ten Stock liegenden Warteraum. Ich war überrascht, wie viele Personen im Vergleich zur BU in Wien zusammen saßen und warteten- wir waren ca. 12 Personen bei der AUA waren es gerade einmal die Hälfte. Um Punkt 8:45 Uhr wurden wir dann von unserem freundlichen Testleiter in den Testungsraum gebeten. Dort angekommen stand auf jedem Computer bereits unser Name und das Geburtsdatum. Bevor es nun ernst wurde haben wir noch unsere Vertrauchlichkeitserklärung und das Trainigsprotokoll abgegeben sowie ein weiteres Formular ausgefüllt.
Nach motivierenden Worten des Leiters sowie einem „denken Sie daran warum Sie hier sind und geben Sie alles“, ging es nun los.

VFF
Die Symbole unterscheiden sich von denen im CBT und um ehrlich zu sein war es viel schwieriger sich diese in kurzer Zeit ins Gedächtnis zu prägen, da man ständig versucht die alten zu finden. Der Ablauf ist jedoch genau so wie von den CBT‘s gewohnt und es gibt keine Überraschungen.

SKT
Auch hier wieder genauso wie zu Hause geübt. Einfach konzentriert bleiben und versuchen so schnell aber auch so genau wie möglich zu arbeiten. Nach einer gewissen Zeit bricht der Test dann ab.

- 15 min. Pause
Wasser trinken, einen Müsliriegel essen und mit den Kollegen plaudern.

PPT
Wie schon öfters im Forum erwähnt hat man 20 Minuten für 40 Aufgaben. Die Aufgabenstellung ist identisch wie bei den CBT‘s, sodass man sich für eines entscheiden musste und nicht wie im Skytest das Feld „kein Würfel trifft zu“ hat. Hier empfiehlt es sich schnell zu arbeiten und sich bei den einzelnen Aufgaben nicht anzulangen aufzuhalten.

KRN
Einer meiner Angsttests in Wien, aber mit guter Vorbereitung kann man hier wirklich viele Aufgaben gut lösen. Auch das Aufgabeprinzip weicht von dem in den CBT‘s ab.
1. die Aufgaben kommen wie bereits bekannt akustisch und nicht visuell.
2. die Schwierigkeit unterscheidet sich sehr im Vergleich zu Level 3.
Bis auf ein paar Flüchtigkeitsfehler ein gutes Gefühl.
Mein Tipp: übt mit Mathemakustik- Level Silber

- 15 min. Pause
Toilettenpause und die Jagt nach dem WLAN Passwort.

ROT
Das Würfelrotieren zählt zu meinen Lieblings Aufgaben. Am Anfang beginnt es sehr langsam, sodass man sich schon sehr konzentrieren musste. Mit der Zeit wird es immer schneller und erreicht gegen Ende die gewohnte Geschwindigkeit. Die Kopfhörer sind gut abgedichtet und man hört die Ansagen der anderen nicht.

DRT
Dieser Test hat mich kurzzeitig von der Umsetzung her überrascht, weil ich mir dachte, dass es so wie beim Skytest sein wird (Nicht von den Farben, sondern von der Art der Eingabe). Aber man gewöhnt sich schnell daran und es ist eigentlich einfacher, wenn man mit den CBT‘s geübt hat.

VMC
Erstaunlicherweise ging es mir hier sehr viel besser als beim Üben. Die Symbole sind andere und bleiben etwas länger sichtbar. Von 2 bis 5-Back ist hier alles mit dabei. Gebt den Symbolen Namen bzw. bildet Geschichten. Das hat mir unglaublich geholfen. Ab 4-Back hilft es mitzuzählen. Bleibt einfach konzentriert und verliert die Motivation nicht.

- 1h 15 min. Mittagspause
Es gab mehrere Möglichkeiten sich in der Pause zu verpflegen. Kantine, Snackautomaten oder Flughafen. Wir haben uns für den Flughafen entschieden und sind mit der Tram eine Station gefahren. Vorsicht! Die Schweiz ist sehr teuer und am Flughafen umso mehr. 22 Franken habe ich für Chicken Cashew plus eine Flasche Wasser beim Asiaten im Foodland bezahlt. Es war aber sehr lecker und genau das richtige nach so einem Vormittag. Während dem Essen haben wir uns gefragt was wohl als Nächstes dran sein wird. Wir waren uns alle einig, dass es wohl Mathe sein muss. Der Leiter hätte jetzt die Gelegenheit uns Stift und Papier auf die Plätze zu legen. Zu unserer Überraschung kam vorher noch...

...OWT
Dieser Test hat mir am Anfang sehr große Schwierigkeiten bereitet und ich habe mich immer wieder gefragt: Wie soll man das nur schaffen? Aber durch sehr viel intensives Üben kommt man in kurzer Zeit auf ein hohes Level und dann macht das Üben auch Spaß. Auch hier kommt es genau so, wie man zuvor geübt hatte. Die Schriftart ist etwas anders, störte mich aber nicht wirklich.

RAG
Nun kam der Test, wovor ich die meiste Panik hatte. Gefühlsmäßig hat es mich damals in Wien genau deswegen geschmissen, weil ich mich einfach zu wenig vorbereitet hatte. Mir ist die Zeit davon gelaufen und ich hatte nicht einmal die Hälfte beantwortet. Diesmal soll es besser werden und deswegen habe ich mich genauer und intensiver mit Textaufgaben vorbereitet und mich mit der allgemeinen Mathematik beschäftigt. Und genau das braucht man auch bei RAG– ein gewisses mathematisches Grundverständnis. Man kann sich nicht 100%tig darauf vorbereiten, denn im Gegensatz zu den CBT’s weiß man vielleicht die Aufgabenart (Dreisatz, Gleichungen…usw.), aber nicht den genauen Sachverhalt. Und so kam es auch- quer durch den Gemüsegarten wurde alles abgefragt und sogar die Zeit war diesmal ausreichend. Bei der ein ödere anderen Aufgabe musste ich raten, andere konnte ich problemlos lösen.

MIC
Der MIC war nun der letzte und wohl auch der intensivste Teil der ersten Stufe. Nicht, weil es furchtbar schwierig war, sondern weil man sich eine Stunde sehr konzentrieren musste und ständig etwaige Korrekturen mit dem Joystick vornehmen musste. Wie bekannt hat man 45 Minuten Einarbeitungs- und dann 15 Minuten Testzeit. Am Ende war ich recht erschöpft aber happy, dass es endlich vorbei war. Auch hier habe ich mich mit dem Skytest vorbereitet wobei ich der Meinung bin, dass man dafür nicht trainieren muss. Die Einarbeitungszeit ist wirklich ausreichend und man gewöhnt sich schnell an das Szenario.

Gegen 15 Uhr waren wir dann fertig und wurden sozusagen entlassen. Unsere Testleiter sagte uns noch, dass wir mit einer E-Mail am nachfolgenden Vormittag rechnen konnten. Nach einem anstrengenden Tag saß ich nun auf der Besucherterasse am Flughafen ZRH und wartete mit einer kleinen Stärkung vom gelben M auf meinen Rückflug.
Resümierend lässt sich also sagen, dass Stufe 1 genau so ablief wie die BU der AUA- mit dem Unterschied, dass es ein paar andere CBT’s gibt. Trotzdem fühlte ich mich irgendwie wohler (wahrscheinlich weil ich mich besser vorbereitet hatte). Ich finde, dass wenn man sich gut vorbereitet, man diesen schwierigen Test auch bestehen kann. Und so kam es auch- am nächsten Tag flog dann die erwartete E-Mail in den Posteingang: Bestanden! Ich war so glücklich, dass es sich endlich ausgezahlt hatte- ein super Gefühl. Momentan warte ich noch auf die Einladung zur Stufe ll und genieße momentan die neu gewonnene Freizeit. Ich wünsche allen Bewerbern die Stufe 1 bzw. die BU noch vor sich haben viel Glück und gutes Gelingen! Des Weiteren hoffe ich, dass dieser Bericht den ein oder anderen etwas bringt und ich euch Mut machen konnte.

Bis dann, Schurli!
_________________
2018 Matura: [✓]
2018 AUA BU: [X]
-----
2019 SWISS I: [✓]
2019 SWISS II: [X]
2019 EFA ATPL BU: [X]
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