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Das Berufsbild in 40 Jahren

 
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Cockpit.to.Ground
Bruchpilot
Bruchpilot


Anmeldungsdatum: 06.11.2013
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: Do Jan 19, 2017 2:24 pm    Titel: Das Berufsbild in 40 Jahren Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,


ich möchte gerne mal Meinungen zum Thema "Berufbild/Aufgabenspektrum Cockpit in den nächsten 40 Jahren" von euch hören. Vermutlich haben viele von euch einen besseren Einblick und auch mehr Erfahrungen als ich.

Ich möchte keine Diskussion über die Zukunft des Fliegens in den nächsten Jahrhunderten führen. Dennoch stehe ich wie viele von euch vor der Frage wie mein Leben aussehen soll und welchen Berufsweg ich einschlagen soll.

Kurz zu mir: Ich bin 21 Jahre, BU positiv (Sep 14), habe ein FSJ im Rettungsdienst gemacht und bin nun im zweiten Lehrjahr der Ausbildung zum Notfallsanitäter. Danach steht mir unmittelbar ein Studienplatz für Medizin zu Verfügung. Das ist jedoch immer mein Plan B gewesen. Plan A ist mein Kindheitstraum Pilot. Die Medizin liegt mir, das kann ich und der Plan B wird langsam zum Plan A (mit Ziel Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin).
Ich kenne die Luftfahrtbranche, kenne viele NFSler, viele Piloten und kenne auch die Vor- und Nachteile.

Nur muss ich mir langsam Gedanken machen ob ich den Weg Pilot wähle oder in der Medizin bleibe wenn die Entscheidung vor der Tür steht. Das ganze aber nur dann, wenn die Lufthansa (EFA/PTN...) ein einigermaßen attraktives Angebot vorlegt.

Für mich ausschlaggebend ist, wie der Job als Pilot in den nächsten Jahren, sprich bis zum Renteneintritt unserer Generation, grob aussehen wird.

Die Flieger die jetzt auf den Markt kommen, werden auch in den kommenden 30-40 Jahre noch fliegen (richtig?). Sprich A320neo, A350, A380, 777... Klar werden auch immer neuere Modelle kommen. Nur wird dabei der Job der ähnliche bleiben?
Ein Todschlagargument wäre standard Autoland oder Einmann-Cockpit in naher Zukunft. Die Technik wird den Piloten nach und nach immer mehr entlasten, klar. Nur wie schnell setzt sich das durch. Gerade in Bezug auf die Flieger, die jetzt kommen und vermutlich noch eine Weile fliegen.

Was sind eure Meinungen dazu? Ja, es ist sehr spekulativ, nur muss man sowas bei derart großen Entscheidungen berücksichtigen.

Danke und liebe Grüße,
Marcel
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Grüße
Abitur 2014
BU September 2014
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vogelmann
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Anmeldungsdatum: 20.03.2003
Beiträge: 2149
Wohnort: HH

BeitragVerfasst am: Do Jan 19, 2017 3:13 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Dass der Plan B langsam zu Plan A wird kenne ich nur zu gut.

Letztlich habe ich mich damals für den Plan B (also das Studium) trotz bestandener FQ entschieden. War im Nachhinein die goldrichtige Entscheidung. Hat viel mit Bauchgefühl zu tun. Dem würde ich definitiv eine große Bedeutung beimessen.
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flapfail
Goldmember
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Anmeldungsdatum: 23.03.2008
Beiträge: 5548
Wohnort: OGLE-2005-BLG-390Lb

BeitragVerfasst am: Do Jan 19, 2017 3:24 pm    Titel: Re: Das Berufsbild in 40 Jahren Antworten mit Zitat

Cockpit.to.Ground hat folgendes geschrieben:
bin nun im zweiten Lehrjahr der Ausbildung zum Notfallsanitäter. Danach steht mir unmittelbar ein Studienplatz für Medizin zu Verfügung. Das ist jedoch immer mein Plan B gewesen. Plan A ist mein Kindheitstraum Pilot.


Bleib beim Plan B. Ärzte und Mediziner werden auch noch in 40 Jahren gebraucht, da Menschen immer krank werden, Flugzeuge werden bald vollautomatisch fliegen, erstmal mit nur einem Piloten an Bord, und - ich bin mir ziemlich sicher - irgendwann mal ohne jeden Piloten (ferngesteuert vom Boden - wie heute schon Drohnen)
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Es interessiert mich nicht, was andere über mich zu Wissen glauben - oder denken.....
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B1900D
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Anmeldungsdatum: 15.02.2011
Beiträge: 1927

BeitragVerfasst am: Fr Jan 20, 2017 5:22 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Stimme dem zu was gesagt wurde.

Allerdings möchte ich an dieser Stelle hinzufügen: wer ernsthaft glaubt, dass Leben wäre von Anfang des Studiums bis hin zur Rente in irgendeiner Weise planbar, täuscht sich gewaltig... dazu kommt auch die Frage ob dies überhaupt erstrebenswert wäre, wo doch Veränderungen das Leben erst richtig interessant machen...

Auch Piloten wird es immer geben, wenn nicht in der Luft, dann halt als Operator am Boden - so what ? Dann gibt es keine Klagen über Flugdienst- und Ruhezeiten, da man genauso wie ein Fluglotse nach 4 Stunden Dienst beim Schichtwechsel nach Hause fahren könnte, um Zeit mit der Familie zu verbringen...

Vielleicht könnten die Fluglotsen dann eh alles steuern, heute befolgt man als Pilot ja eh zu 99% nur deren Anweisungen. Ausnahmefälle sind derzeit höchstens Notfälle.

Deswegen würde ich Veränderungen nicht negativ sehen - wichtig ist die eigene Anpassungsfähigkeit an die jeweilige Situation, egal in welchem Beruf.
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Alexh
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Anmeldungsdatum: 06.03.2007
Beiträge: 709
Wohnort: Lkr. Waldshut

BeitragVerfasst am: Fr Jan 20, 2017 11:49 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Und die Arbeitszeiten als Pilot sind deutlich strikter als als Arzt (z.B. in einem Krankenhaus in Deutschland). Keine 24h-Schichten, maximale Arbeitszeiten die nicht überschritten werden dürfen, man ist immer zu zweit als Backup,... Da beneide ich keinen Arzt, da wird vieles etwas lockerer gesehen.

Gruß Alex
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Daedalus737
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Anmeldungsdatum: 04.01.2012
Beiträge: 246

BeitragVerfasst am: Sa Jan 21, 2017 7:36 pm    Titel: Antworten mit Zitat

In 40 Jahren lebt kaum noch jemand...
Wer noch lebt wird durch nukleare Wüsten streunen und sich Wegelagerern und Warlords erwehren. Ich glaube die Welt von Mad Max ist das wahrscheinlichste Szenario in 40 Jahren. Es könnte aber auch sein, dass wir von einem Asteroiden getroffen werden - läuft aber auf dasselbe hinaus.
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obstsalat
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 728

BeitragVerfasst am: So Jan 22, 2017 10:22 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Einmanncockpit und vollautomatisches Fliegen mit Passagieren an Bord? Daran glaube ich noch seeeehhhr lange nicht. Wenn man den Job mal eine Weile macht stellt man fest, warum zwei Leute da sitzen und dass dadurch ein massiver Sicherheitsgewinn gegeben ist. Ein "riechst du das auch" kann einem kein Computer beantworten - und das ist nur ein winziges Beispiel.

Dazu erlebt man täglich, was an Systemen im Flugzeug gern mal ausfällt, ge-MEL-t ist, etc. Wer Langstrecke fliegt wird immernoch das alte HF kennen, nicht selten gibt es kein CPDLC oder kein ACARS, fällt SATCOM aus und sonstnochwas.

Dazu kommt, dass grob 80% der Passagiere dem Flug ängstlich gegenüberstehen - und die sollen dann in eine Kiste steigen, vo vorn keiner mehr sitzt? Glaube ich nicht.

Und an die allzu technikgläubigen und "Automatisierung entlastet" denkenden: Es gibt enorm interessante, nie zuvor gesehenen oder geahnte Systemausfälle - auch in Jahrzehnte betriebenen Flugzeugmustern.

Einige Jahrzehnte, nachdem der Strassenverkehr auf "vollautomatisch" umgestellt wird kann man da nochmal drüber philosophieren - vorher wird das nichts in der Passagierluftfahrt.

---

Und zum Thema "ist es richtig, den Beruf zu wählen bzw. nicht zu wählen": Dass kann man nicht beantworten. Dazu sind die Erwartungen der einzelnen Betroffenen zu unterschiedlich und der Beruf auch. Ich vermute, mich würde Kurzstreckenfliegerei im Airliner auch nicht mehr groß locken - aber ich genieße noch sehr schöne und nicht zu kurze Aufenthalte in sehr schönen Ecken der Welt bei sehr angenehmen Konditionen. Darf noch recht viel mit der Hand fliegen, kann meine Ziele mitbestimmen, kann Teilzeit fliegen, jeden Monat kiten/surfen/tauchen,... Natürlich gibt es Haken - die hat JEDER Job. Suche das, was für DICH passt. Der Job "Pilot" ist zu unterschiedlich, um das so allgemein zu beantworten. Hab ein Diplom - aber möchte nicht dahin zurück. Bin mal deutlich sportlicher rumgeflogen - aber möchte dahin nicht mehr zurück. Hab Freunde, die Arzt/Ingenieur/Anwalt/... sind - aber möchte nicht tauschen. Aber das gilt eben nur für mich - andere Leute sehen das anders und jeder kann Recht haben...
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Cockpit.to.Ground
Bruchpilot
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Anmeldungsdatum: 06.11.2013
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: Mo Jan 23, 2017 2:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Antworten.

Ich finde es gar nicht mal schlecht die Sichtweise zu ändern und nicht immer alles so negativ zu sehen, wozu man doch sehr schnell neigt.

Ich bin mir im Klaren, dass mir die Entscheidung niemand abnehmen kann.
Für mich ist es wie gesagt nur wichtig, ob die rasante Entwicklung der Technik und des Berufsbildes für meine Entscheidung so enorme Relevanz hat oder eben nicht. Sprich ob ich mich jetzt zwischen dem Arzt und dem Piloten, wie es ihn derzeit gibt, entscheiden muss oder zwischen dem Arzt und einem Berufsbild des Piloten, welches in ein paar Jahren ganz anders aussehen wird.

Natürlich muss ich auch berücksichtigen, dass das Leben, welches Obstsalat gerade beschrieben hat, für mich eventuell gar nicht zutreffen wird (Eurowings, etc...).
_________________
Grüße
Abitur 2014
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