Pilotenboard.de :: DLR-Test, Lufthansa, AUA, ... :: Infos, Ausbildung, Erfahrungsberichte Foren-Übersicht

 Wiki  ChatChat  FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin   RegistrierenRegistrieren 

Statistik FQ 10. & 11.12.14
Gehe zu Seite Zurück  1, 2
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Pilotenboard.de :: DLR-Test, Lufthansa, AUA, ... :: Infos, Ausbildung, Erfahrungsberichte Foren-Übersicht -> Erfahrungsberichte der DLR-FQ/FU
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Charlie Hotel
Captain
Captain


Anmeldungsdatum: 12.09.2014
Beiträge: 357
Wohnort: ETUO

BeitragVerfasst am: Di Dez 16, 2014 8:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat

LH3591 hat folgendes geschrieben:
Hut ab!


+1!
_________________
Beste Grüße!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
caniba31
Captain
Captain


Anmeldungsdatum: 22.07.2014
Beiträge: 142

BeitragVerfasst am: Di Dez 16, 2014 8:16 pm    Titel: Antworten mit Zitat

+2 Wink

Trotzdem glaube ich, dass der Großteil an NFF auch einen 40% schlechteren Vertrag freudestrahlend unterzeichnen würden.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Graf Zeppelin
Captain
Captain


Anmeldungsdatum: 06.06.2006
Beiträge: 427

BeitragVerfasst am: Di Dez 16, 2014 9:34 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Um meine Worte zu verstehen, müsst Ihr natürlich meinen Background kennen. Ich komme nicht mehr frisch vom Abi, sondern bin Mitte 20, studierter Ingenieur und habe einen super tollen Job im internationalen Vertrieb mit viel Reisetätigkeit, was mir super viel Spaß macht Wink

Dennoch ist der Job als Pilot nach wie vor mein Traum. War es schon immer und wird es immer bleiben. Schaut Euch an, wie lange ich schon hier im Forum rumgeistere. Als ich letztes Jahr die FQ bestanden hatte, war ich gefühlt im Himmel und auf Wolke 7 angekommen. Trotz der ganzen Gefühlsduselei war mir alles andere immer zu riskant - privat kam nie in Frage. Vielleicht werde ich das später mal bereuen, wenn ich im Rentenalter auf mein Leben zurückblicke. Vielleicht sage ich ich mir dann, wär ich das Risiko mal eingegangen, man lebt nur einmal, warum sollte man dann nicht genau das machen, wovon man träumt, was einen erfüllt? Warum also auch nicht mit verschlechterten Bedingungen zur Lufthansa? Das ist immer noch besser als privat. So werden viele denken und liegen am Ende des Tages sicherlich nicht falsch.

Was ich aber bemerke ist, dass die Lücke zwischen dem vermeintlichen Traumjob und meiner aktuellen Situation immer kleiner wird. Man habe eine Skala der Berufsbewertung von 0 bis 100, bei 100 der Traumjob, bei 0 der letzte sch*** Job. Früher dachte ich, Pilot bei Lufhansa wäre bei 90, ein Beruf mit Studium bei 40. Auf Grund der aktuellen Entwicklungen bei Lufthansa und in der Luftfahrt rückt Pilot aber immer weiter von der 90 weg in die Mitte. Und der Job mit Studium rückt immer weiter nach oben. Wenn das Delta sagen wir 50 ist, dann ist es das wert, den Traumjob zu ergreifen und die Unannehmlichkeiten, wie eine unbezahlte Ausbildung und die Schulden in Kauf zu nehmen. Aber wenn das Delta nur noch 10 ist? Dann nochmal dafür ein Neuanfang? 70.000€ Schulden? Kein Verdienst während der Ausbildung? Keine klaren Zukunftsaussichten? Etc. pp.? Vielleicht soll es Schicksal sein, dass der Beruf doch für immer eine Faszination bleiben wird. Dass ich bin ans Lebensende zu den Fliegern hinaufschauen kann, mit einem Kribbeln im Magen. Nach jedem Flug fragen, mal im Cockpit vorbeischauen zu dürfen und wie ein kleines Kind fasziniert zu sein von den vielen Schaltern und Lichtern. Vielleicht soll es ein Traum bleiben...
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Charlie Hotel
Captain
Captain


Anmeldungsdatum: 12.09.2014
Beiträge: 357
Wohnort: ETUO

BeitragVerfasst am: Mi Dez 17, 2014 12:12 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Das sind wirklich sehr, sehr vertraute Gedankengänge. Alles was ich dazu sagen kann ist vielleicht meine eigene Situation, und meine eigenen Gedanken. Ich persönlich bin jetzt Anfang 20 und studiere Jura im dritten Semester. Meine Eltern führen seit zwanzig Jahren eine eigene Kanzlei in bester Lage, die hervorragend läuft und sich seit Jahren positiv entwickelt. Meine Perspektive in der Juristerei ist also alles andere als schlecht, und ich bin keinesfalls in irgendeiner Weise auf Lufthansa angewiesen, geschweigedenn auf den Pilotenberuf allgemein. Und Jura macht mir Freude, es ist keinesfalls so dass ich dem Beruf gegenüber abgeneigt wäre. Es ist eben ein Beruf - man führt ihn aus, weil er einem liegt, und weil man damit sein Geld verdient.
Aber wirklich glücklich, mit Spaß an der Sache und ohne dabei auf die Uhr zu gucken bin ich nur, wenn ich zu Hause den Flugsimulator anmache und mir im A320 den Sonnenaufgang beim Start in Frankfurt anschaue. Klar, das klingt jetzt überzeichnet und gefühlsduselig hoch zehn - ist aber so. Und deshalb betrachte ich den Pilotenberuf auch nicht als "Beruf" als solchen, sondern zitiere an dieser Stelle einfach mal einen befreundeten Piloten bei Lufthansa, der jetzt seit Jahren Kapitän auf A340 ist: "Ich tue das worauf ich Lust habe, und bekomme auch noch Geld dafür". Und das ist in meinen Augen der Traumberuf, für den sich noch weitaus mehr Unannehmlichkeiten lohnen, als es derzeit der Fall ist. Denn dann kann man am Ende seines Lebens zurückblicken und sagen, dass man das getan hat, was man immer machen wollte. Man lebt schließlich nur einmal.
_________________
Beste Grüße!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
FlyingTom
Captain
Captain


Anmeldungsdatum: 18.07.2014
Beiträge: 162

BeitragVerfasst am: Mi Dez 17, 2014 1:43 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ihr beiden,

Bin ebenfalls ein Spätzünder, wie ihr:
Ich bin sogar schon 29 und habe ein abgeschlossenes Informatikstudium. Dieses Jahr habe ich mit einer LAPL/PPL-Ausbildung im Verein angefangen. Damit war die Faszination fürs Fliegen überhaupt erst bei mir geweckt worden und dadurch ist bei mir dann der Berufswunsch aufgekommen, Berufspilot zu werden. Daher habe ich mich erst im August bei LH beworben.

Ich habe einen recht sicheren Job in der IT, der mir sehr sehr viel Spaß macht. Der Verdienst ist auch in Ordnung. Dennoch fasziniert mich das Fliegen noch mehr und ich bin bereit die 70.000 zu investieren und für die Ausbildung ~2 Jahre auf mein Gehalt zu verzichten, um Pilot zu werden. Allerdings müssen dafür auch bei mir die Voraussetzungen stimmen, damit ich dem Pilotenberuf letztlich meinem jetzigen Job den Vorzug gebe, denn letztlich - sollte ich die FQ bestehen - hätte ich die Wahl zwischen zwei tollen Jobs! Eine Bewerbung ist immer etwas gegenseitiges: Das Unternehmen will den Bewerber kennenlernen - aber auch als Bewerber verlange ich vom Unternehmen klare Aussagen darüber, was mich erwartet. Insbesondere dann, wenn ich 70k investiere und für zwei Jahre eine selbstbezahlte Ausbildung starte!
Auch ich brauche nicht unbedingt KTV-Bedingungen und Frührente, aber 40% weniger Gehalt gegenüber dem jetzigen KTV ist schon eine echt krasse Hausnummer.


Zitat:
Warum also auch nicht mit verschlechterten Bedingungen zur Lufthansa? Das ist immer noch besser als privat. So werden viele denken und liegen am Ende des Tages sicherlich nicht falsch.

Im Vorwort meines PPL-Lehrbuchs steht sinngemäß, dass viele Berufspiloten auch privat am Wochenende fliegen. Das liegt daran, dass man bei der Privatfliegerei eben doch viel mehr Freiheiten hat, als bei der Berufsfliegerei. Man entscheidet selbst, wann und wohin es geht. Man schwirrt nicht irgendwo auf FL100 herum, sondern kann auf 1000 Fuß AGL die schöne Landschaft genießen.
Auch wenn es total genial ist, sein Hobby zum Beruf zu machen, so hat die Privatfliegerei trotzdem gewisse Vorteile gegenüber dem Berufspilot. Und wenn man das Ganze im Verein betreibt, ist es sogar recht kostengünstig.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
flapfail
Goldmember
Goldmember


Anmeldungsdatum: 23.03.2008
Beiträge: 5553
Wohnort: OGLE-2005-BLG-390Lb

BeitragVerfasst am: Mi Dez 17, 2014 5:09 pm    Titel: Antworten mit Zitat

caniba31 hat folgendes geschrieben:
+2 Wink

Trotzdem glaube ich, dass der Großteil an NFF auch einen 40% schlechteren Vertrag freudestrahlend unterzeichnen würden.


Das glaube ich auch - und wird man in Zukunft auch müssen. - ohne Schnickschnack wie Übergangsversorgung oder ähnliche Spässe - so etwas gibt es nämlich bei Eurowings nicht Wink
_________________
Es interessiert mich nicht, was andere über mich zu Wissen glauben - oder denken.....
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
flapfail
Goldmember
Goldmember


Anmeldungsdatum: 23.03.2008
Beiträge: 5553
Wohnort: OGLE-2005-BLG-390Lb

BeitragVerfasst am: Mi Dez 17, 2014 5:11 pm    Titel: Antworten mit Zitat

FlyingTom hat folgendes geschrieben:

Auch wenn es total genial ist, sein Hobby zum Beruf zu machen, so hat die Privatfliegerei trotzdem gewisse Vorteile gegenüber dem Berufspilot. Und wenn man das Ganze im Verein betreibt, ist es sogar recht kostengünstig.


oder in Amerika Very Happy
_________________
Es interessiert mich nicht, was andere über mich zu Wissen glauben - oder denken.....
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Graf Zeppelin
Captain
Captain


Anmeldungsdatum: 06.06.2006
Beiträge: 427

BeitragVerfasst am: Mi Dez 17, 2014 6:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

FlyingTom hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Warum also auch nicht mit verschlechterten Bedingungen zur Lufthansa? Das ist immer noch besser als privat. So werden viele denken und liegen am Ende des Tages sicherlich nicht falsch.

Im Vorwort meines PPL-Lehrbuchs steht sinngemäß, dass viele Berufspiloten auch privat am Wochenende fliegen. Das liegt daran, dass man bei der Privatfliegerei eben doch viel mehr Freiheiten hat, als bei der Berufsfliegerei. Man entscheidet selbst, wann und wohin es geht. Man schwirrt nicht irgendwo auf FL100 herum, sondern kann auf 1000 Fuß AGL die schöne Landschaft genießen.
Auch wenn es total genial ist, sein Hobby zum Beruf zu machen, so hat die Privatfliegerei trotzdem gewisse Vorteile gegenüber dem Berufspilot. Und wenn man das Ganze im Verein betreibt, ist es sogar recht kostengünstig.


Hier habt Ihr mich, glaube ich, ein wenig missverstanden. Ich meinte damit, den ATPL privat zu machen. Privat zu fliegen (mit GPL oder PPL) ist nochmal ein ganz anderes Thema und wie Du schon schreibst, ein schönes Hobby Smile
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Pilotenboard.de :: DLR-Test, Lufthansa, AUA, ... :: Infos, Ausbildung, Erfahrungsberichte Foren-Übersicht -> Erfahrungsberichte der DLR-FQ/FU Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2
Seite 2 von 2

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.