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Gehalt und Arbeitschancen
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Pascal
Captain
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Anmeldungsdatum: 26.01.2007
Beiträge: 1525

BeitragVerfasst am: Sa Mai 19, 2012 9:36 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Das sind Leute die 80-100 Stunden in der Woche arbeiten, so viel arbeitet ein LH-Pilot Pi mal Daumen im Monat.
Bitte beachten bei solchen Diskussionen.


Dennoch überhaupt nicht vergleichbar mit der normalen Woche eines Büromenschen usw.
Ich kann einen 60h Blockzeit Plan haben und einen Monat auf dem Zahnfleisch gehen oder einen 80-90h Plan und ganz einfach absitzen und das Geld in der Kasse zählen. Immer eine Frage der Kombination der Touren/Flüge, Tageszeiten, saisonale Belastung, Leg-Länge....
Der Gesetzgeber erlaubt 900 Blockstunden (Zeit beginnt z.B. beim Pushback und endet mit Ankunft am Gate) pro Jahr bei theoretisch max. 2000h Dienstzeit (Proceedings, Wartezeiten zwischen den Legs, Vor-/Nachbereitung.....) !
Und 2000h im Jahr heißt ganz grob und simpel ~ 165h Arbeitszeit im Monat von der Theorie.
Es ist auch immer abhängig ob die Operation in welcher man ist eher ans Blockzeitlimit gerät (Lange Legs, Langstrecke...) oder Dienstzeit limitierend ist (Regional, Kurzstrecke...)
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ImhO77
Captain
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Anmeldungsdatum: 16.06.2010
Beiträge: 6373

BeitragVerfasst am: Sa Mai 19, 2012 10:05 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ja klar, grade auf Kurzstrecken mit vielen Legs kann da gern mal deutlich mehr zusammen kommen, als man von der Blockzeit vermuten würde.

Aber was deutlich werden sollte mit meiner Äußerung ist schlichtweg, dass ein LH-Pilot von der reinen Zeit her deutlich weniger arbeitet als andere Berufe mit ähnlichem Verdienst.
Du hast es vorgerechnet, 165 Stunden pro Monat sind eine 40-Stunden-Woche.
In einer 40-Stunden-Woche ein Einstiegsgehalt von 60k und später Gehälter im sechsstelligen Bereich zu bekommen ist für alle anderen Berufe eine völlig utopische Annahme.
Für solche Verdienste muss man wie gesagt entweder selbstständig sein, womit man ohnehin schuftet wie ein Brunnenputzer, oder einen anderen Beruf haben bei dem man nie unter 60 Stunden in der Woche aus dem Büro kommt.
Ich selbst arbeite z.B. etwa 80 Stunden in der Woche und komme nur auf 90.000 USD pro Jahr, mag nach viel klingen, ist es aber für hiesige Verhältnisse nicht. Wenn ich angestellt wäre würde ich noch weniger bekommen für die gleiche Arbeit.
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vogelmann
Captain
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Anmeldungsdatum: 20.03.2003
Beiträge: 2149
Wohnort: HH

BeitragVerfasst am: Sa Mai 19, 2012 11:06 am    Titel: Antworten mit Zitat

ImhO77 hat folgendes geschrieben:
In einer 40-Stunden-Woche ein Einstiegsgehalt von 60k und später Gehälter im sechsstelligen Bereich zu bekommen ist für alle anderen Berufe eine völlig utopische Annahme.
Für solche Verdienste muss man wie gesagt entweder selbstständig sein, womit man ohnehin schuftet wie ein Brunnenputzer, oder einen anderen Beruf haben bei dem man nie unter 60 Stunden in der Woche aus dem Büro kommt.
.


So nicht ganz richtig...ich bin nicht selbstständig.
37 h Woche, 66k Einstiegsgehalt..., Unternehmen mit knapp 12000 Mitarbeitern.
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jonas
Goldmember
Goldmember


Anmeldungsdatum: 03.02.2003
Beiträge: 2317
Wohnort: Paradise City

BeitragVerfasst am: Sa Mai 19, 2012 11:32 am    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich kann da Vogelmann (sei gegrüßt! Wink ) nur beipflichten..kommt mal echt von der Gehaltsschiene runter. Wer sich diesen Job nur mit dem vermeintlich tollen Gehalt schön redet, wird früher oder später hart auf den Boden der Realität prallen.
Man hat seine teure Ausbildung abzuzahlen, man muss monatlich in eine teure Loss-of-Licence-Versicherung einzahlen etc.
Man ist hier klassisch in ein Senioritätsprinzip eingebunden, das ist vergleichbar mit dem Beamtentum. Man wird -auch nicht bei besserer Leistung oder ähnlichem- niemals einen Kollegen "überholen" können, der vor einem selber auf die Liste gekommen ist. Solch eine mangelnde Perspektive kann auch Frust schaffen, man kann unzufrieden werden, weil man in dieses Senioritätsprinzip gepresst wird. Da bleibt kein Raum für Kreativität und Flexibilität.
Da eröffnen sich nach einem Studium völlig andere Perspektiven, die es einem ermöglichen, flexibel zu sein und z.B. interessante Alternativen auszutesten.

Es gibt in der Tat viele Branchen, wo man gut Karriere machen kann. Und das sind auch nicht alles langweilige Bürojobs, im Gegenteil. Und glaubt mal nur nicht, dass der Fliegereijob jetzt sooo abwechslungsreich sei. Spätestens, wenn ihr zum tausendsten Mal das ILS runtergerutscht oder zum hundertsten Mal die gleiche Checkliste durchgegangen seid, sprechen wir uns wieder.
_________________
A319-A321

"I've never known an industry that can get into people's blood the way aviation does."
-Robert Six, founder of Continental Airlines
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n3toX
Captain
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Anmeldungsdatum: 06.03.2012
Beiträge: 1589
Wohnort: Beteigeuze

BeitragVerfasst am: Sa Mai 19, 2012 12:02 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sehe das so ähnlich wie jonas. Allerdings: Wie teuer ist denn so eine Loss of Licence Versicherung? Hängt sicherlich vom Alter ab, schätzungsweise, aber die wird jetzt nicht jeglichen Gehaltsramen sprengen und die gibts meines Wissens nach auch in Kombination mit Lebensversicherung quasi, falls man das ganze mal nicht brauchen sollte. Who cares?
Btw: Ich dachte immer vogelmann sei Pilot oO. Das beste Beispiel wie man die FQ bestehen kann kam ja von ihm oO.
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vogelmann
Captain
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Anmeldungsdatum: 20.03.2003
Beiträge: 2149
Wohnort: HH

BeitragVerfasst am: Sa Mai 19, 2012 12:11 pm    Titel: Antworten mit Zitat

n3toX hat folgendes geschrieben:
Btw: Ich dachte immer vogelmann sei Pilot oO. Das beste Beispiel wie man die FQ bestehen kann kam ja von ihm oO.


Wink Habe FQ bestanden und mich damals aber dafür entschlossen, mich den Naturwissenschaften zu widmen... die beste Entscheidung meines Lebens denke ich.

PS: Hi Jonas... Smile
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ImhO77
Captain
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Anmeldungsdatum: 16.06.2010
Beiträge: 6373

BeitragVerfasst am: Sa Mai 19, 2012 12:16 pm    Titel: Antworten mit Zitat

vogelmann hat folgendes geschrieben:


So nicht ganz richtig...ich bin nicht selbstständig.
37 h Woche, 66k Einstiegsgehalt..., Unternehmen mit knapp 12000 Mitarbeitern.


Ausnahme.
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EDDF
Gast





BeitragVerfasst am: Sa Mai 19, 2012 12:30 pm    Titel: Antworten mit Zitat

40 Stundenwoche plus tagelange Abwesenheit von zuhause (zählt nicht mit) plus Aufwand sich auch mal proficient zu halten (SIM-Vorbereitung, neue Systeme; zählt nicht mit) plus diverse Seminare, Administratorisches, Medical (zählt nicht mit) plus unregelmäßiges Leben, Jetlag, körperliche Belastung durch Strahlung und Schichtarbeit (zählt nicht mit) rechtfertigen locker den Vergleich mit einer 60h Arbeitswoche. Gut nicht jeder Monat ist stressig, genauso wenig wie Imho77 mit einer 80h-Woche alt wird. Aber geschenkt wird einem beim Fliegen auch nix. Der Rest ist Qualifikation und Nachfrage...

Auch nach paar tausend ILS kenne ich kaum jemanden, der von seinem Job frustriert ist. Und wenn, Teilzeit zum Abstand nehmen, feine Sache! Smile


Was mich aber nachdenklich stimmt und weshalb ich diesen Beruf nicht mehr empfehle, ist, wohin die Reise geht...


Zuletzt bearbeitet von EDDF am Sa Mai 19, 2012 12:36 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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n3toX
Captain
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Anmeldungsdatum: 06.03.2012
Beiträge: 1589
Wohnort: Beteigeuze

BeitragVerfasst am: Sa Mai 19, 2012 12:36 pm    Titel: Antworten mit Zitat

vogelmann hat folgendes geschrieben:
n3toX hat folgendes geschrieben:
Btw: Ich dachte immer vogelmann sei Pilot oO. Das beste Beispiel wie man die FQ bestehen kann kam ja von ihm oO.


Wink Habe FQ bestanden und mich damals aber dafür entschlossen, mich den Naturwissenschaften zu widmen... die beste Entscheidung meines Lebens denke ich.

PS: Hi Jonas... Smile


Ich bin mir sicher, sämtliche FQ Fails würden dich dafür lynchen Wink.
Wahnsinn. Ja, da sieht man mal, wie man die FQ am besten besteht Very Happy. Nicht stressen lassen Wink.
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vogelmann
Captain
Captain


Anmeldungsdatum: 20.03.2003
Beiträge: 2149
Wohnort: HH

BeitragVerfasst am: Sa Mai 19, 2012 12:47 pm    Titel: Antworten mit Zitat

ImhO77 hat folgendes geschrieben:
vogelmann hat folgendes geschrieben:


So nicht ganz richtig...ich bin nicht selbstständig.
37 h Woche, 66k Einstiegsgehalt..., Unternehmen mit knapp 12000 Mitarbeitern.


Ausnahme.


Da bist du falsch informiert. Bei promovierten Chemikern in großen Unternehmen die Regel...die Einstiegsgehälter liegen je nach Region und "Passform" des Bewerbers zwischen 60 und 70 k Euro...
Bei Physikern übrigens ähnlich. Ich kenne einen Physiker, der bei Zeiss angefangen hat mit 73k Euro Einstiegsgehalt.

Zitat:
Ja, da sieht man mal, wie man die FQ am besten besteht. Nicht stressen lassen.


Naja so einfach wars dann doch nicht. Ich stand damals zwischen den Stühlen aber mit 60:40 für das Studium. Ganz "easy" hab ichs dann doch nicht genommen Smile


Zuletzt bearbeitet von vogelmann am Sa Mai 19, 2012 12:53 pm, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Sicherheitssalamander
Moderator
Moderator


Anmeldungsdatum: 13.07.2008
Beiträge: 1924

BeitragVerfasst am: Sa Mai 19, 2012 12:52 pm    Titel: Antworten mit Zitat

jonas hat folgendes geschrieben:
Also ich kann da Vogelmann (sei gegrüßt! Wink ) nur beipflichten..kommt mal echt von der Gehaltsschiene runter. Wer sich diesen Job nur mit dem vermeintlich tollen Gehalt schön redet, wird früher oder später hart auf den Boden der Realität prallen.
Man hat seine teure Ausbildung abzuzahlen, man muss monatlich in eine teure Loss-of-Licence-Versicherung einzahlen etc.
Man ist hier klassisch in ein Senioritätsprinzip eingebunden, das ist vergleichbar mit dem Beamtentum. Man wird -auch nicht bei besserer Leistung oder ähnlichem- niemals einen Kollegen "überholen" können, der vor einem selber auf die Liste gekommen ist. Solch eine mangelnde Perspektive kann auch Frust schaffen, man kann unzufrieden werden, weil man in dieses Senioritätsprinzip gepresst wird. Da bleibt kein Raum für Kreativität und Flexibilität.
Da eröffnen sich nach einem Studium völlig andere Perspektiven, die es einem ermöglichen, flexibel zu sein und z.B. interessante Alternativen auszutesten.

Es gibt in der Tat viele Branchen, wo man gut Karriere machen kann. Und das sind auch nicht alles langweilige Bürojobs, im Gegenteil. Und glaubt mal nur nicht, dass der Fliegereijob jetzt sooo abwechslungsreich sei. Spätestens, wenn ihr zum tausendsten Mal das ILS runtergerutscht oder zum hundertsten Mal die gleiche Checkliste durchgegangen seid, sprechen wir uns wieder.


Super Beitrag. Mit der Meinung bin ich vor einigen Jahren hier im Forum mal ziemlich untergegangen.


ImhO77 hat folgendes geschrieben:
vogelmann hat folgendes geschrieben:


So nicht ganz richtig...ich bin nicht selbstständig.
37 h Woche, 66k Einstiegsgehalt..., Unternehmen mit knapp 12000 Mitarbeitern.


Ausnahme.


Das ist ein Arbeitsplatz im LH-Cockpit auch.
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EDDF
Gast





BeitragVerfasst am: Sa Mai 19, 2012 1:00 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Sicherheitssalamander hat folgendes geschrieben:


Super Beitrag. Mit der Meinung bin ich vor einigen Jahren hier im Forum mal ziemlich untergegangen.


Ich kenn zwar den entsprechenden Beitrag nicht, aber die Betrachtungsweise ist irgendwie auch einseitig.
Ja man kann den Beruf in dieses Raster reinpacken. Wen´s stört - keiner ist darin gefangen!

Die meisten sehen obiges wohl eher als stressfreien Vorteil! Wink

Es gibt neben der Möglichkeit sich in der eigenen Firma anderweitig zu engagieren aber auch so einige pfundige Leut im Berufscockpit, die "nur aus Hobby" fliegen und sich privat eine ganz andere Geschichte aufgebaut haben.

Teilzeit und anderweitig verwirklichen ist eigentlich kein Problem. Da ist dann jeder sein eigener Antrieb!
Kenne da Beispiele von Schönheitschirug bis paar dutzend Weihnachtsstände managen... Laughing
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