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airman123
Bruchpilot
Bruchpilot


Anmeldungsdatum: 01.04.2012
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Mo Apr 02, 2012 3:26 pm    Titel: re Antworten mit Zitat

Zitat:
67k... wieviel zahlt man da zurück? 110k? Wahnsinn. Was, wenn man keinen Job findet?
Da ich einen PPL habe, könnte ich auch ohne Bürgen da was reißen. Nur die Lebenshaltungskosten sind beim besten Willen nicht drin, einfach keinerlei Rücklagen. Man kriegt ja nicht mal Hartz4 für die Ausbildung, nichts.


Wieviel man zurückzahlt, hängt davon ab wie lange man sich Zeit lässt.
Der Pilotenkredit der Frankfurter Sparkasse hatte folgende Konditionen:
Kreditrahmen 66900€
5,89% effektiver Jahreszins
2,5 Jahre tilgungsfrei
Sondertilgungen immer möglich

Wenn du keinen Job findest und die Raten nicht zahlen kannst, gibt es zwei Möglichkeiten:
a) Laufzeit des Kredits verlängern (-> geringere Raten)
b) Privatinsolvenz

Aus meiner sicht ist nur Option A sinnvoll. Man kann dann durchaus noch ein Studium anfügen, oder eine Ausbildung machen (z.B. DFS).

Ich gehe davon aus, dass du mit Lebenshaltungskosten die Kosten während der ATPL-Ausbildung meinst. In unserem Kurs wurden alle von den Eltern unterstützt. Soweit ich weiß ist die Ausbildung auch Bafög anerkannt. Aber sich zusätzlich noch mit Bafög zu "verschulden" ist nicht sinnvoll.

Ich empfehle wie gesagt vorher ein Studium zu absolvieren und am Besten für den ATPL zu sparen. Man hat dann kein Risiko, ist nervlich weniger belastet und kann den ATPL komplett steuerlich geltend machen (da Zweitausbildung). Du kannst alles ansetzen: Ausbildungskosten, Prüfungsgebühren, Mietkosten, Fahrtweg, etc.

Dieser letzte Punkt sollte nicht vernachlässigt werden, da es da um eine Menge Geld geht.

LG
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jonas
Goldmember
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Anmeldungsdatum: 03.02.2003
Beiträge: 2317
Wohnort: Paradise City

BeitragVerfasst am: Di Apr 03, 2012 4:22 pm    Titel: Re: re Antworten mit Zitat

airman123 hat folgendes geschrieben:
den ATPL komplett steuerlich geltend machen (da Zweitausbildung). Du kannst alles ansetzen: Ausbildungskosten, Prüfungsgebühren, Mietkosten, Fahrtweg, etc.

Dieser letzte Punkt sollte nicht vernachlässigt werden, da es da um eine Menge Geld geht.

LG


Das kann ich so nur bestätigen! Bei mir und anderen Kollegen mit "Folgeausbildung" kam so eine Verlustvortrags- bzw. -rücktragssumme (wird dann zb. mit schon gezahlten Steuern aus vorherigem Berufsverhältnis verrechnet) zwischen 80k und 100k zusammen. Je nachdem, was man wie ansetzen kann: alle Ausbildungs- und ausbildungsbezogenen Kosten wie ggf. doppelte HH-führung, VMA, WE-Heimfahrten, Umzugspauschalen, ausbildungsbezogene Fahrten, Prüfungskosten etc.
_________________
A319-A321

"I've never known an industry that can get into people's blood the way aviation does."
-Robert Six, founder of Continental Airlines
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Alice D.
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Anmeldungsdatum: 16.02.2011
Beiträge: 1881

BeitragVerfasst am: Di Apr 03, 2012 5:28 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich verstehe davon garnichts, habe noch nie eine Steuererklärung gemacht. Mal kurz zum mitmeißeln, bei 50k Ausbildungssumme, wieviel kann man dann da so grob zurückholen?
_________________
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Pascal
Captain
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Anmeldungsdatum: 26.01.2007
Beiträge: 1525

BeitragVerfasst am: Mi Apr 04, 2012 6:18 am    Titel: Antworten mit Zitat

Erstmal musst du einen Job als Pilot haben um überhaupt was zu bekommen.
Dann ist die Summe abhängig von deinem Gehalt. Du bekommst nämlich die Lohnsteuer erstattet. Verdienst Du viel, zahlst du viel Lohnsteuer dann bekommst viel zurück für 2 Jahre. Deshalb ist keine genaue Auskunft möglich.
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B1900D
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Anmeldungsdatum: 15.02.2011
Beiträge: 1927

BeitragVerfasst am: Mi Apr 04, 2012 9:49 am    Titel: Antworten mit Zitat

Genau Pascal - du sagst es: man muß erstmal einen Job als Pilot haben bevor man die Ausbildung über die gezahlte Lohnsteuer absetzen kann - es wird quasi ein anderer Steuersatz angesetzt und man verdient dann so etwas mehr Netto, wenn man einen Freibetrag beantragt oder man bekommt nach Lohnsteuerjahresausgleich mehr oder weniger von der gezahlten Lohnsteuer zurück - aber auch nicht mehr.

Um nochmal zum Thema zurückzukommen: Die Jobchancen hängen letztendlich alleine immer vom Individuum und der vorherrschenden Situation am Arbeitsmarkt ab, nicht auf welcher Flugschule du gelernt oder wieviel du für deine Basislizenz bezahlt hast.

Ja Leute: IHR selber seid der allergrößte Faktor in der Gleichung und weil man sich selber bei diesem Beruf auch noch während der Ausbildung mangels richtiger Erfahrung so schwer einschätzen kann. Dieses große Fragezeichen verleitet natürlich dazu, sich an anderen Dingen festzuhalten, die anscheinend das Risiko etwas mindern, auch wenn sie nur verschwindend gering sind. Dieses Forum ist für mich eine Offenbarung, was für Meinungen manchmal von den - ich nenne sie mal "Traumpiloten" - getragen werden - leider ist es so, daß jeder unterschiedlich irgendwann früher oder später geweckt wird, wenn die eigene Realität vor der Tür steht.

Zur LH und Co. wird de facto jeder eingeladen, der sich bewirbt und dort wird man halt genommen oder eben nicht. Im Prinzip entscheidet jede Firma ob der individuelle Bewerber in das Unternehmen passt und die Gründe zur Ausmusterung liegen mit Sicherheit nicht an der Flugschule. die man vielleicht mal zur Ausbildung besucht hat. Deswegen ist es wichtiger, dass man sich in dieser Flugschule wohlfühlt und das die Dienstleistung stimmt.

Deswegen mein ungebetener Rat: macht Euch nichts vor - und das ist viel leichter gesagt als getan.
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Airseb
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Anmeldungsdatum: 23.06.2011
Beiträge: 110

BeitragVerfasst am: Mi Apr 04, 2012 11:34 am    Titel: Antworten mit Zitat

Da wir hier gerade darüber reden: Mich würde dann folgerichtig interessieren, ob ich dann auch die LH-Ausbildungskosten (bzw. den Kredit) absetzen könnte...Klar, die Sache wurde vorfinanziert, aber de facto bezahle ich dennoch im Nachhinein eine Ausbildung... Für mich wäre es dann auch die 2., da ich bereits ein Studium hinter mich gebracht habe.

Meinungen?
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B1900D
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Anmeldungsdatum: 15.02.2011
Beiträge: 1927

BeitragVerfasst am: Mi Apr 04, 2012 11:48 am    Titel: Antworten mit Zitat

Denke nicht das das als Werbekosten durchgeht, weil du ja erst ausgebildet wirst - ein R/E bewirbt sich ja erst, wenn alles schon fertig und gelaufen ist.
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Airseb
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Anmeldungsdatum: 23.06.2011
Beiträge: 110

BeitragVerfasst am: Mi Apr 04, 2012 12:04 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@B1900D

Also das Steuerrecht besagt grob, dass jede 2. Berufsausbildung komplett steuerlich absetzbar ist. Studium zählt als erste, Pilotenausbildung (momentan noch) als 2.

Die Frage ist inwiefern das Darlehen der Lufthansa abgesetzt werden kann. Laut einigen Quellen aus dem Internet wird das kontrovers unter den verschiedenen Finanzgerichten gehandelt.

Mich interessieren Erfahrungen von Lufthanseaten bzw. von deren Kollegen, die bereits eine erste Berufsausbildung vorzuweisen haben?
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cannychen
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Anmeldungsdatum: 06.01.2009
Beiträge: 953

BeitragVerfasst am: Mi Apr 04, 2012 12:13 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Muss das Studium zwingend seperat laufen, damit es als Erstausbildung anerkannt wird oder hätte man auch bei einem parallel zur Schulung laufendem Studium (z. B. ILST oder Aviation Business) steuerliche Vorteile?
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B1900D
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Anmeldungsdatum: 15.02.2011
Beiträge: 1927

BeitragVerfasst am: Mi Apr 04, 2012 12:43 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Airseb hat folgendes geschrieben:
@B1900D

Also das Steuerrecht besagt grob, dass jede 2. Berufsausbildung komplett steuerlich absetzbar ist. Studium zählt als erste, Pilotenausbildung (momentan noch) als 2.

Die Frage ist inwiefern das Darlehen der Lufthansa abgesetzt werden kann. Laut einigen Quellen aus dem Internet wird das kontrovers unter den verschiedenen Finanzgerichten gehandelt.

Mich interessieren Erfahrungen von Lufthanseaten bzw. von deren Kollegen, die bereits eine erste Berufsausbildung vorzuweisen haben?


Dafür gibt es Steuerberater die dich diesbezüglich beraten - in einem Forum wirst du keine Eindeutigen Antworten erhalten - wie du selber sagst, ist das Thema kontrovers. Ich habe mir wegen weiteren Ausbildungskosten auch einen Steuerberater besorgt, weil alles andere einfach zu unkonkret war und zudem ist die Aufstellung eines formellen Verlustvortrags auch nicht ganz ohne. Normalerweise mache ich meinen Steuerausgleich auch selber - aber in so einem Fall, sollte man sich mit einem Unterhalten, der wirklich Ahnung hat.

Die Frage ist wohl auch ob die LH dir die monatliche Summe schon vom Brutto abzieht und weil deine Einkommensteuer daraus berechnet wird, wirst du dann dann in dem Fall auch nichts geltend machen können - weil das Geld ja dann erst gar nicht in dein Steuerbrutto geflossen ist. Wenn die LH es aber von deinem Nettobezug zusätzlich abzieht, dann wäre das eine andere Geschichte. Das letztere kann ich mir allerdings nicht vorstellen.
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Airseb
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Anmeldungsdatum: 23.06.2011
Beiträge: 110

BeitragVerfasst am: Mi Apr 04, 2012 1:04 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Klar, eine Steuerberatung habe ich mir für diesen Zweck fest vorgenommen, da hast du vollkommen Recht.

Im Darlehensvertrag steht sinngemäß nur, dass die monatlichen Raten für das Darlehen vom Gehalt abgezogen werden. Dass die damit das Nettogehalt meinen, kann ich mir ebenfalls nicht vorstellen. Aber da werde ich mich noch schlau machen, wenn es soweit ist.
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Speedbirdy
Captain
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Anmeldungsdatum: 11.10.2008
Beiträge: 1798

BeitragVerfasst am: Mi Apr 04, 2012 1:25 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ein kompetenter Steuerberater für sowas ist z.B. www.taxaway.de Einige Kollegen sind dahin gewechselt, nachdem ein berühmter Steuerberater im Frankfurter Raum nicht zur Zufriedenheit dieser gearbeitet hat.
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